​Heidelberger Geschichtsverein e.V. (HGV)

Zeittafel zur Heidelberger Geschichte ab 1965

N.B.: Die Daten auf dieser Seite zur Studentenbewegung in Heidelberg 1967ff. wurden mit freundlicher Genehmigung der Website von cand. phil. Katja Nagel entnommen (vgl. Katja Nagel, Die Provinz in Bewegung. Studentenunruhen in Heidelberg 1967 bis 1973. Ubstadt-Weiher 2009)

1. Januar 1965: Dr. Hans Gerken (*1927) beigeordneter Bürgermeister

[6. Februar 1965: nordvietnamesische Truppen überfallen den amerikanischen Stützpunkt bei Play Cu (Provinz Gia Lai im Zentralen Hochland von Vietnam). Präsident Johnson befiehlt Bombenangriffe auf Nordvietnam]

23. Februar 1965: Protestdemonstration von Heidelberger Studenten gegen die Erhöhung der Straßenbahn-Fahrpreise

26. Februar 1965: Dieter Haas (1928-1998) vom Heidelberger Tageblatt schreibt an die Zeitschrift "Forum Academicum": "Die akademische Jugend sollte sich nicht wegen Straßenbahnheftchen auf der Straße mit Polizisten prügeln."

4. März 1965: der städtische Beirat für den Fremdenverkehr beschließt den Bau einer Seilschwebebahn auf den Heiligenberg

10. März 1965: Inbetriebnahme der Wartungshalle mit Waschanlage der HSB für Straßenbahnwagen und Omnibusse an der Carl-Metz-Straße, auf der Ostseite des Geländes des Betriebshofs (vgl. 1984)

[23. März 1965: der Bundestag verabschiedet das Gesetz zur Berechnung strafrechtlicher Verjährungsfristen. Die Verjährung für Mord wird hinausgeschoben]

April 1965: die HSB verkauft das Grundstück Bergheimer Straße 4 (Villa Thode) an die Fa. Woolworth

10. April 1965: ein Landwirt entdeckt im Gewann Hühnerstein (Handschuhsheim) ein römisches Steinkistengrab der Urnenfelderkultur (?) ohne Skelett, mit Beigaben (Dreiwulstschwert, Griffdornmesser, Plattenkopfnadel; vgl. März 1954)

[28. April 1965-21. September 1966: Operation Power Pack. Multinationale, von den Vereinigten Staaten geführte militärische Intervention in der Dominikanischen Republik. Während der Besatzung kommen etwa 2.000 Bürger der Dominikanischen Republik ums Leben]

[12.Mai 1965: Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der BRD. Es kommt in der Folge zum Abbruch diplomatischer Beziehungen seitens 10 arabischer Länder]

29. Mai 1965: Schlösser, Burgen und Ruinen in der Malerei der Romantik. Gemäldeausstellung im Ottheinrichsbau des Schlosses

15. Juni-4. Juli 1965: Der Maler des „Zupfgeigenhansl“. Gedächtnisausstellung für Hermann Pfeiffer im Kurpfälzischen Museum

1. Juli 1965: Kundgebungen und Demonstrationen der deutschen Studentenschaften gegen den „Bildungsnotstand“. In Heidelberg erklärt Dr. Georg Picht in seiner Ansprache an die Studenten auf dem Universitätsplatz u.a.: "Schon vor 10 Jahren hat der Deutsche Ausschuß (für das Erziehungs- und Bildungswesen) festgestellt, daß unser Bildungswesen den Erfordernissen der modernen Gesellschaft nicht mehr gewachsen ist… Aber der Deutsche Ausschuß ist politisch an der Interesselosigkeit der Regierungen und Parlamente und an der mangelnden Aufklärung der öffentlichen Meinung gescheitert…"

16.-19. Juli 1965: Feier 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Handschuhsheim

16.-19. Juli 1965: Ausstellung Aus Handschuhsheims Vergangenheit im Handschuhsheimer Schlößchen (vorgeschichtliche Funde, Maler der Romantik)

18. Juli 1965: Historischer Festzug zur Feier 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Handschuhsheim

18. Juli 1965: Enthüllung einer Gedenktafel für Hans Breuer durch Volksliedfreunde in Heidelberg in der Klingenteichstraße 27

19. Juli 1965: "Tiefburg in Flammen". Feuerwerk zur Feier 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Handschuhsheim

2. August 1965: XVI. Deutscher Orientalistentag in Heidelberg

13. August 1965: Großbrand der Fa. Teroson (Pfaffengrund)

[August 1965: in der Strafsache gegen Mulka und andere vor dem Landgericht Frankfurt wird das Urteil verkündet]

26. August 1965: im ZDF wird die Sendung „Ein Amerikaner in Heidelberg“ von Kurt Bernhard Schmal und Hanns Dieter Hüsch gezeigt, welche im Heidelberger Fremdenblatt verrissen wird

August 1965: in den ersten 8 Monaten des Jahres besuchen 1558 japanische Touristen Heidelberg

[1. September 1965: im Bereich der Deutschen Bundesbahn werden die Bahnsteigsperren sukzessive in einzelnen Bahnhöfen abgeschafft, im Sommer 1974 dann flächendeckend]

6. September 1965: erster Spatenstich für das neue Helmholtzgymnasium (Rohrbacher Straße 2; vgl. 1969)

6. September 1965: Schlüsselübergabe für die Pestalozzischule II (Rohrbacher Straße 96; die Pestalozzischule I erhält wieder den Namen Landhausschule, vgl. 23. Dezember 1970)

September 1965: Bundestagswahl (in Heidelberg gewählt: Dr. Eduard Wahl, CDU)

25. September 1965: Oberbürgermeister François Delmas (Montpellier, 1913-2002) wird zum Ehrenbürger der Stadt Heidelberg ernannt

13. Oktober 1965: im Badischen Hof in Handschuhsheim wird der Verein Eisenbahnfreunde Heidelberg gegründet

16./17. Oktober 1965: Tagung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Heidelberg

27. Oktober 1965: Einweihung der Heuscheuer als Hörsaalgebäude

November 1965: OB Robert Weber übergibt die Galerie im Handschuhsheimer Schlößchen den Heidelberger Künstlern als Kulturzentrum

7. November 1965: Gemeinderatswahl

13.-28. November 1965: Künstler aus Handschuhsheim (erste Kunstausstellung in der Galerie im Handschuhsheimer Schlößchen - Marie Marcks, Martinotto, Edwin Neyer, Silvio Siermann (†2017))

9. Dezember 1965: Trauerfeier im Großen Saal des Rathauses für Oberbürgermeister i. R. Dr. Carl Neinhaus (Gedenkrede: Hermann Hoepke)

20. Dezember 1965: Dr. Hanns Bundschuh wird als Nachfolger von Dr. Richard Hofert Vorsitzende des Heidelberger Verkehrsvereins

20. Dezember 1965: Übergabe der Friedhofskapelle Handschuhsheim

1965: Maria von Graimberg (1879-14. 6. 1965) wird zur Ehrenbürgerin der Stadt Heidelberg ernannt

1965: 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Neuenheim

1965: der Gasthof zum Waldhorn ob der Bruck (Ziegelhäuser Landstraße 21; „Scheffelhaus“) wird zerstört, um Parkplätze zu schafffen (vgl. 1846)

1965: Hanna Anhalt gründet den Amerikanisch-Deutschen Freundschaftsklub (vgl. 1964)

1965: die evangelische Kirche errichtet das Studentenwohnheim Comeniushaus (Neuenheim)

1965: an der Universität Heidelberg wird der erste Lehrstuhl für Kunstgeschichte Ostasiens im deutschen Sprachraum eingerichtet und mit Prof. Dietrich Seckel (†2007) besetzt

1965: Hanna Grisebach zieht mit dem "Graphischen Kabinett" für die Kunst der Gegenwart in die Hauptstraße 118 (vgl. 1951)

1965: eine Straße in Montpellier wird „Avenue de Heidelberg“ benannt

1965: die Universität Heidelberg führt ein neues Siegel zur Beglaubigung von Promotionsurkunden ein

1965: auf dem Heiligenberg nördlich der Thingstätte wird die Gesimsplatte eines römischen Weihealtars aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. gefunden (heute im Kurpfälzischen Museum)

1965: im Wieblinger Neckar, Höhe Kläranlage, wird das Fragment einer römischen Grabstele für den Nemeter Senecio gefunden (um 200 n. Chr.; heute im Kurpfälzischen Museum) (vgl. 1979/1980)

1965-1969: Carl Weissner gibt in Heidelberg die Avantgarde-Zeitschrift Klactoveedsedsteen heraus

1965-1969: der Kunstmaler und Lehrer Carl-Heinrich Pringsauf (*1903) ist Rektor der Mönchhofschule

1. Januar 1966: Gründung des Fernmeldeamts Heidelberg

2. Januar 1966: auf der Straßenbahn-Linie 8 (Seegarten-Wiesloch) der HSB fährt erstmals ein Großraumwagen ohne Schaffner

4. Februar 1966: Gründung der Stiftung Berufsförderungswerk Heidelberg, hervorgegangen aus dem kirchlichen Verein Stoeckerwerk e. V. (heute: SRH) http://de.wikipedia.org/wiki/SRH_(Unternehmen)

22. Februar 1966: die Chemikerin Margot Becke (*1914) wird zur Rektorin der Universität Heidelberg (als erste Universitätsrektorin Deutschlands) gewählt (-1968)

2. März 1966: Eröffnung des Tierheims an der Speyerer Schnauz (bis dahin am Kirchheimer Weg)

März 1966: 18. ordentliche Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Studentenschaften (VDS) in Heidelberg

März 1966: Protestversammlung in Handschuhsheim gegen den "Zubringer Nord" ("Hände weg vom Handschuhsheimer Gartenland")

2. April 1966: Stillegung der Straßenbahnlinie Betriebshof-Wieblingen und Übernahme durch Bus (Linie 35 Neckargemünd-Wieblingen)

April 1966: Stillegung des städtischen Gaswerks (Pfaffengrund)

6. Mai 1966: Eröffnung der neuen Stadtbücherei (Poststraße 15; Architekten: Johannes Grobe, Karl-Heinz Simm)

7. Mai 1966: erste Buchausgabe in der neuen Stadtbücherei (vgl. 4. 5. 1990, 16. Juni 2009)

8. Mai 1966: Tag der offenen Tür in der neuen Stadtbücherei (Öffnungszeiten: Montag-Freitag 11-20 Uhr, Samstag 11-15 Uhr, Kinder- und Jugendbücherei, Kurfürsten-Anlage 16: Montag-Freitag 12-18 Uhr)

22. Mai 1966: Einstellung des Güterverkehrs beim Bahnhof Schlierbach-Ziegelhausen

31. Mai(?) 1966: Heidelberg-Haus in Montpellier eröffnet (vgl. September 1969)

6. Juni 1966: der Jesuitenpater Johannes Leppich (1915-1992) predigt auf dem Wilhelmsplatz

19. Juni 1966: Wahl zum Oberbürgermeister (1. Wahlgang)

Juni 1966: der Gemeinderat genehmigt den Bebauungsplan Langgewann

3. Juli 1966: der Jurist Ministerialrat Reinhold Zundel (1930-2008, SPD, 25.864 Stimmen) aus Wiesbaden wird im 2. Wahlgang von 50,1% der Wähler gegen Oberstadtdirektor Siegfried Kampf (54, CDU, 25.598 Stimmen) aus Hildesheim zum Oberbürgermeister gewählt (bis 1990). Der Bewerber Heinz Mahrzahn erhält 121 Stimmen. Er hatte sich nach dem 1. Wahlgang beworben und erhebt Einspruch gegen die Wahl.

[16. Juli 1966: Vorsitzender Mao Tse Dong (†1976) lässt sich bei Wuhan den Yangzi-Fluß hinabtreiben. Beginn der chinesischen Kulturrevolution]

19. Juli 1966: der Benediktiner Raphael Walzer OSB (*27. März 1888 Ravensburg als Josef Walzer), Erzabt der Erzabtei Beuron, stirbt in der Abtei Neuburg

13. August 1966: Aufgabe der Straßenbahn-Gleisschleife am Bismarckplatz. Die Straßenbahn-Haltestelle Bismarckplatz für die Linien 10 und 11 wird in die Rohrbacher Straße (Hansa-Haus) verlegt. Ein Anschluß an die Bergheimer Straße wird hergestellt.

16. September 1966: in der Serie „Städte im Wandel“ zeigt das ZDF einen Film über Heidelberg (ltd. Red.: Heinz Hemming)

September 1966: das bisherige Postamt Heidelberg-Rohrbach heißt jetzt Postamt 23, das bisherige Postamt Heidelberg-Wieblingen heißt jetzt Postamt 16, das bisherige Postamt Heidelberg-Schlierbach heißt jetzt Postamt 19

30. Oktober 1966: Archäologen unter Leitung von Dr. Berndmark Heukemes finden im Neuenheimer Feld einen 11 cm hohen sitzenden Hund aus Terrakotta

[30. Oktober 1966: Kongreß Notstand der Demokratie in Frankfurt]

27. November 1966: Lutherkirche in Bergheim (Architekt: Dieter Quast *1928; Frieda-Busch-Kindergarten an der Ecke Vangerowstraße/Fehrentzstraße) eingeweiht (Baubeginn: 14. September 1964)

[30. November 1966: Bundeskanzler Ludwig Erhard tritt zurück]

[1. Dezember 1966: Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger zum Bundeskanzler gewählt]

10. Dezember 1966: der Gemeinderat wählt mit 29 Stimmen bei einer Gegenstimme und 5 Enthaltungen Ministerialrat Reinhold Zundel (SPD) zum Amtsverweser mit dem Titel Oberbürgermeister

[16. Dezember 1966: Dr. Hans Filbinger wird Ministerpräsident von Baden-Württemberg]

1966: 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Rohrbach

1966: 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Wieblingen

1966: Anbringung einer Gedenktafel am Haus Obere Neckarstraße 7 für den bulgarischen Gelehrten Dr. Peter Beron (vgl. 23. Mai 1984)

1966: Anbringung einer Gedenktafel am Haus Neuenheimer Landstraße 58 für den indischen Dichter Sir Muhammad Iqbal

1966: die "Katholische Soziale Frauenschule Heidelberg" wird in Maria von Graimberg-Schule - Höhere Fachschule für Sozialarbeit umbenannt (vgl. 1979)

1966: Dr. Manfred Lamy, Sohn von Carl Joseph Lamy, übernimmt die Füllhalter-Firma Lamy (vgl. 1927, 1930, 1949, 1952)

1966: die Mittelschule in der Plöck (Friedrich-Ebert-Schule) heißt jetzt Friedrich-Ebert-Realschule (vgl. 1868, 1903, 1904, 1961, 1968)

1966: der dritte Friedhof in Wieblingen wird am Nordrand des Ortes eröffnet

1966: Karl Schmitt eröffnet eine Buchhandlung am Römerkreis

1966: Dr. Hermann W. Lehmann gründet mit Peter und Erika Brückner die Arbeitsgemeinschaft für Sozial und Wirtschaftsforschung (ASW). ein Sozialforschungsinstitut in Heidelberg (bis 1974)

1966: Neubau der „Alten Volksfürsorge“ (Rohrbacher Straße 13/15, Gewerkschaftshaus)

1966: die Volksschule Grenzhof (9 Schüler) wird geschlossen

1966: die Druckerei Dr. Johannes Hörning (Heidelberger Stadtadreßbuch-Verlag) zieht von Hauptstraße 55a in die Dischingerstraße

1966: in Heidelberg fahren ca. 50.000 Kfz (davon 5000 Wagen der Amerikaner und 16.000 Pendler). Im Jahr 1966 sterben 27 Menschen im Straßenverkehr, 258 werden schwer verletzt.

1966: Lothar Stiehm (1930-2010) gründet in Heidelberg den Lothar Stiehm Verlag

1966: das Haus Bergheimerstraße 51 (1881 für Adolf Reis erbaut) wird zerstört. Es entsteht eine Schneise zur Poststraße in Höhe der Thibautstraße.

1966-1968: Bau der „Bergstraßen-Autobahn“ etwa 1 km westlich der Bahnlinie Darmstadt-Heidelberg (vgl. 23. August 1968) https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/OPAFW3VVCCXBFVKIPPDUOWL2LCQFRIEI

[1966: Jürgen Bartsch wird wegen vierfachen Kindesmißbrauchs und Mordes festgenommen, 1968 zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt; †1976]

1. Januar 1967: Einführung der EDV in der Stadtverwaltung Heidelberg (IBM 1440)

[1. Januar 1967: Papst Paul VI. legt die heutige Ablaßlehre der römisch-katholischen Kirche mit der Apostolischen Konstitution Indulgentiarum Doctrina neu fest]

1. Februar 1967: Aufhebung der Eisenbahnstrecke Schwetzingen-Heidelberg. Übernahme durch Bahnbusse.

28. Februar 1967: Einstellung der SWEG-Bahnlinie Dielheim-Schatthausen (vgl. 1901, 1922, 1975)

21. März 1967: das 1949 eröffnete städtische Leihamt (Haspelgasse 12, ab 1960: Bergheimer Straße 68) wird geschlossen

[4. April 1967: Martin Luther King hält in der Riverside Church, N.Y., eine Rede gegen den Vietnamkrieg "Declaration of Independence from the War in Vietnam")]

[21. April 1967: Offiziere unter Georgios Papadopoulos lösen in Griechenland einen Putsch aus, der zur Beseitigung der konstitutionellen Monarchie und zur Errichtung einer Militärdiktatur führt. Ausnahmezustand, Abschaffung der Pressefreiheit, Massenverhaftungen und -deportationen, Konzentrationslager]

Mai 1967: die Stadt Heidelberg schreibt einen Wettbewerb zur Erschließung von 56 ha Gelände auf dem Emmertsgrund, welches sie vom Land gekauft hat, aus

[31. Mai 1967: die Militärregierung von SO-Nigeria ruft die Republik Biafra aus]

SS 1967: an der Universität Heidelberg sind immatrikuliert: 53 Studierende aus Syrien, 38 aus Jordanien, 30 aus dem Irak, 27 aus der VAR, 18 aus dem Libanon, 4 aus Israel

2. Juni 1967: „Abschiedskundgebung“ gegen den Schah von Persien in Heidelberg, organisiert von studentischen Organisationen - In Westberlin wird der Student Benno Ohnesorg von der Polizei erschossen

[5.-11. Juni 1967: Israel besetzt die Sinaihalbinsel, den Gazastreifen, die Golanhöhen und Ostjerusalem]

6. Juni 1967: Kundgebung auf dem Universitätsplatz am Tag der Beerdigung des in Westberlin erschossenen Studenten Benno Ohnesorg. Nach einem Trauermarsch von ca. 2000 studentischen Teilnehmern durch die Hauptstraße erläßt Oberbürgermeister Zundel ein Demonstrationsverbot durch die Hauptstraße.

9. Juni 1967: pro-israelische Kundgebung auf dem Universitätsplatz

9. Juni 1967: auf einem vom AStA der Universität Heidelberg einberufenen Teach-in hält der Theologieprofessor Heinz Tödt einen Vortrag über „studentische Politik und ihre Ziele“

[12. Juni 1967: der Oberste Gerichtshof der USA erklärt das in 16 Bundesstaaten bestehende Eheverbot zwischen Weißen und Nichtweißen für verfassungswidrig]

29. Juni 1967: der AStA der Universität Heidelberg veranstaltet unter Federführung seines politischen Referenten Jerzy Montag eine Podiumsdiskussion, an der sich 6 studentische Organisationen beteiligen (SDS/LSD/GAG/HSU/ESG/RCDS)

6. Juli 1967-1973 (und 1978-1995): Peter Stoltzenberg Intendant des Stadttheaters (Nachfolger von H. P. Doll)

[23.-27. Juli 1967: Rassenunruhen in Detroit, bei denen 43 Personen getötet, 386 verwundet und 477 Gebäude zerstört werden]

20. Juli 1967: der Gemeinderat erteilt der Neuen Heimat Baden-Württemberg den Zuschlag für die Bebauung des Emmertsgrund und verkauft ihr denselben

20. Juli 1967: "Widerstand heute" (Vortrag des RA Dr. Helmuth Ammann auf Einladung des AStA der Universität Heidelberg)

27. Juli 1967: Rudi Dutschke spricht im Hörsaal 13 der Universität Heidelberg über "Die allgemeine Situation der BRD nach dem sogenannten Wirtschaftswunder und die besondere Lage der studentischen Opposition Westberlins"

1. August 1967: der Jurist Dr. Karl Korz (1932-2016) aus Mainz tritt das Amt des Ersten Bürgermeisters (Baudezernent) an (1975 und 1982 wiedergewählt, Juli 1992 Ruhestand; vgl. 1987, 1993)

2. August 1967: schwerer Orkan über Mannheim

[14. August 1967: Waffenstillstand im "Sechstagekrieg"]

[25. August 1967: Vizekanzler und Außenminister Willy Brandt eröffnet auf der IFA das Farbfernsehen in Westdeutschland]

[27. August 1967: die DDR führt die Fünftagewoche zu 43¾ Stunden ein]

August 1967: die Psychiatrische Tagesklinik (Neue Schloßstraße 42) wird eröffnet (bis 1982, dann in Mannheim)

[4.-8. September 1967: 22. Delegiertenkonferenz des SDS in Frankfurt]

[14. September 967: "The intensification of the Vietnam war created more than one million jobs in the United States in the last two years […] The sharp rise in employment because of the military build-up amounted to some 23 per cent of the total increase of more than four million jobs in the United States economy since 1965 [...] New construction and shipbuilding were the only ones to show a decline in estimated employment generated by defense expenditures." (New York Times vom Tage)]

30. September 1967: die Firma Engelbräu (Hauptstraße 67/Ziegelgasse) wird nach 170jähriger Geschichte stillgelegt (vgl. Februar 1977)

4. Oktober 1967: Gründung des Republikanischen Club in Heidelberg

[9. Oktober 1967: der Argentinier Ernesto Guevara wird in Bolivien erschossen]

26. Oktober 1967: Demonstration durch die Hauptstraße

Herbst 1967: Beginn der Erschließungsarbeiten zur Wohnsiedlung Emmertsgrund (vgl. Mai 1967, 1971)

7. November 1967: Demonstration des SDS gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam durch die Hauptstraße

Eine Vietnam-Demonstration des SDS durch die Hauptstraße Anfang November wurde verboten. Der Schuß ging freilich arg nach hinten los. Die ca. 200 Demonstranten beschlossen nach Diskussion und Abstimmung die Demonstration wie geplant durchzuführen und zogen durch die Hauptstraße zum Amerikahaus. Eine mäßig vorbereitete Polizei, die sich zur Kette formiert hatte, wurde umgangen, danach der Balkon des Amerikahauses besetzt, ohne daß die Polizei eingriff. Nach einem teach-in, in dem u. a. die Übernahme des Amerikahauses durch die Studenten gefordert wurde, löste sich die Demonstration auf.“(neue kritik, Nr. 50, Oktober/November 1968)

14. November 1967: der VGH Mannheim bestätigt die Gültigkeit der Heidelberger Oberbürgermeister-Wahl vom 3. Juli 1966 (vgl. 15. Juli 1968)

23. November 1967: Störung der 581. Jahresfeier der Universität Heidelberg durch Happening-Aktionen der Studenten -  Carl Zuckmayer wird zum Ehrenbürger der Universität Heidelberg ernannt und hält einen Vortrag („Scholar zwischen gestern und morgen“)

30. November 1967: nicht genehmigte Demonstration durch die Hauptstraße gegen die Inhaftierung von Fritz Teufel in Berlin-Moabit und gegen die Freilassung des Polizeibeamten Kurrass, der die tödlichen Schüsse auf Benno Ohnesorg abgab. Nach einer Kundgebung auf dem Bismarckplatz Zug zum Rathaus, um Oberbürgermeister Zundel zu einer Diskussion aufzufordern. Wahl einer Delegation, die nach Unterbrechung der Gemeinderats-Sitzung vom OB im Treppenhaus des Rathauses empfangen wird.

November 1967: die Schule auf dem Boxberg wird eingeweiht

5. Dezember 1967: Teach-in mit Oberbürgermeister Zundel im Hörsaal 13 der Universität und Verabschiedung einer Resolution durch ca. 800 Studenten, die der OB als "Aufforderung zum Landesverrat" wertet ("Sollte die Hauptstraße von den städtischen Behörden nicht freigegeben werden, soll der AStA die Studenten auffordern, das Demonstrationsrecht auf der Hauptstraße trotzdem mit friedlichen Mitteln durchzusetzen").

6. Dezember 1967: Go-in in der Vorlesung von Germanistik-Professor Arthur Henkel

10. Dezember 1967: Uraufführung des von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Heidelberg-Dokumentarfilms

[13. Dezember 1967: der griechische König Konstantin II. (*1940, aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg) versucht, gegen die durch einen Putsch am 21. April 1967 an die Macht gekommene Militärregierung zu putschen. Nach dem Mißlingen des Versuchs geht er am selben Tag ins Exil]

1967: der Süddeutsche Rundfunk übernimmt die Villa Bosch (Schloß-Wolfsbrunnenweg 33) und richtet dort das Studio Heidelberg ein (vgl. 14. September 1946, 1971, 1994)

1967: die 1957 eingeweihte Volksschule am Handschuhsheimer Klausenpfad ("Rottmannschule") wird in Heiligenbergschule umbenannt

1967: der Handschuhsheimer Mühlbach wird vom Haus Mühltalstraße 86 bis zur Amselgasse überbaut (vgl. 1905, 1910)

1967: 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Kirchheim

1967: Das (1927 als Luft- und Sonnenbad) eröffnete Café Sonnenbad von Paul Kling am Handschuhsheimer Mönchbergweg wird geschlossen

1967: Verleihung der Yad Vashem Medaille der 36 Gerechten unter den Völkern an Hermann Maas (1877-1970) in Jerusalem. In der Allee der Gerechten in Yad Vashem wird ein Johannesbrotbaum für Maas gepflanzt.

1967: das Ehepaar Gisela und Julian Metz sen. eröffnet in der Mittelbadgasse 10 ein Antiquitätengeschäft

1967: Erich Hübner gründet die Heidelberger Kantorei

1967: Gründung der Heidelberger Goethe-Gesellschaft

1967: die Schnellpresse AG Heidelberg ändert ihren Namen in Heidelberger Druckmaschinen AG

1967: das 10-Uhr-Läuten der Kreuzkirche Wieblingen wird abgeschafft

1967: Fusion der Heidelberger Milchversorgung zur Milchzentrale Mannheim-Heidelberg AG

1967: sieben Häuser auf der Westseite der Krahnengasse, meist aus dem 18. Jahrhundert, darunter ein anspruchsvolleres Barockgebäude aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (Nr. 6), werden im Zuge des Abrisses des Weinbrennerbaus am Marstallhof und Neubau des Seminargebäudes zerstört, um Platz für einen Parkplatz zu schaffen

1967: Zerstörung des Hauses Hauptstraße 250

1967: die Stadt Heidelberg verkauft das Haus Neuenheimer Landstraße 20, Dienstwohnung von Oberbürgermeister Dr. Neinhaus, dann Sitz des Institut für Sozial- und Arbeitsmedizin

1967: Queens Hotel (Kirchheim) errichtet

1967: in Heidelberg kommt auf 10.000 Einwohner eine Bedürfnisanstalt

1967: in Heidelberg gibt es 24 Flaschenbierhandlungen. 15 davon haben Frauen als Inhaberinnen.

[1967: die 1946 neu gegründete staatliche Wirtschaftshochschule Mannheim wird zur Universität ernannt]

[1967: ein Brand im Porphyrwek in Schriesheim führt zur Einstellung der Abbauarbeiten im Steinbruch am Ölberg]

1967-1968: Bau der Gebäude der Gerichte, der Staatsanwaltschaft und des Finanzamts in der Kurfürsten-Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbahnhofs

1967/1968: Neubau der Friedhofskapelle Ziegelhausen (unter Zerstörung historischer Grabsteine)

1967-1995: Karl Heinz Frauenfeld (1929-2005) 1. Vorsitzender des Stadtteilverein Rohrbach

1. Januar 1968: Heidelberg wird "Weißer Kreis"

1. Januar 1968: das erweiterte Kaufhaus Anker (Hauptstraße 30/Plöck) heißt jetzt Kaufhof (etwa ein Dutzend Wohnhäuser werden zerstört, darunter Hauptstraße 30-34; 1969 durch ein Parkhaus ergänzt) (vgl. 1958, 1962)

[1. Januar 1968: Einführung der Mehrwertsteuer (10 %) in der BRD]

[5. Januar 1968: Alexander Dubček wird zum Ersten Sekretär der KPČ gewählt]

Mitte Januar 1968: Aufhebung des Demonstrationsverbotes durch die Hauptstraße

24. Januar 1968: Der AStA der Universität Heidelberg gibt ein "Memorandum zum politischen Mandat" heraus, welches sich auf Aufsätze von Stephan Leibfried und Ulrich K. Preuß aus dem Sammelband "Wider die Untertanenfabrik. Handbuch zur Demokratisierung der Hochschule" (Köln 1967) stützt. Das Memorandum enthält eine kurze programmatische Darlegung der Forderung nach einer demokratischen Hochschule in einer demokratischen Gesellschaft.

26. Januar 1968: etwa 150 Studenten protestieren gegen die Veranstaltung Studenten aus aller Welt singen und tanzen für Heidelberg des Akademischen Auslandsamts in der Stadthalle und fordern durch Sprechchöre eine Diskussion über Charakter und Funktion dieser Veranstaltung und des Auslandsamts.

[29. Januar 1968: Beginn der Tet-Offensive der FNL und Nordvietnams auf Südvietnam. Die Stadt Huê (Annam) wird vom Vietcong eingenommen und bis zum 24. 2.1968 gegen Angriffe der US-Amerikaner und Südvietnamesen verteidigt, bevor sie von US-Marines in blutigen Straßenschlachten zurückerobert wird. Neben ungezählten Zivilisten werden ca. 5.000 Vietcong und Nordvietnamesen und über 500 US-Amerikaner und südvietnamesische Soldaten getötet. Artillerie- und Luftwaffenangriffe verursachen große Zerstörungen]

2. Februar 1968: erstes Teach-in der Kritischen Universität Heidelberg und Wahl eines Initiativausschusses, der ein Arbeitsprogramm für das Sommersemester erstellen soll

4. Februar 1968: der SDS führt ein Go-In in der Peterskirche durch und fordert mitten im Gottesdienst eine Diskussion

[11. Februar 1968: "Ihr müßt diese Typen sehen. Ihr müßt ihnen ganz genau ins Gesicht sehen. Dann wißt ihr, denen geht es nur darum, unsere freiheitliche Grundordnung zu zerstören!" (Klaus Schütz, Regierender Bürgermeister von Westberlin, auf dem SPD-Parteitag)]

[15. Februar 1968: 2. Lesung des baden-württembergischen Hochschulgesetzes]

[17./18. Februar 1968: Internationaler Vietnam-Kongreß in Westberlin]

[Februar 1968: die Todesstrafe in Österreich wird abgeschafft]

[16. März 1968: Soldaten der 11. US-Infanterie-Brigade erschießen 503 Zivilisten des Dorfes My Lai (Provinz Qung Ngãi/Südvietnam), darunter 182 Frauen, 172 Kinder, 60 Greise]

[19. März 1968: Verabschiedung des Hochschulgesetzes durch den Landtag von Baden-Württemberg]

März 1968: Übergabe des Großmarkts Heidelberg (vgl. April 1970)

April 1968: Bei dem Versuch, Wahlplakate der NPD für den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg zu entfernen, werden drei Mitglieder des SDS festgenommen

4. April 1968: die Friedrich-Ebert-Realschule in der Plöck wird in Theodor-Heuss-Realschule umbenannt (vgl. 1868, 1903, 1904, 1961, 1966)

11. April 1968: Rudi Dutschke, Vorstandsmitglied des SDS, wird in Westberlin von einem 23jährigen Arbeiter niedergeschossen. Der Anschlag führt in der Bundesrepublik und Westberlin zu Demonstrationen und teilweise blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Als Reaktion auf das Attentat organisiert der Heidelberger SDS die "Eßlinger Blockade", die die Auslieferung der Bild-Zeitung stoppen soll. Eine erste Aktion ist erfolgreich, die zweite mißlingt. mehr

[12. April 1968: Protestaktionen gegen das Verlagshaus Axel Springer in Westberlin]

[17. April 1968: "Marburger Manifest"]

[28. April 1968: Wahl des Landtags von Baden-Württemberg (NPD 9,8%)]

Mai 1968: Generaldebatte des SDS in den Räumen der Evangelischen Studiengemeinschaft, bei der u.a. der Konflikt zwischen Heidelberger SDS und AStA thematisiert wird. Insbesondere wird die Frage verhandelt, welche Haltung man gegenüber den durch das neue Hochschulgesetz zu schaffenden Gremien einnehmen solle. Die Generaldebatte endet mit dem Sieg der Boykottposition. (vgl. 21./22. November 1970)

8. Mai 1968 (Jahrestag der deutschen Kapitualtion 1945): Demonstration zum Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte

[11. Mai 1968: Sternmarsch auf Bonn anläßlich der 2. Lesung der Notstandsgesetze]

[10./11. Mai 1968: Pariser Studenten verbarrikadieren eine Enklave im Quartier Latin]

15. Mai 1968: 2. Lesung der Notstandsgesetze. SDS und AStA rufen zum Streik auf, der im Gebäude der Neuen Universität weitgehend befolgt wird. Die Universitätsverwaltung setzt den Lehrbetrieb aus und bietet eine Informationsveranstaltung in der Neuen Aula an. Zur gleichen Zeit findet ein vom SDS und AStA organisiertes Teach-in im Innenhof der Universität statt. Am Nachmittag ziehen ca. 400 Demonstranten zum Rathaus und fordern eine Stellungnahme des Oberbürgermeisters. OB Zundel übt an der Notstandsverfassung Kritik, lehnt es aber ab, die städtischen Bediensteten in diese Diskussion einzubeziehen. - Am gleichen Tag kommt es zu weiteren Konfrontationen bei einem Go-in. AStA und SDS fordern die Abberufung des griechischen Professors Dimitris Tsatsos (*1933), der an der Juristischen Fakultät als Honorarprofessor Staatsrecht lehrt. Tsatsos war vom Militärregime in Griechenland in eine Kommission berufen worden und hatte bei der Ausarbeitung einer Verfassung mitgewirkt. Die Studenten fordern die Berufung eines griechischen oppositionellen Professors.

[18. Mai 1968: 10 Millionen Menschen im Generalstreik in Frankreich]

20. Mai 1968: Mitgliederversammlung des Heidelberger SDS, auf der weitere Anti-Notstandsaktionen geplant werden

24. Mai 1968: Teach-in in der Neuen Aula mit dem Marburger Professor Werner Hofmann

27. Mai 1968: ca. 150 Studenten ziehen vom Universitätsplatz zum Marktplatz im Pfaffengrund, um dort an Protestkundgebungen gegen die Notstandsgesetze vor den Betrieben zusammen mit den Belegschaften teilzunehmen. Die Gewerkschaftsjugend hat mit zu der Aktion aufgerufen. Es beteiligen sich ca. 30 Arbeiter.

28. Mai 1968: Generalstreik der Studenten der Universität Heidelberg. Die Aufgänge zu den Hörsälen werden durch Sitzstreik blockiert; ca. 300 Studenten beteiligen sich an der Blockade. Vollversammlung zur Frage der neuen Grundordnung der Universität Heidelberg. Der SDS propagiert den Boykott der Grundordnung. Eine knappe Mehrheit (ca. 2000 Studenten) beschließt den Boykott. Fortführung der Universitätsbesetzung.

[28./29. Mai 1968: 3. Lesung der Notstandsgesetze]

29. Mai 1968: Suspendierung des AStA durch Rektorin Dr. Margot Becke aufgrund § 48 HSG wegen "fortgesetztem Amtsmißbrauch". Die Studenten solidarisieren sich mit dem AStA und fordern den Rücktritt der Rektorin. Wahl eines Streikkomitees. - Das "Aktionskomitee gegen die Notstandsgesetze" ruft zu einer Kundgebung im Pfaffengrund auf. Den Aufruf unterschreiben einige Gewerkschafter und Betriebsräte (so der DGB-Vorsitzende Emil Wegmann). Geringe Beteiligung von Arbeitern. Alfred Fischer (CDU) hält eine scharfe Rede gegen die Notstandsgesetze und gegen den Kapitalismus.

31. Mai 1968: die Straßenbahn-Gleisschleife um das Karlstor wird durch 2 Stumpfgleise ersetzt

[30. Mai 1968: Verabschiedung der Notstandsgesetze durch den Deutschen Bundestag]

Mai 1968: das Herrenbad im Hallenbad wird als Familienbad eröffnet

5. Juni 1968: Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bescheinigt der Rektorin der Universität Heidelberg, bei der Suspendierung des AStA rechtens gehandelt zu haben. Das Studentenparlament entzieht dem AStA das Vertrauen. Der AStA-Vorsitzende Meinhard Schröder tritt zurück. Jens Jordan wird kommissarischer AStA-Vorsitzender. - Eine Woche nach dem Rücktritt wird Eberhard Faupel zum AStA-Vorsitzenden gewählt. Er tritt zurück, da es ihm nicht gelingt, gegen den SDS einen AStA zu bilden. Das Studentenparlament wird aufgelöst. - Das neue Studentenparlament wählt Volker Müller zum AStA-Vorsitzenden.

19. Juni 1968: der katholische Pfarrer Anton Klausmann (Pfaffengrund) tritt in den Ruhestand

[1. Juli 1968: Großbritannien, die Sowjetunion und die USA unterzeichnen in London, Moskau und Washington den Atomwaffensperrvertrag, der am 5.3.1970 in Kraft tritt]

7. Juli 1968: auf dem Bergfriedhof wird an der Ehrengrabstätte für die Opfer der NS-Justiz eine Tafel zum Gedenken an die Widerstandsgruppe Georges Wodli aufgestellt (7 französische Eisenbahner, im Juni 1943 hingerichtet)

9. Juli 1968: das Studentenparlament beschließt mit knapper Mehrheit, die Wahlen zur Grundordnungsversammlung der Universität Heidelberg zu boykottieren

[11. Juli 1968:  USA, Großbritannien und die Sowjetunion unterzeichnen den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (Atomsperrvertrag)]

15. Juli 1968: das Bundesverwaltungsgericht weist die Beschwerden gegen die Gültigkeit der Wahl des Heidelberger Oberbürgermeisters vom 3. Juli 1966 zurück (vgl. 14. November 1967)

17. Juli 1968: der katholische Pfarrer Konrad Glückert nimmt seinen Dienst in St. Marien Pfaffengrund) auf

26. Juli 1968: Wahl der Grundordnungsversammlung der Universität Heidelberg

[13. August 1968: das Gesetz zu Artikel 10 des Grundgesetzes („G 10-Gesetz“), welches die Befugnisse der deutschen Nachrichtendienste zu Eingriffen in das durch Artikel 10 des Grundgesetzes garantierte Briefgeheimnis, Postgeheimnis und Fernmeldegeheimnis regelt, tritt in Kraft. Das Gesetz berechtigt die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, den MAD und den BND unter bestimmten Umständen zur Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation und zur Öffnung und Auswertung der dem Brief- oder Postgeheimnis unterliegenden Sendungen. Die Regelung des § 7a lässt unter bestimmmten Umständen zu, dass der BND mit Zustimmung des Bundeskanzleramtes an ausländische Geheimdienste Daten übermittelt, die er im Rahmen von „G 10-Maßnahmen“ erlangte.]

[21. August 1968: Truppen des Warschauer Pakts marschieren in die CSSR ein]

23. August 1968: die seit 1966 gebaute Bergstraßen-Autobahn wird für den Verkehr freigegeben

12.-16. September 1968: die 23. und letzte o. Delegiertenkonferenz des SDS in Frankfurt am Main wählt einen kommissarischen Bundesvorstand, dem Michael Baermann (Frankfurt), Jochen Noth (Heidelberg) und Hans-Gerhart Schmierer (Heidelberg) angehören

13. September 1968: Schloßbergtunnel und Spitaltunnel (Gesamtlänge 1918 Meter) werden für den Autoverkehr freigegeben (Umbaukosten: 11,5 Millionen DM)

14. September 1968: Amtseinführung von Oberbürgermeister Reinhold Zundel im Heidelberger Rathaus. Während der Veranstaltung kommt es zu Zwischenrufen und Sprechchören. Die Polizei unterbindet weitere Störungen. Der SDS hatte zum Besuch der Veranstaltung aufgerufen.

28. September 1968: Die Grundordnungsversammlung der Universität Heidelberg tritt zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen

September 1968: bei Instandsetzungsarbeiten im St. Michaelskloster auf dem Heiligenberg wird ein Münzschatz aus der Zeit des Bauernkriegs gefunden

6. Oktober bis 24. November 1968: Carl Philipp Fohr 1795-1818. Skizzenbuch der Neckargegend. Badisches Skizzenbuch (Ausstellung im Kurpfälzischen Museum; vgl. 1996)

10. Oktober 1968: das Kaufhaus Woolworth am Bismarckplatz wird (an der Stelle der zerstörten Villa Thode, Bergheimerstraße 4) eingeweiht (2013 umgebaut)

Oktober 1968: Jungbürgerfeier mit Oberbürgermeister Reinhold Zundel auf dem Schloß

Oktober 1968: das Haus der Jugend in Neuenheim (Kastellweg 10) wird abgerissen (vgl. 20. Juni 1955, 15. April 1952)

Oktober 1968: das Bundesseminar des SDS in Heidelberg entwickelt das Konzept der Basisgruppen-Strategie

26. Oktober-17. November 1968: Martinotto. Malerei (Ausstellung im Handschuhsheimer Schlößchen)

6. November 1968: Die Lehrerkonferenz des KFG beschließt, gegen drei Schüler „wegen bewußter Mißachtung und Verletzung der Schulordnung, Aufreizung der Mitschüler zu Ungehorsam und Widersetzlichkeit und zur Auflehnung gegen die vom Gesetzgeber und der Unterrichtsverwaltung festgelegten Institutionen der Schule, schulinterner und öffentlicher Angriffe gegen Amt und Person des Direktors durch einen `eskalierten´ Flugblattkrieg und dadurch herbeigeführte Behinderung des Schulleiters in der Erfüllung seiner eigentlichen Aufgaben, intellektuelle und psychologische Vorbereitung und versteckte oder offene Rechtfertigung beleidigender Schmierereien, Versuche der Störung gesetzlich vorgeschriebener Elternversammlungen ein Ausschlußverfahren“ zu eröffnen.

15. November 1968: Diskussionsveranstaltung in der Neuen Aula der Universität, zu der Rektor Kurt Baldinger (1919-2007) anstelle der 582. Jahresfeier der Universität Heidelberg aufgerufen hatte

[16. November 1968: der Frankfurter Weiberrat verteilt bei einer Versammlung des SDS in Hannover ein Flugblatt („Rechenschaftsbericht des weiberrats der gruppe frankfurt“), das mit der Parole schließt: „Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!“]

21. November 1968: Go-in von ca. 150 Schülern des KFG und Studenten der Universität Heidelberg in eine Sitzung des Elternbeirats des KFG. Dabei wird eine Glasscheibe der Eingangstür zertrümmert. 6 Studenten und ein Schüler werden wegen Hausfriedensbruch etc. angezeigt. Die Relegationen werden nicht verhindert. (vgl. 6. November 1968)

22. November 1968: die Staatsanwaltschaft Heidelberg zieht in die Kurfürsten-Anlage

23. November 1968: Teach-in des Unabhängigen Schülerbunds (USB) im Hörsaal 13 der Universität Heidelberg

26. November 1968: Das Studentenparlament der Universität Heidelberg faßt einen Beschluß, in dem es gegenüber der Berichterstattung der Lokalpresse zur systematischen Gegeninformation auffordert. Dabei ist die Rede von der "faschistischen Hetze der Lokalpresse". Es sei kein Zufall, daß dabei "ein alter Nazi, [Karl] Stauder, Chef der Lokalredaktion der RNZ, sich als treibende Kraft erwies". - Reaktion von Dr. Hermann Knorr/RNZ: "AStA bedroht RNZ und erklärt den offenen Kampf gegen die Heidelberger Lokalpresse"

1. Dezember 1968: Wahl des Kreisausschuss Heidelberg der DKP (vgl. 12. März 1969)

2. Dezember 1968: Beginn des Baus des DKFZ-Hochhauses (Bauzeit: 4 Jahre)

5. Dezember 1968: die Lehrerkonferenz des KFG beschließt, vier Schüler aus der Schule auszuschließen (vgl. 6. November 1968)

6. Dezember 1968: Ein Flugblatt mit Artikeln von Karl Stauder/RNZ aus der Fränkischen Tageszeitung wird in Heidelberg verteilt und ein Sit-in vor dem Verlagsgebäude der RNZ in der Hauptstraße durchgeführt. Der Verkehr wird für kurze Zeit blockiert. Einsatz von Schlagstöcken durch die Polizei. - Debatte in der Universität und Zug zu einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im Rathaus, bei der über eine Verstärkung der örtlichen Polizeikräfte verhandelt werden soll. Die Sitzung wird durch OB Zundel unterbrochen.

7. Dezember 1968: AStA der Universität Heidelberg und SDS rufen zu einem Teach-in in der Universität auf, wo über die Repression in Schule, Universität und auf der Straße und die Rolle der Tagespresse diskutiert werden soll. Ca. 1000 Studenten beschließen auf Vorschlag des SDS, die Auslieferung der RNZ zu verhindern. In der Nacht wird der Versuch dazu unternommen. Es kommt zu den bis dahin schwersten Zusammenstößen mit der Polizei.

16. Dezember 1968: Der Prozeß gegen vier Heidelberger SDS-Mitglieder, die während des Landtagswahlkampfes NPD-Wahlplakate mit Hakenkreuzen versehen hatten, soll eröffnet werden. Wegen zu erwartender Demonstrationen wird der Prozeßbeginn vom Landgericht verschoben. Der SDS hatte angekündigt, den Prozeß, bei dem die NPD als Nebenklägerin auftreten wollte, "zu einem Tribunal gegen den alten und neuen Faschismus" zu machen.

19. Dezember 1968: Der Stadthallenprozeß gegen 5 Studenten (siehe 26. 1. 1968) soll am 20. Dezember 1968 vor dem Landgericht Heidelberg eröffnet werden. Anklagepunkte: Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch und Nötigung. (OB Zundel hatte den Strafantrag gestellt.) An der Universität wird ein Teach-in abgehalten und über eine Resolution abgestimmt: Die 5 Angeklagten sollen zum Prozeßtermin nicht erscheinen, da keine ausreichende Öffentlichkeit gewährleistet sei. Sie sollen sich am 8. Januar 1969, begleitet von einer Demonstration, dem Gerichtsvorsitzenden Dr. Edgar Kohnle stellen.

20. Dezember 1968: Gegen die 5 Angeklagten im Stadthallenprozeß wird vom Landgericht Haftbefehl erlassen.

Dezember 1968: die Straßenbahnhaltestelle "Römerkreis Ost" wird in "Stadtbücherei" umbenannt

1968: Alexander Mitscherlich wird von der Neuen Heimat mit einem Gutachten zur geplanten Siedlung Emmertsgrund beauftragt

1968: der Altar des Holzbildhauers Alfons Marmon (Sigmaringen) in St. Raphael (Neuenheim) wird zerstört http://www.bufopro.de/bengschkreis/vortraege_mosebach.htm

1968: Orlando Piacentini und Ferruccio Colombo übernehmen das Restaurant Le Palme in der Hauptstraße (bis 2006)

1968: der deutsch-amerikanische Architekt Hannes Luehrsen veröffentlicht im „Heidelberger Portländer“ (3/1968) eine Planungsskizze zur Erneuerung der Altstadt

1968: die Liselotteschule für Mädchen in der Plöck wird in eine Grund- und Hauptschule für Jungen und Mädchen umgewandelt (vgl. 1868, 1903, 1968)

1968: Verschmelzung der Landsmannschaft Teutonia Heidelberg (gegründet 2. November 1883) mit der Teutonia Rostock zur Teutonia Heidelberg-Rostock (Korporationshaus: Bremeneck)

1968: das Wappen der Stadt Heidelberg wird modernisiert (Graphik: Ludwig Peinecke)

1968: Stadtoberinspektor Hans Holtermann, seit 1953 bei der Stadt Heidelberg, beginnt seine Tätigkeit im Stadtarchiv Heidelberg (Führung der Stadtchronik und der zeitgeschichtlichen Sammlungen, bis 1997)

1968: Klaus Weiler pachtet das Café „Till Eulenspiegel“ (Kettengasse/Merianstraße) und eröffnet es neu unter dem Namen Drugstore

1968: archäologische Grabung durch Dr. Berndmark Heukemes an der Ladenburger Straße/Wilhelm-Blum-Straße (Funde: Keller eines römischen Wohnhauses, Streifenhäuser)

1968ff.: Abbau der Gleise der Bahnlinie Heidelberg-Schwetzingen

1968: Errichtung des evangelischen Pfarrhauses Handschuhsheim-West (Tischbeinstraße 66) und des Kindergartens

1968: an der Berliner Straße in Neuenheim werden eine römische Grabstele für die Accepta aus dem keltischen Stamm der Mediomatriker (Provinz Gallia Belgica) sowie eine Grabstele für ihren Gatten Ammonius Mogetius (mit der rekonstruierten Höhe von über 3 m, aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.) gefunden (heute im Kurpfälzischen Museum) (vgl. 1884)

1968-1970: Dr. Jens Christian Jensen (*1928) ist 1. Vorsitzender des Heidelberger Kunstverein

8. Januar 1969: die 5 studentischen Angeklagten beim Stadthallenprozeß (siehe 26. 1. und 20. 12. 1968) werden von einer Demonstration zum Gericht begleitet, wo sie sich nicht stellen, sondern die Aufhebung des Haftbefehls fordern.

10. Januar 1969, 6 Uhr: die Polizei stürmt das Gebäude des AStA der Universität Heidelberg (Grabengasse 14) und verhaftet 12 Studenten, darunter die 5 Angeklagten beim Stadthallenprozeß und den Mathematikstudent Mehdi Padamsee. Die Polizeiaktion löst eine Solidarisierungswelle unter den Studenten aus. Danach wird in einem Flugblatt zu einer Versammlung in der Universität aufgerufen. Es kommt zu einer Protestdemonstration, deren Hauptforderung die sofortige Freilassung der Inhaftierten ist.

13. Januar 1969: Plakataktion in Heidelberg (Unterschriften: Innenminister Krause (SPD), Kultusminister Hahn (CDU), OB Zundel (SPD), Rektor der Universität Kurt Baldinger) mit dem Aufruf "Wer Verfassung und Recht verletzt, muß wissen, daß er dafür zur Verantwortung gezogen wird". Versammlung von ca. 1000 Studenten in der Neuen Aula der Universität und Annahme einer Resolution. - Besetzung des Psychologischen und des Politologischen Seminars und Einrichtung von Arbeitsgruppen. Die Besetzung des Juristischen Seminars schlägt fehl. Der Kleine Senat beschließt ein Ultimatum an die Studenten: Wenn der sofortige Rückzug nicht erfolge, werde man die gesamte Universität am 16. Januar schließen. Zu dieser Zeit werden an fast allen Instituten Vollversammlungen abgehalten und es erfolgt die Bildung von Basisgruppen. In vielen Lehrveranstaltungen wird über die aktuelle Situation debattiert.

14. Januar 1969: Debatte von Bürgern mit OB Zundel über die Studentenunruhen in der Stadt. Es kommt zur Bildung einer "Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Bürger". Man empfiehlt der Universitätsleitung Strafverfahren und Relegationen "als Mittel gegen die Störer". - `Besetzung‘ oder ‚Einbruch‘ des SDS in das Akademische Auslandsamt

15. Januar 1969: Pressekonferenz im Europäischen Hof; Teilnehmer: Kultusminister, Oberbürgermeister, Universitätsrektor, örtlicher Polizeichef und einige Professoren. Auch die Landesregierung befaßt sich mit den Vorgängen und stellt sich geschlossen hinter den verantwortlichen Innenminister Walter Krause (SPD).

17. Januar 1969: Das besetzte Politologische Institut der Universität Heidelberg wird von der Polizei geräumt. Der Kleine Senat beschließt, die Universität nicht zu schließen, aber für jede weitere Störung die erneute Einstellung des Lehrbetriebs anzudrohen.

20. Januar 1969: Einsatz von Wasserwerfern bei einer Demonstration, bei der erneut die Freilassung der inhaftierten Studenten gefordert wird

24. Januar 1969: am „Europäischen Hof“in der Friedrich-Ebert-Anlage wird eine Gedenktafel für Alexandru Ioan Cuza (1820-1873) enthüllt

3. Februar 1969: Beginn des Stadthallenprozesses. Teach-in am Abend mit Bericht über den Prozeßverlauf und Beschluß, in den nächsten Tagen Go-ins in Vorlesungen durchzuführen. Versuchte Besetzung der Rektoratsräume der Universität Heidelberg und Entwenden von Akten in der Registratur.

4. Februar 1969: Der Rektor läßt das Hörsaalgebäude der Neuen Universität schließen. Studenten verschaffen sich dennoch Zugang, werden von der Polizei hinausbefördert. Während der folgenden Wochen wird Heidelberg Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei, die offensichtlich Anweisung hat, jede Ansammlung zu verhindern.

[12. März 1969: Gründung der DKP (vgl. 1. Dezember 1968)]

[März 1969: bewaffneter Konflikt zwischen China und UdSSR am Ussuri]

31. März 1969: Die von den Studenten boykottierte Grundordnungsversammlung der Universität Heidelberg verabschiedet die Hochschul-Grundordnung, die die Satzung von 1945 ablöst. Die Universität wird in 16 Fakultäten aufgegliedert. Neu geschaffen wird das Amt des Kanzlers als Leiter der Personal- und Wirtschaftsverwaltung. Neben dem Rektor stehen zwei auf drei Jahre gewählte Prorektoren. Die Universität Heidelberg hat über 15.000 Studentinnen und Studenten, 242 ordentliche Professoren und etwa 90 Lehrstühle.

22. April 1969: der Plan, anläßlich der intermedia 69 das Heidelberger Schloß bzw. den Glockenturm von Christo verpacken zu lassen, scheitert. Laut Staatlichem Liegenschaftsamt ist die Ruine baufällig und sollte abgetragen werden.

April 1969: der Stadtteilverein Schlierbach wird gegründet

SS 1969: Gerd Steffens AStA-Vorsitzender der Universität Heidelberg

SS 1969: das Collegium Academicum nimmt nun auch Studentinnen auf. Die Räume des Erdgeschosses und die Aula werden ohne Einschränkung studentischen Gruppen für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

2. Mai 1969: das Landratsamt des Landkreis Heidelberg wird in der Kurfürsten-Anlage eröffnet (bisher im Palais Boisserée)

8. Mai 1968-1988: Willi ("Hacko") Kücherer 1. Vorsitzender des Stadtteilvereins Handschuhsheim als Nachfolger von Dr. Gustav Neureither

12. Mai 1969: Stiftung der Bürgermedaille der Stadt Heidelberg beschlossen (erster Träger: Prof. Dr. Hermann Hoepke, vgl. 13. Dezember 1969)

15. Mai 1969: Schußwaffengebrauch von Polizei beim Parolenmalen am Amerikahaus (Sophienstraße 12)

16. Mai-22. Juni 1969: intermedia `69 in Heidelberg, Avantgarde-Kunstausstellung, organisiert von Dr. Jochen Goetze und Klaus Staeck

16. Mai 1969: anläßlich der intermedia 69 wird die Villa Friedreich verpackt (Sophienstraße 12)


Christo: America House Wrapped http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~kschulte/christo/ http://2006-2013.ruprecht.de/no_cache/nachrichten/archive/2008/january/29/article/heidelberger-verhuellung/

19. Mai 1969: im "Spiegel" erscheint eine Mitteilung, daß etliche Hochschulen der Bundesrepublik, darunter die Universität Heidelberg, Auftragsforschung für militärische Stellen durchführen. Die naturwissenschaftliche Fakultät in Heidelberg verlangt Akteneinsicht und Informationen über die über Drittmittel finanzierte Forschung.

20. Mai 1969: im Heidelberger Tageblatt erscheint ein Artikel mit der Überschrift "Auch Heidelberger Institute forschen für das Pentagon". Noch am gleichen Tag wird im Mitteilungsblatt des Rektorats der Bericht des "Spiegel" dementiert. Danach Serie von Go-ins und Diskussionen in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität. Studenten dringen in Institutsräume unter Verdacht stehender Professoren ein und entwenden Akten.

[30. Mai 1969: Eröffnung des Hauptbahnhof Ludwigshafen]

[31. Mai 1969: die Nebenstrecke der OEG Edingen-Neckarhausen wird geschlossen]

Frühjahr 1969-Frühsommer 1970: Umgestaltung der Alten Brücke. Die beiden Landbögen werden mitsamt dem Pfeiler abgetragen und mit einem um 1,70 Meter erhöhten Scheitel wiederaufgebaut. Zugleich wird die Ufermauer erhöht, um die Hochwassergefahr an der tief gelegenen Brückenunterführung zu mindern.

12. Juni 1969: Versammlung an der Universität im Zusammenhang mit der "Rote-Punkt-Aktion"

15. Juni 1969: Fahrpreiserhöhung der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG. Mehrtägige Demonstrationen und Blockaden der Straßenbahnschienen durch Studenten und Schüler.

16. Juni 1969: die erste Ausgabe der Zeitschrift The Graffiti wird von amerikanischen Soldaten in Heidelberg publiziert (vgl. 16. Juli 1970, 4. September 1970, Oktober 1970)

17. Juni 1969: Erneute Blockade der HSB und "Rote-Punkt-Aktion" nach dem Vorbild von Hannover. Innenminister Krause trifft in Heidelberg ein und verhandelt mit OB Zundel sowie HSB-Führung und Polizei. Am Abend kündigt Zundel für den kommenden Tag ein „hartes Durchgreifen“ an.

19./20. Juni 1969: Einstellung des Betriebs der HSB

21. Juni 1969: Zurücknahme der Fahrpreiserhöhung und Wiederaufnahme des Betriebs der HSB

23. Juni 1969: Der Landtag berät die Novelle des Hochschulgesetzes in erster Lesung. - Veranstaltung auf dem Heidelberger Schloß mit Ministerpräsident Filbinger, Kultusminister Hahn und Staatssekretär Wolfgang Meckelein auf Einladung der "Aktion Heidelberger Bürger"("Heidelberger fragen, die Landesregierung antwortet"). AStA und SDS machen eine Aktion gegen die Veranstaltung. Ministerpräsident Filbinger und Kultusminister Hahn hatten zuvor die Absetzung der ASten und Einsetzung des Ordnungsrechtes vor dem Landtag vertreten. Polizeieinsatz gegen Demonstranten bei dieser Veranstaltung.

30. Juni 1969: Demonstration zum Justizgebäude; Polizeieinsatz und versuchte Verhaftungen - Teilung der ehemaligen Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg in vier Medizinische Fakultäten

Juni/Juli 1969: Streikaktionen im Rahmen des Protestes gegen die Novelle des Hochschulgesetzes. Bei der Sitzung des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät kommt es zu einem Go-in und dem Aufbrechen einer Tür sowie zur Blockierung des Eingangs, um die Professoren an der Flucht zu hindern. Einen Tag später besucht man den Rektor, um mit ihm über das Ordnungsrecht zu sprechen, der allerdings nicht anwesend ist. Man hebelt eine Tür aus und wirft sie in den Neckar.

5. Juli 1969: Sitzung des Großen Senats. Zusammenstöße zwischen Studenten und Professoren, die mit Eiern beworfen werden. Einige Professoren stellen ihre Lehrveranstaltungen ein.

12. Juli 1969: Professor Werner Conze wird als Nachfolger von Professor Kurt Baldinger zum Rektor der Universität Heidelberg gewählt. Eine der ersten Amtshandlungen Conzes im Wintersemester besteht darin, AStA-Gelder aus seinem Haushalt zu sperren, die für deren Publikationen vorgesehen waren. Conze argumentiert, daß der AStA Gelder zweckentfremdet und Publikationen außerhalb seiner gesetzlichen Aufgaben angefertigt habe.

13. Juli 1969: 100 Jahre Kunstverein Heidelberg. Festakt in der Städtischen Bühne

13. Juli-17. August 1969: Kunst und Künstler in Baden und in der Pfalz (Ausstellung des Kunstverein in der Gartenhalle des Kurpfälzischen Museums)

25. Juli 1969: Die Heidelberger Studentenzeitschrift "forum academicum" erscheint als Nr. 4/69 erstmals unter dem Titel "Rotes Forum". Herausgeber ist der ASTA der Universität Heidelberg. Redaktion: Dieter Hildebrandt, Lu Jäger, Joscha Schmierer. Im Editorial schreiben die Verfasser: "Auf Vorschlag der Redaktion benannte das Parlament das 'forum academicum' in 'Rotes Forum' um. Damit kommt auch im Titel zum Ausdruck, daß die Zeitschrift keine Kneipenzeitung von Jungakademikern, sondern das Forum der Basisgruppen und der ganzen linken Protestbewegung ist, auf dem Ansätze einer sozialistischen Strategie diskutiert werden....Dieses Heft durchbricht die bornierte Fixierung auf die Universität. Die Studenten können sich keineswegs mit akademischen Foren begnügen."

Juli 1969: bei einer Baustellenkontrolle des Tiefbauamts wird festgestellt, daß in der Michaelsbasilika (Heiligenberg) ein gotisches zweiteiliges Fenstergewände mit Dreipaß im Scheitel aus dem Mauerverbund ausgebrochen und gestohlen ist (Oechelhäuser Inv. Nr. 335/a)

1. August 1969: das (Mädchen-)Gymnasium West (Weststadt) heißt jetzt Lise-Meitner-Gymnasium (1981 aufgelöst)

September 1969: Kurt Brenner wird (bis 2011) Leiter des Heidelberg-Hauses in Montpellier (vgl. 31. Mai 1966)

[28. September 1969: die am 21. Oktober 1928 eröffnete Steinachtalbahn (Neckarsteinach-Schönau) stellt die Personenbeförderung ein (Güterverkehr am 31. Oktober 1981 eingestellt)]

[September 1969: wilde Streiks von ca. 150.000 Arbeitnehmern in der BRD]

1. Oktober 1969: Eröffnung der Fachhochschule Heidelberg (später zur SRH-Gruppe)

13. Oktober 1969: Dr. Helmut Kretz Nachfolger von Dr. Dieter Spazier als Leiter der Universitäts-Poliklinik

14. Oktober 1969: die erste Ausgabe des Unispiegel erscheint, hg. vom Rektorat der Universität Heidelberg, erscheint mehrmals im Semester, erster Redakteur: Lutz Franke http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~it5/unispiegel/apr_97/tomaten.htm

[21. Oktober 1969: Willy Brandt wird zum Bundeskanzler gewählt]

Oktober-30. November 1969: Revolution 1848/49 in Baden und in der Pfalz (Ausstellung im Kurpfälzischen Museum)

1. November 1969: Walter Böhning wird Leiter des Völkerkundemuseums (als Nachfolger von Dr. Ferdinand Herrmann) (bis 30. 11. 1999)

1. November 1969: Sperrung der Hauptstraße für den Durchgangsverkehr (vgl. 6. November 1971)

23. November 1969: 1200 Jahre Bergheim. Festakt im Lutherhaus (Verein West-Heidelberg)

12. Dezember 1969: die OEG stellt beim Innenministerium Antrag auf Stillegung der Güterbahnlinie Wieblingen-Dossenheim

13. Dezember 1969: Demonstration gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam. Es kommt zu "gewalttätigen Ausschreitungen" (RNZ) und einem Angriff auf das Amerikahaus, wobei der Eingang des Hauses zerstört wird, sowie auf die American-Express-Bank in der Ebert-Anlage. Das Südasien-Institut wird mit einem Molotow-Cocktail in Brand gesetzt. Der Rektor verbietet daraufhin eine Veranstaltung in der Universität mit einem Sprecher der Black-Panther-Partei.

13. Dezember 1969: Prof. Hermann Hoepke erhält die Bürgermedaille

17. Dezember 1969: Konstituierung der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg als selbständige Fakultät in Mannheim

?Dezember 1969: Die Schiedskommission der SPD Heidelberg erteilt Hermann Knorr, Herausgeber, Chefredakteur und 50-Prozent-Eigentümer der Rhein-Neckar-Zeitung, eine öffentliche Rüge. Knorrs Praktiken seien mit den Zielen und Programmen der SPD zur Sicherung der innerredaktionellen Pressefreiheit "unvereinbar", seine "Auffassung vom Alleinbestimmungsrecht des Unternehmens- und Presseverlagsinhabers" kollidiere "mit erklärten Grundsätzen der SPD", und auch aus vielen "RNZ"-Aufsätzen des Chefredakteurs Knorr spreche "eine Haltung, die erklärten Grundsätzen der SPD zuwiderläuft".

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=45234174&top=SPIEGEL

1969: Ausgrabung einer Bestattung der Merowingerzeit vor Hegenichstraße 2 (Kirchheim; Fund eines Knickwandtopfes)

1969: Erweiterung der 1931 gegründeten Wandererherberge Wichernheim (Plöck 15/17)

1969: 1200 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Bergheim

1969: Baubeginn zur Siedlung Emmertsgrund. Erschließung und Anbindung an die B 3 (vgl. 10. Dezember 1970)

1969: Aufbau des Universitäts-Rechenzentrums (Friedrich-Ebert-Platz 2, 1975: Im Neuenheimer Feld )

1969: Ecke Kapellenweg/Handschuhsheimer Landstraße werden Reste der 1710 erbauten und 1843 abgetragenen Kapelle gefunden

1969: das Helmholtzgymnasium zieht von der Kettengasse in die Rohrbacher Straße 2

1969: 44. Deutsches Bachfest in Heidelberg (künstlerischer und organisatorischer Leiter: Erich Hübner)

1969: Eröffnung des Schiller-College in der Friedrich-Ebert-Anlage 4 durch Walter Leibrecht (†24. 2. 2007) (vgl. September 1985; 2012)

1969: der Kaufhof baut in der Plöck ein Parkhaus (vgl. 1962, 1968)

1969: Gründung des Verkehrsverein Heidelberg (Vorsitzender: OB Zundel, Stellvertreter: Dr. Karl harald Kischka (1924-2019))

1969: Gründung der Sektion Heidelberg der Jumelages Européens PTT

1969: die Unternehmung zur beruflichen Rehabilitation Behinderter wird gegründet (heute: SRH Hochschule Heidelberg; vgl. 1966, 1972)

1969: Dr. Peter Volz wird als Nachfolger von Kurt Kraft Vorsitzender des Freundeskreis des Kurpfälzischen Museums (bis 2010)

1969: Stadtbaumeister Walter Schilling initiiert die Sicherung des Fragments des nördlichen Turms des Westwerks der Michaels-Basilika auf dem Heiligenberg mittels Stahlbetonkern (bis zur Verblendung mit Sandstein 1980 sichtbar)

1969: der östliche Teil des Neckarstaden wird auf drei Fahrspuren verbreitert, wie im Schaechterle-Plan vorgesehen. Dabei werden zwei Bögen der Alten Brücke abgebrochen und angehoben.


1969-1984: Forstdirektor Helmut Weirich Leiter des städtischen Forstamts Heidelberg (vgl. 1971)

19. Januar 1970: die Landesregierung Baden-Württemberg genehmigt den Antrag auf Stilllegung der Güterbahnlinie Wieblingen-Dossenheim

31. Januar 1970: der neu konstituierte Große Senat der Universität Heidelberg wählt den Theologen Prof. Rolf Rendtorff zum neuen Rektor, der als Exponent des Reformflügels gilt (Gegenkandidat: Werner Conze. Amtsantritt 4. 2. 1970)

1. Januar 1970: Gründung der Stadtwerke Heidelberg AG (vgl. 1976)

Januar 1970: das Gebäude Sophienstraße 1 wird für das Kurfürst-Friedrich-Gymnasium nach Renovierung eröffnet

4. Februar 1970: Amtsantritt von Rektor Rolf Rendtorff - Versammlung in der Neuen Aula mit dem Sprecher der Black-Panther-Party "Big Man Howard".

10. Februar 1970: Hochwasser des Neckar

12. Februar 1970: Patientenvollversammlung in der Psychiatrischen Poliklinik Heidelberg gegen die drohende Entlassung des Assistenzarztes Dr. Wolfgang Huber.

14. Februar 1970: Die Entlassungsurkunde für Dr. Wolfgang Huber wird dem Rektor zur sofortigen Unterzeichnung vorgelegt. Rendtorff weigert sich, die Urkunde ohne nähere Prüfung des Falles zu unterzeichnen. Alle Klinikdirektoren verlangen die sofortige Unterzeichnung unter Androhung von rechtlichen Schritten gegen den Rektor beim Kultusministerium. - Wahl der Prorektoren Dr. Adalbert Podlech und Dr. Cornelius Noack durch den Großen Senat der Universität Heidelberg

20. Februar 1970: "Was Dr. Huber mit seinen Patienten macht, zeigt sich uns als keine edle therapeutische Gemeinschaft, indessen als etwas völlig anderes: nämlich als anti-therapeutisches Haß- und Aggressionskollektiv" (Prof. Dr. Walter Ritter von Baeyer in einer Erklärung im Heidelberger Tageblatt)

21. Februar 1970: Kündigung und Hausverbot für Dr. Wolfgang Huber und die Patienten für alle Räume der Klinik

23. Februar 1970: Hochwasser des Neckar. Teile der Altstadt werden evakuiert.

27.-28. Februar 1970: Dr. Wolfgang Huber und etwa 20 Patienten besetzen das Dienstzimmer des Verwaltungsdirektors der Universitätsklinik Wilhelm Ernst und treten in den Hungerstreik (vgl. 6.-10. Juli 1970)

Februar 1970: der seit 1967 gebaute Neubau der Stadtwerke (Kurfürsten-Anlage) wird eröffnet (vgl. 1. Januar 1970)

2. März 1970: Einzug des (späteren) SPK in die Räume der Universität in der Rohrbacherstraße 12 (vgl. 6.-10. Juli 1970)

3. März 1970: Palästina-Demonstration in Heidelberg (anläßlich des Besuchs von Außenminister Abba Eban in Deutschland am 23. Februar)

13. März 1970: Bruno Penzien, Kantor an der Heiliggeistkirche, stirbt

[21. März 1970: Der SDS löst sich als bundesweite Organisation auf]

22. April 1970: Teach-in und antiimperialistische Demonstration aus Anlaß des 100. Geburtstages von W. I. Lenin

April 1970: Inbetriebnahme der neuen Großmarkthalle Handschuhsheim („Erzeuger-Großmarkt Heidelberg-Bergstraße“, Dossenheimer Landstraße 151). Die alte Großmarkthalle wird 1971 zerstört (vgl 1. Oktober 1953, März 1968)

[30. April 1970: US-Präsident R. Nixon verkündet die Ausweitung des Vietnamkrieges durch den Einmarsch amerikanischer Truppen in Kambodscha]

[4. Mai 1970: in Kent/Ohio werden vier Studenten bei einer Demonstration gegen den Krieg in Südostasien von Nationalgardisten erschossen]

[14. Mai 1970: Befreiung des Kaufhausbrandstifters Andreas Baader aus der Haft]

[31. Mai 1970: Erdbeben in Peru, ca. 70.000 Tote]

Mai 1970: Einmarsch amerikanischer Truppen in Kambodscha von südvietnamesischen Territorium aus - Rektor Rendtorff und die Prorektoren der Universität erhalten eine Einladung von General James H. Polk, 1967-1971 Oberbefehlshaber der NATO-Heeresgruppe Mitte, zur Teilnahme an dem traditionellen Sommerball der CENTAG.

3. Juni 1970: Hans-Dieter Stendel gründet in der Unteren Straße die Kneipe Destille

6.-10. Juli 1970: Besetzung des Rektorats der Universität durch das Patientenkollektiv. Danach nennt sich das Patientenkollektiv „Sozialistisches Patientenkollektiv“ (SPK)

7. Juni 1970: Volksentscheid in Baden über Fortbestand von Baden-Württemberg. 81,9% sind für Verbleib Badens bei Baden-Württemberg

9. Juni 1970: Rektor Rendtorff und die Prorektoren Dr. Podlech und Dr. Noack lehnen in einem Brief die Teilnahme am Sommerball der CENTAG ab ("Polk-Brief"). Als Reaktion verfaßt Kultusminister Hahn ein Entschuldigungsschreiben an US-General Polk. Ministerpräsident Filbinger mißbilligt den Brief Rendtorffs "aufs Schärfste" und bezeichnet den Polk-Brief als eine "unwürdige und peinliche Anbiederung bei linken Studenten". - In der Juristischen Fakultät wird eine Sondersitzung des Fakultätsrates beantragt, um über eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Rektor abzustimmen. Das Rektorat hätte mit dieser politischen Stellungnahme "ihr Amt pflichtwidrig mißbraucht..., um es persönlichen politischen Ansichten und Ambitionen dienstbar zu machen". Zu einer Beschlußfassung kommt es nicht, da die Basisgruppe Jura eine Abstimmung durch Sprechchöre verhindert. Zwölf Mitglieder der Juristischen Fakultät erheben daraufhin Beschwerde beim Kultusminister. Das Rektorat reagiert mit der Veröffentlichung der "Entgegnung auf eine Dienstaufsichtsbeschwerde" über "Das politische Mandat der Universität und ihrer Organe".

19. Juni 1970: Konferenz zur Entwicklungshilfe im Hotel "Europäischer Hof" unter Leitiung von Minister Eppler, an der u.a. der Weltbankpräsident und ehemalige US-Verteidigungsminister Robert McNamara (1916-2009) teilnimmt. Antiimperialistische "Cabora-Bassa-Demonstration" vor dem Hotel. Der Protest gilt insbesondere der Beteiligung von fünf deutschen Konzernen am Bau des Cabora-Bassa-Staudamms in Mozambique, die der Festigung der portugiesischen Kolonialherrschaft diene und sich gegen die Befreiungsbewegung in diesem Gebiet richte. Zwei Studentinnen flüchten vor der Polizei ins Juristische Seminar, wo sie auf Prof. Schneider treffen, der eine der Studentinnen ohrfeigt. Die Basisgruppe Jura eröffnet daraufhin eine Kampagne gegen Schneider und beschließt, ihn auszusperren. - Im Verlauf der Demonstration werden 8 Studenten und Studentinnen festgenommen (Joscha Schmierer, Jochen Noth, Burkhart Braunbehrens, Dietrich Hildebrandt, Claudia Stecher, Peter Tesarz, Uwe Kräuter und Thomas Ripke) und zu Gefängnisstrafen zwischen 3 und 7 Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Bundesgerichtshof gibt dem Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft recht, mit der Begründung, daß die Strafen zu gering seien und die Bewährung aufgehoben werden müsse. Die Demonstration dient zum Anlaß für das Verbot des SDS Heidelberg (vgl. 24. Juni 1970)

23. Juni 1970: Die Juristen Prof. Schneider und Prof. Doehring, die im Sommer 1968 eine Verfassungsbeschwerde gegen das Hochschulgesetz einlegten, werden am Betreten des Hörsaalgebäudes gehindert. Ein Buttersäure-Attentat wird auf Prof. Schneider verübt. Die Juristische Fakultät stellt den Lehrbetrieb ein. Die Basisgruppe Jura setzt trotz erheblicher Meinungsverschiedenheiten die Aktionen gegen Schneider fort.

24. Juni 1970: die baden-württembergische Landesregierung (Innenminister Krause (SPD)) verbietet den SDS Heidelberg

Juni 1970: Patienten-Info Nr. 1 des SPK ("Es darf keine therapeutische Tat geben, die nicht zuvor klar und eindeutig als revolutionäre Tat ausgewiesen worden ist.")

30. Juni 1970: Protestdemonstration des SDS gegen das Verbot durch die Landesregierung (ca. 10.000 Teilnehmer)

1. Juli 1970: Die 1906 in Betrieb genommene OEG-Güterbahnlinie von Wieblingen durch das Neuenheimer und Handschuhsheimer Feld nach Dossenheim wird eingestellt und die Anlage zerstört

4. Juli 1970: Call for Justice Day im Hörsaal 13 der Universität Heidelberg mit ca. 700 Teilnehmern. Afro-amerikanische US-Soldaten gründen die Gruppe Unsatisfied Black Soldiers http://aavw.org/served/gipubs_aboutface_abstract01.html

6.-10. Juli 1970: das SPK besetzt das Rektorat der Universität Heidelberg

9. Juli 1970: der Verwaltungsrat der Universität Heidelberg beschließt, daß das SPK eine Einrichtung der Universität werden soll

10. Juli 1970: Bürgermeister Arnold Schmidt-Brücken wird in den Ruhestand verabschiedet (vgl. 1955, 27. April 1961)

16. Juli 1970: die ersten Ausgaben der Zeitschriften A’bout Face und Next Step werden von US-Soldaten in Heidelberg publiziert. (vgl. 16. Juni 1969, 4. September 1970, Oktober 1970)

4. September 1970: US-Soldaten gründen in Heidelberg die Gruppe Soldiers for Democratic Action (vgl. 16. Juni 1969, 4. Juli 1970, 16. Juli 1970, Oktober 1970)

12. September 1970: das Iduna-Einkaufszentrum Boxberg wird eröffnet

27. September 1970: Prälat Hermann Maas (*1877) stirbt in Mainz-Weisenau

September 1970: Beim Einbau einer Heizung in der St. Vituskirche (Handschuhsheim) werden im Schiff der Kirche 5 alte Grabsteine gefunden (datiert zwischen 1376 und 1584). - Die Altarzone und der Chor werden umgestaltet (Wandteppich anstelle der neunnischigen Chorwand, Altar näher zur Gemeinde gerückt, Kommunionbank entfernt)

3. Oktober? 1970: erstmals findet der "Heidelberger Herbst" statt Herbst in HD

14. Oktober 1970: Das Studentenparlament der Universität Heidelberg erklärt, daß es nicht hinnimmt, daß OB Zundel einen Vortrag im Rahmen des Studium Generale halten will. (Am 28. Oktober 1970 soll der Oberbürgermeister über das Thema "Städtebau in der Kommunalpolitik" sprechen. Die Studium-Generale-Kommission hat ihn zu diesem Vortrag eingeladen.) Die Studenten fordern die Kommission auf, die Einladung zurückzunehmen. Aufruf zu einem Teach-in über "Zundel und das SDS-Verbot" am 28. Oktober 1970. Der Kleine Senat der Universität droht mit der Abschaffung des Studium-Generale-Programms, wenn Vortragsredner behindert würden. OB und Rektor einigen sich auf die Verschiebung des Vortrages. Die neue paritätisch zusammengesetzte Kommission setzt keinen neuen Termin für den Vortrag fest, sondern schlägt eine von Stadt und Universität gemeinsam getragene Veranstaltung vor, wo der Konflikt unmittelbar diskutiert werden solle. Diese Veranstaltung, von den Studenten weitgehend ignoriert, findet am 10. Februar 1971 im Neuenheimer Feld statt.

17. Oktober 1970: Trauerfeier für Prälat Hermann Maas im großen Rathaussaal

20. Oktober 1970: Eine Vorlesung des Juraprofessors Schneider wird von Studentinnen und Studenten verhindert. Die juristische Fakultät der Universität Heidelberg stellt daraufhin den Lehrbetrieb ein.

28. Oktober 1970: der Vortrag von OB Zundel über „Städtebau in der Kommunalpolitik“ im Studium Generale der Universität Heidelberg findet nicht statt, weil Zundel aufgrund einer Intervention des AstA wieder ausgeladen wurde

29. Oktober 1970: Universitäts-Vollversammlung zur Einstellung des Lehrbetriebs der juristischen Fakultät

Oktober 1970: die ersten Ausgaben der Zeitschriften Call Up und SDA (Soldiers for Democratic Action) werden von US-Soldaten in Heidelberg publiziert (vgl. 16. Juni 1969, 4. Juli 1970, 16. Juli 1970, 4. September 1970)

Oktober 1970: der erweiterte Kaufhof (Hauptstraße) wird eröffnet

Oktober 1970-Juni 1971: die OEG-Brücke über den Neckar wird abgerissen

Herbst 1970: Gründung des Vereins zur Bekämpfung der Rauschgiftgefahr in Heidelberg (Mitgründer: Henky Hentschel)

4. November 1970: Kultusminister Hahn bezeichnet in einem Gespräch mit dem SPK das SPK als "Wildwuchs, der nicht länger geduldet werden kann"

9./10. November 1970: Universitäts-Rektor Rendtorff geht mit Prorektor Dr. Cornelius Noack und Dr. Spazier zum SPK in die Rohrbacherstraße. Er unterschreibt eine interne Abmachung mit dem Versprechen, er werde im Sinne der Erklärung aktiv werden. - Das SPK veröffentlicht die vertrauliche Erklärung in Flugblättern.

19. November 1970: Teach-in des SPK mit Prof. Peter Brückner, Dr. Spazier, Dr. Huber und anderen Rednern im Hörsaal 13 der Universität Heidelberg (über 1000 Teilnehmer). Prof. Brückner sagt: "Der Stein, den jemand in die Kommandozentrale des Kapitals wirft, und der Nierenstein, an dem ein anderer leidet, sind austauschbar. Schützen wir uns vor Nierensteinen!"

November 1970: das Stadtarchiv zieht in die Heiliggeiststraße 12. Leiter: Stadtarchivar Karl Berchtold. (bis 1982)

21./22. November 1970: Generaldebatte und Spaltung der Heidelberger Linken in der Aula des Studentenwohnheims am Klausenpfad in "A-Fraktion" und "B-Fraktion". Der Asta fällt der A-Fraktion zu. Die "B-Fraktion" gruppiert sich um das Nachfolgeorgan der theoretischen Zeitschrift des SDS Rotes Forum und nennt sich fortan Gruppe Neues Rotes Forum (NRF), Aus der "A-Fraktion" entsteht u.a. am 10. Juli 1971 der Sozialistische Heidelberger Studentenbund. (vgl. Mai 1968)

24. November 1970: der Senat der Universität Heidelberg beschließt mit 1 Gegenstimme: „Das SPK kann keine Einrichtung an der Universität werden.“

28. November 1970: die britische Rockband Deep Purple gibt ein Konzert in der Aula der Neuen Universität (Eintritt: 10 DM)

5. Dezember 1970: Grundsteinlegung des Ärztehaus West (Franz-Knauff-Straße 2, Einweihung 1972)

10. Dezember 1970: Baugenehmigung der Stadt für die Siedlung Emmertsgrund

23. Dezember 1970: Übergabe der Pestalozzischule II (vgl. 6. September 1965)

Dezember 1970: Dr. Jens Christian Jensen wird als Kustos des Kurpfälzischen Museums verabschiedet (Nachfolger: Dr. Berndmark Heukemes)

31. Dezember 1970: Brandanschlag auf ein im Rohbau befindliches Gebäude des PLK Wiesloch

1970: das Heidelberger Fremdenblatt (seit 1889) stellt sein Erscheinen ein

1970: Nils Kroesen (1942-2018) wird Geschäftsführer des Verkehrsvereins Heidelberg

1970: das Kunsthistorische Institut der Universität nimmt die Daten von ca. 400 Gebäuden der Altstadt auf und stellt sie in einer Liste zusammen. Daraus entsteht die Vorläufige Liste der Kulturdenkmale (Liste A Baudenkmale), Stand 1977/78 (ca. 900 Objekte, vgl. 1990)

1970: Christoph Kühlewein übernimmt nach dem Tode von Bruno Penzien kommissarisch die Leitung der Heidelberger Studentenkantorei

1970: der Kantor und Leiter des Bachchors Heidelberg Erich Hübner erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande

1970: Hans Gercke wird freiberuflicher künstlerischer Leiter des Heidelberger Kunstvereins (vgl. 1975, 1979)

1970: Helmut Eisenlohr wird Geschäftsführer der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (vgl. 1994)

1970: die Universität Heidelberg hat 240 Lehrstuhlinhaber

1970: in Heidelberg gibt es 32 Drogerien

1970: 14,4 % der Heidelberger Bevölkerung ist über 65 Jahre alt

1970: in dem vom Ulmer Professor Karlheinz Schaechterle (1921-2008) erstellten Generalverkehrsplan wird vorgeschlagen, das Straßenbahnnetz auf ein Rumpfnetz zu reduzieren. Hierbei sollte nur noch die Strecke Handschuhsheim–Leimen und ein Abzweig über Hauptbahnhof nach Eppelheim übrig bleiben. Auch die Strecke durch die Hauptstraße zum Karlstor wird in Frage gestellt. (vgl. 1978)

Thesen zum Altstadt-Teil des Schaechterle-Plans

1970: das evangelische Pfarrhaus in Rohrbach (Am Heiligenhaus 14), ein Barockbau mit Mansarddach, westlich an das „Heiligenhaus“ angebaut, wird zerstört und durch einen Neubau ersetzt

1970: Fertigstellung des neuen Krankenhauses Salem (Handschuhsheim). Es enthält insgesamt 252 Betten mit den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie, später auch Anästhesie und Urologie.

1970: die Klingenteichturnhalle des HTV wird an die Stadt verkauft. Die Vereinsgastwirtschaft wird geschlossen.

1970-1975: Bau des Theoretikums der Medizinischen Fakultäten im Neuenheimer Feld 305

vor 1970: am Haus Mittelbadgasse 13/Zwingerstraße 15 ("Alte Gundtei") werden zwei Barockmadonnen entfernt und sind seitdem verschwunden, die Nischen werden beim Abbruch des Hauses zerstört. Die hausbesitzende Brauerei schenkt die Madonnen 1975 der Stadt Heidelberg. Die Stadt überläßt sie „als Leihgabe der Brauerei (...), die sie in der Wohnung des damaligen Vorstandsvorsitzenden aufstellt. Wenn diese Wohnung nicht mehr genutzt werde, müssen sie zurückgegeben werden. Die beiden Madonnen werden im Inventar des Kurpfälzischen Museums geführt.“ (Heidelberger Amtsanzeiger, 1. 2. 1990, S. 3)

1970-1973: die alte katholische Kirche St. Bartholomäus in Wieblingen (1744-1746 von Johann Jakob Rischer erbaut) wird wegen des Straßenverkehrs um ein Joch verkürzt, die Fassade um 4,5 m zurückgesetzt, die Empore beseitigt, die Kirche außen renoviert

1. Januar 1971: das Regionale Rechenzentrum Heidelberg nimmt seine Tätigkeit auf (später: Mannheimer Straße 27)

1. Januar 1971: der Name der Stiftung Berufsförderungswerk Heidelberg wird in Stiftung Rehabilitation Heidelberg (SRH) geändert http://de.wikipedia.org/wiki/SRH_(Unternehmen)

13. Januar 1971: Universitätsvollversammlung; Abstimmungsniederlage des AStA der Universität Heidelberg zugunsten einer Fortführung des Gremien-Boykotts

20. Januar 1971: Rücktritt des AStA aufgrund der Abstimmungsniederlage auf der Vollversammlung am 13. Januar

Januar 1971: das katholische Gemeindehaus im Pfaffengrund wird fertiggestellt

Januar 1971: Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe halten sich in der Wohnung der Studentin Margrit Schiller in Heidelberg auf

1.-5. Februar 1971: Wahlen zum Studentenparlament der Universität Heidelberg. Sieger: "A-Fraktion", die den AStA für das kommende Sommersemester stellt

12. Februar 1971: Demonstration aus Anlaß des Einmarsches südvietnamesischer Truppen in Laos

[15. Februar1971: Decimal Day in Großbritannien: 1 pound sterling geteilt in 100 new pence]

16. Februar 1971: BP Gustav Heinemann besucht das Deutsche Krebsforschungszentrum

1. März 1971: Peter Schumann (*1933) wird Kantor an Heiliggeist und übernimmt die Leitung der Heidelberger Studentenkantorei (vgl. 1998)

10. März 1971: mißglückter Sprengstoffanschlag auf das Finanzamt Heidelberg

[26. März 1971: Militärisches Eingreifen der pakistanischen Zentralregierung in Ostpakistan, Unabhängigkeitserklärung Bangladeschs, Massenexodus von ca. 10 Mio. Flüchtlingen nach Indien]

20. April 1971: Dr. Helmut Jendreiek (1928-2006) wird Schulleiter des Bunsengymnasiums (bis 1991; vgl. 1. August 1956, 31. Juli 1970)

April 1971: im Flur des Hauses Untere Straße 20 [Vorhof zur mittelalterlichen Synagoge] wird ein Stein aus dem Jahre 1354 (?) mit einer hebräischen Inschrift gefunden, vielleicht der (gevierteilte) Rest eines Grabsteins vom mittelalterlichen jüdischen Friedhof. Das Fragment befindet sich heute im Kurpfälzischen Museum Heidelberg, eine Replik in der Heidelberger Synagoge. /http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm

Frühjahr 1971: Beginn der Arbeiten zu den Wohnbauten auf dem Emmertsgrund (vgl. Mai 1967, Herbst 1967)

1. Mai 1971-1988: Jutta Wagner Leiterin der städtischen Musik- und Singschule. Die Schule wird mit dem Konservatorium und der Musikschule Hekler vereinigt.

13. Mai 1971: Urteil des Amtsgerichts Heidelberg auf Räumung der Räume in der Rohrbacherstraße 12 durch das SPK

19. Mai 1971: am Historischen Seminar der Universität Heidelberg werden die Lehrveranstaltungen bis auf weiteres eingestellt, nachdem in mehreren Vorlesungen Diskussionen über die Lehrinhalte gefordert worden waren

24. Mai 1971: eine Vertreterin der Provisorischen Revolutionsregierung Südvietrnams spricht auf einer Informationsveranstaltung über Vietnam

[25. Mai 1971: das Gesetz zum Schutz der Kulturdenkmale (Denkmalschutzgesetz) des Landes Baden-Württemberg tritt in Kraft (geändert 1983, 1987, 1993, 2001)]

Ostern 1971: das 1927 in der Bergheimerstraße 59 eröffnete, 1945 beschlagnahmte, 1953 wiedereröffnete Capitol-Kino wird geschlossen und 1974/77 zerstört

28. Mai 1971: Die Heidelberger Gruppe NRF organisiert sich als Kommunistische Gruppe (NRF)

Mai 1971: der Neckarmünzplatz wird bewachter Parkplatz für Omnibusse

Mai 1971: Selbstmord des AStA-Vorsitzenden Jürgen Krause

2. Juni 1971: Wiederaufnahme des Lehrbetriebs am Historischen Seminar der Universität Heidelberg

2. Juni 1971: Eröffnung der Psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studenten (PBS) der Studentenhilfe Heidelberg e.V., Leiter: Dr. Dieter Spazier

9. Juni 1971: Studenten, Medizinalassistenten, Schwestern und Schwesternschülerinnen demonstrieren gegen eine neue Klinikordnung

12. Juni 1971: Demonstration gegen Fahrpreiserhöhung bei der HSB, an der sich 3000 Personen beteiligen

15. Juni 1971: Zehn Dozenten des Historischen Seminars der Universität Heidelberg stellen ihre Lehrveranstaltungen ein

24. Juni 1971: in den frühen Morgenstunden schießen Unbekannte bei einer Verkehrskontrolle in Wiesenbach auf einen Polizeiposten und flüchten. Da ein Zusammenhang mit der Baader-Meinhof-Gruppe vermutet wird, schaltet sich das Bundeskriminalamt ein. Obwohl 350 Beamte ihn suchen, ist der Schütze nicht zu finden. Am nächsten Tag durchsucht die Polizei die Räume des SPK in der Rohrbacher Straße und Privatwohnungen in Heidelberg und nimmt acht Mitglieder fest. Zwei davon bleiben unter dem Verdacht der Unterstützung der RAF inhaftiert, die anderen, auch Dr. Wolfgang Huber, werden nach Verhören freigelassen (vgl. 12. Februar 1970).

26. Juni 1971: Teach-in des SPK, zu dem es im Flugblatt mit dem Titel "Aus der Krankheit eine Waffe machen!" aufruft (ca. 500 Teilnehmer)

28. Juni-2. Juli 1971: Wahlen zum Studentenparlament an der Universität Heidelberg. Die "A-Fraktion" erringt die Mehrheit sowie den AStA

29. Juni 1971: Demonstration gegen den neuen Oberkommandierenden der US-Truppen in Europa, der zuvor Oberkommandierender des Bereiches Saigon der amerikanischen Truppen in Südvietnam war

2. Juli 1971: "Patienten-Info" Nr. 49 des SPK ("MAHLER, MEINHOF, BAADER - das sind unsere Kader!")

5. Juli 1971: Teach-in des SPK im Hörsaal 13 der Universität (200 Teilnehmer)

10. Juli 1971: der Sozialistische Heidelberger Studentenbund (SHS) wird gegründet

13. Juli 1971: Selbstauflösung des SPK. Im letzten Flugblatt sind die Buchstaben "SPK" durchgestrichen und durch "RAF" ersetzt; darunter eine Art Gedicht: "Wenn wir umzingelt sind, entweichen wir. Wir werden überleben, denn wir wehren uns...."

16. Juli 1971: Gründung des Informationszentrum Rote Volksuniversität (IZRU) durch ehemalige Mitglieder des SPK

17. Juli 1971: erstes Flugblatt des Informationszentrum Rote Volksuniversität (IZRU) ("Das Sozialistische Patientenkollektiv gibt es nicht mehr")

19. Juli 1971: Dr. Wolfgang Huber (ehemals SPK) wird verhaftet

21. Juli 1971: 300 Polizisten durchsuchen im Rahmen eines Großeinsatzes gegen das aufgelöste SPK mehrere Häuser in Heidelberg, u.a. in der Sandgasse 9 und 11. Bei den Durchsuchungen werden eine Ausrüstung zur Fälschung von Führer- und Kfz-Scheinen, Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden. 7 SPK-Mitglieder werden festgenommen.

22. Juli 1971: Zwangsräumung der Räume in der Rohrbacherstraße 12

23. Juli 1971: Eröffnung der Heimatstube im ersten Stock des Rohrbacher Rathauses (vgl. 30. März 1996)

September 1971: Eröffnung der Grundschule Hasenleiser

[15. August 1971: der US-Präsident Richard Nixon gibt die Abkehr der USA vom Prinzip der Golddeckung des Dollars bekannt]

22. August 1971: Eröffnung des seit 1969 gebauten Parkhaus 12 (Kornmarkt; Architekten: Gerhard Hauss, Hans Richter)

1. September 1971: Einstellung der Straßenbahn-Linie 2 Tiefburg-Hauptbahnhof. Der Verkehr durch die Steubenstraße entfällt. (vgl. 13. Mai 1946)

1. September 1971: Einstellung der Busverbindungen der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG zum Schloß-Wolfsbrunnenweg, Heiligenberg, Hegenichhof (vgl. 11. Juni 1953, 10. Februar 1955)

1.-4. September 1971: Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG

1. September 1971: Grundsteinlegung für das Hauptpostamt (Kurfürsten-Anlage/Belfortstraße) (vgl. Juni 1974, 1997)

[3. September 1971: Vier-Mächte-Abkommen über Berlin]

23. Oktober 1971: Einweihung des Neubaus des Evangelischen Kirchenmusikalischen Instituts (Hildastraße 8)

24. Oktober-31. Dezember 1971: Archäologische Ausstellung von Dr. Berndmark Heukemes in der Gartenhalle des Kurpfälzischen Museums

Oktober-31. November 1971: Ausstellung von Bildern mit Dokumenten zu Straßenbenennungen in der Deutschen Bank (Friedrich-Ebert-Anlage 1)

3. November 1971: Demonstration gegen das Vorgehen der Polizei gegen das ehemalige SPK

6. November 1971: Teach-in des IZRU in der Universität (ca. 1000 Teilnehmer)

6. November 1971: der Abschnitt der Hauptstraße zwischen Grabengasse und Sophienstraße wird an Wochenenden für den Fahrverkehr gesperrt (vgl. 1. November 1969)

9. November 1971: das Mathilde-Vogt-Haus (Schwarzwaldstraße 22) wird eröffnet

November 1971: Eröffnung des Pavillon des Verkehrsvereins am Hauptbahnhof

13.-17. Dezember 1971: Wahlen zum Studentenparlament der Universität Heidelberg. "A-Fraktion" und SHS erringen die Mehrheit und stellen den neuen AStA

[17. Dezember 1971: die Staatssekretäre Egon Bahr (Bundesrepublik) und Michael Kohl (DDR) unterzeichneten in Bonn das Berlin-Transitabkommen, mit dem der Reise- und Warenverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin geregelt wird. Es ist die erste deutsch-deutsche Vereinbarung auf Regierungsebene]

19. Dezember 1972: Dres. Wolfgang Huber und Ursel Huber werden wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zu je 4½ Jahren Gefängnis verurteilt. Siegfried Hausner wird zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt.

20. Dezember 1971: Rücktritt des AStA der Universität Heidelberg aufgrund von internen Differenzen im SHS. Die "A-Fraktion" ist nicht in der Lage, den AStA zu halten. Er wird nach Neuwahlen von der Kommunistischen Hochschulgruppe (KHG) übernommen.

Dezember 1971: das neue Postamt Wieblingen (Maaßstraße 39) wird übergeben

1. Januar 1971: Manfred Lautenschläger und Eicke Marschollek gründen in Heidelberg das Finanzmaklerbüro Marschollek, Lautenschläger und Partner KG (1988: MLP AG, Zentrale heute in Wiesloch)

1971: Der Süddeutsche Rundfunk beginnt in der Villa Bosch (Schloß-Wolfsbrunnenweg 33) mit den Sendungen des Studio Heidelberg (vgl. 14. September 1946, 1967, 1994)

1971: Gründung der anglikanischen Gemeinde Heidelberg („English Church“)

1971: August Ueberle verkauft die Überfahrtsrechte über den Neckar zwischen Bergheim und Neuenheim (vgl. 1902)

1971: Auflösung des städtischen Forstamts Heidelberg

1971: Einführung des interkontinentalen Selbstwähl-Fernsprechdienstes in Heidelberg

1971: die Verkehrsunternehmen MVG, OEG, VBL, HSB, RHB gründen die Zentralwerkstatt für Verkehrsmittel (ZWM) auf dem Gelände des Betriebshofes Mannheim-Augartenstraße (heute Möhlstraße)

1971: Prof. Dr. Karl Doehring wird Leiter der Heidelberger Sektion des Bund Freiheit der Wissenschaft

1971: das Barockhaus (Kolonialwarenhandlung Friedrich Dewald) an der Stelle der siebten Schlierbacher Mühle wird zerstört

1971: Vereinigung der Hochschule für Musik und Theater Heidelberg mit der Hochschule für Musik und Theater Mannheim zur Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim

[1971: das Städtebauförderungsgesetz tritt in Kraft]

[1971: das Wohnraumkündigungsgesetz mit dem Kernstück "gesetzlicher Kündigungsschutz" wird im Bundestag verabschiedet]

1971: die Herbstmesse findet zum letzten Mal auf dem Alten Meßplatz (Czernyring) statt

1971: Teilrekonstruktion der manieristischen Gartenanlage des Hortus Palatinus. Das Schloßparkcasino wird zerstört.

1971: Gründung der Musik-Gruppe Elster Silberflug

1971/72: das Universitätsarchiv (ab 1953 im Südflügel der Neuen Universität) wird in die ehemalige Bankfiliale am Friedrich-Ebert-Platz 2 verlegt (vgl. 7. April 1999)

1. Januar 1972: eine Sonderrückfahrkarte 2. Klasse Karlsruhe-Durlach─Heidelberg Hbf kostet 6,60 DM

[10. Januar 1972: das Betäubungsmittelgesetz löst das Opiumgesetz ab]

12. Januar 1972: Beginn des sog. Cabora-Bassa-Prozesses gegen neun Heidelberger Studenten, die sich an der Demonstration vom 19. Juni 1970 beteiligt hatten

13.-16. Januar 1972: „Antiimperialistische Woche“ des AStA der Universität Heidelberg

17. Januar 1972: der Große Senat der Universität Heidelberg wählt Rolf Rendtorff für eine weitere Amtszeit von drei Jahren zum Rektor

[30. Januar 1972: im nordirischen Derry eröffnen britische Soldaten ohne Warnung das Feuer auf Demonstranten (13 Tote)]

Januar 1972: das Bundesleistungszentrum im Handschuhsheimer Feld wird übergeben

9. Februar 1972: die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Heidelberg beabsichtigt, eine Gastprofessur für Prof. Peter Brückner einzurichten, was an den Einwänden des Rektorats scheitert

16./17. Februar 1971: Besuch des BP Gustav Heinemann in Heidelberg

17. Februar 1972: Teach-in mit Prof. Peter Brückner in der Universität Heidelberg (vgl. 6. Dezember 1972)

18. März 1972: Großbrand der Herrenmühle (1973 zerstört)

März 1972-1998: Dr. Dieter Poley ist zoologischer Leiter des Tiergarten

[1. April 1972: in Weinheim wird das Software-Unternehmen SAP gegründet. (1977 Umzug nach Walldorf)]

8. April 1971: eine 21jährige Patientin des SPK stürzt sich vom Gaisbergturm

15./16. April 1972: in der Nacht werden an zahlreichen öffentlichen Gebäuden in Heidelberg sowie an den Privathäusern mehrerer Professoren Parolen geschmiert mit "Mörder", "Mörder=Selbstmörder", "Mord=Selbstmord"

April 1972: Gründung des katholischen Bildungszentrum für die kirchliche Region Rhein-Neckar (im ehemaligen Studentinnenwohnheim St. Hildegard/Ziegelhausen; am 1. Oktober 2006 aus finanziellen Gründen geschlossen)

11. Mai 1972: Demonstration zum US-Hauptquartier und Proteste gegen die Eskalation des Vietnam-Krieges und die Verminung der Häfen Nordvietnams durch die USA

24. Mai 1972, 18.10 Uhr: Auf das europäische Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in Europa in Heidelberg, wo der Zentralcomputer installiert ist, mit dem die US-Flugeinsätze über Süd- und Nordvietnam koordiniert werden, wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem drei Soldaten (Clyde Bonner, Ronald Woodward, Charles Peck) ums Leben kommen und fünf weitere verletzt werden. Das Kommando 15. Juli der RAF (Irmgard Möller, Angela Luther) übernimmt am 25. 5. 1972 die Verantwortung. "Für die Ausrottungsstrategen von Vietnam sollen Westdeutschland und Westberlin kein sicheres Hinterland mehr sein", hatten die Terroristen am 14. Mai 1972 verkündet. "Sie müssen wissen, daß ihre Verbrechen am vietnamesischen Volk ihnen neue erbitterte Feinde geschaffen haben."

[31. Mai 1972: bisher größte bundesweite Fahndungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik (gegen die RAF)]

Juni 1972: Streik am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg und Organisation eines "alternativen Lehrbetriebs"

26.-30. Juni 1972: Wahlen zum Studentenparlament an der Universität Heidelberg. Die KHG gewinnt die Mehrheit und den AStA

3. Juli 1972: Fertigstellung des Deutschen Krebsforschungszentrums („Betriebsstufe II“) im Neuenheimer Feld (vgl. 31. Oktober 1964)

15. Juli 1972: der Abschnitt der Hauptstraße zwischen Universitätsplatz und Heiliggeistkirche wird zur Einbahnstraße in östlicher Richtung

1.-10. August 1972: XXI. Weltspiele der Gelähmten in Heidelberg

2. August 1972: BP Gustav Heinemann eröffnet die XXI. Weltspiele der Gelähmten in Heidelberg auf dem Universitätssportgelände im Neuenheimer Feld

25. September 1972: Einweihung des Deutschen Krebsforschungszentrums im Neuenheimer Feld (vgl. 31. Oktober 1964)

1. Oktober 1972: Stilllegung der Straßenbahnlinie Rohrbach-Kirchheim und Übernahme durch Bus (vgl. 1910)

1. Oktober 1972: der regelmäßige elektrische Zugverkehr zwischen Heidelberg und Heilbronn wird aufgenommen

23. Oktober 1972: Georg Genthner gründet die Jugendfeuerwehr Handschuhsheim

24. Oktober 1972: die Sitzung des Kleinen Senats der Universität Heidelberg, auf der die Abschaffung des Studium Generale beschlossen werden soll, wird von Studenten gesprengt

6. November 1972: Teach-in der IZRU (Informationszentrum Rote Volksuniversität)

13. November 1972: der Vortrag des Juristen Professor Niederländer im Großen Senat wird von Studenten gesprengt. Die Mehrzahl der Dozenten der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg beschließen, alle Lehrveranstaltungen einzustellen.

14. November 1972: der Kleine Senat der Universität Heidelberg beschließt die Abschaffung des Studium Generale

15. November 1972: letzter Studium-Generale-Vortrag an der Universität Heidelberg

19. November 1972: Rücktritt des Rektors der Universität Rolf Rendtorff

20. November 1972: die Sitzung des Großen Senats der Universität Heidelberg wird von Studenten gesprengt

21. November 1972: mehrere Vorlesungen von BuFW-Mitgliedern an der Universität Heidelberg werden von Studenten gesprengt. - Universitätsvollversammlung

November 1972: der Kommunistische Arbeiterjugendbund (Neues Rotes Forum) Mannheim/Heidelberg (KAJB (NRF)) gibt erstmals die Kommunistische Jugendzeitung (KJZ) heraus

Dezember 1972: Einzug der ersten Bewohner des Emmertsgrund

6. Dezember 1972: eine Veranstaltung zum Thema "Innenpolitische Situation und Kampf gegen den braunen Bund Freiheit der Wissenschaft" in der Neuen Universität, bei der Prof. Peter Brückner sprechen soll, wird auf Weisung des baden-württembergischen Kultusministers unter Einsatz von 1153 Polizisten unterbunden. Protestkundgebung auf dem Marktplatz.

18. Dezember 1972: die Sitzung des Großen Senats im Neuenheimer Feld zur Wahl des neuen Rektors wird von Studenten gesprengt

19. Dezember 1972: Prof. Hubert Niederländer wird im Heidelberger Rathaus unter Polizeischutz zum neuen Rektor der Universität gewählt. - Dr. Wolfgang Huber und Dr. Ursel Huber werden wegen "Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Sprengstoffherstellung und Urkundenfälschung" zu je 4½ Jahren Gefängnis verurteilt und verlieren ihre ärztliche Approbation (vgl. 12. Februar 1970; im Januar 1976 aus der Haft entlassen). Siegfried Hausner wird zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt (1974 entlassen, geht zur RAF).

[21. Dezember 1972: Einstellung des Eisenbahnbetriebs mit Dampfloks durch die Deutsche Bundesbahn]

1972: Gründung der Bürger für Heidelberg http://www.buerger-fuer-heidelberg-ev.de/index.htm (vgl. März 1974)

1972: Anlage des Schulgartens der Wilckensschule hinter dem Radium-Solbad (Iris- und Lilienfeld) durch Lehrer Kurt Huber

1972: die Messe findet erstmals auf dem Neuen Meßplatz (Kirchheimer Weg) statt

1972: Einführung der Koedukation am Hölderlingymnasium

1972: Bezug des Betriebsgebäudes des Wasserwerk Rauschen

1972: Beginn der Altstadtsanierung. Der Altstadtbeirat wird einberufen.

1972: Hubertus Wald verkauft das Harmonie/Lux-Kino an die „Olympic“-Filmbetriebe, die bald darauf in der UFA-Kinokette des Heinz Riech aufgehen. Das Gebäude bleibt im Besitz der „Hubertus Wald-Stiftung“ (vgl. 1955; 1956; 1980) http://www.allekinos.com/HEIDELBERG%20HarmonieLux.htm

1972: Walter Torka (†2004) übernimmt die Buchhandlung Kurt Ziehank am Universitätsplatz

1972: das Ehepaar Dr. Gunter und Ursula Konrad schenkt dem Völkerkundemuseum eine Sammlung aus Neuguinea (Asmat; vgl. 1989)

1972: das Umspannwerk Süd des Elektrizitätswerks geht in Betrieb

1972: die 1969 gegründete Unternehmung zur beruflichen Rehabilitation Behinderter wird Fachhochschule (heute: SRH Hochschule Heidelberg; vgl. 2004)

1972: der Hauptbahnhof Heidelberg wird als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt

1972: Untersuchung der Römerbrücke über den Neckar. 43 Eichenpfähle der Pfeilergründungen werden geborgen.

1972-74: Bau des Fernheizwerks West am Klausenpfad

1. Januar 1973: Die baden-württembergische Kreisreform tritt in Kraft. Der Landkreis Heidelberg wird mit dem Landkreis Mannheim und dem Landkreis Sinsheim zum Rhein-Neckar-Kreis vereinigt. Heidelberg bleibt kreisfreie Stadt und wird Kreisstadt des neuen Landkreises

1. Januar 1973: Amtsantritt des 2. Bürgermeister Dr. Dieter Klette (*1936)

1. Januar 1973: die Evangelische Gemeinschaft und die Methodistische Gemeinde Heidelberg schließen sich zusammen

[11?. Januar 1973: Demonstration gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam in Bonn]

15. Januar 1973: Die Rockband Genesis tritt in der Stadthalle auf (mit Lindisfarne und Capability Brown)

15.-19. Januar 1973: Wahlen zum Studentenparlament der Universität Heidelberg. Gewinner: KHG. Sie stellt den AStA für das kommende Sommersemester. Aufgrund einer Abstimmungsniederlage auf einer Universitätsvollversammlung tritt der AStA vorzeitig zurück und wird durch einen linksliberalen AStA ersetzt.

Januar 1973: Eröffnung des Postamt 12 (Sophienstraße)

5. Februar 1973: Der Rektor der Universität Heidelberg verbietet ein Teach-in des AStA zum Thema "Studentenprozesse"

6. Februar 1973: Der AStA reagiert auf das Verbot des Teach-in mit der Einberufung einer Universitätsvollversammlung. Der Rektor verbietet die Vollversammlung

7. Februar 1973: Studentinnen und Studenten besetzen das Rektorat der Universität Heidelberg

8. Februar 1973: Eine Vollversammlung der Universität in der Neuen Aula beschließt die Besetzung der Neuen Universität bis zum folgenden Tag. Die Vollversammlung geht in die Besetzung über.

9. Februar 1973: Alle Lehrveranstaltungen in der Neuen Universität fallen aus. Zum Abschluß der Besetzung wird eine Universitätsvollversammlung abgehalten.

13. Februar 1973: Der Rektor der Universität lädt die Bevölkerung zur Besichtigung der Neuen Universität im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" ein, um die bei der Besetzung der Universität durchgeführten Wandbemalungen gegen die beteiligten Studenten zu wenden.

10. März 1973: die Buslinie 29 (Boxberg) bedient auch den Emmertsgrund

10. März 1973: der japanische Theologe und Kirchenhistoriker Ishihara Ken erhält für seine vielseitigen wissenschaftlichen Verdienste die Ehrenwürde der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg

24. März 1973: Gründung der Schutzgemeinschaft Heiligenberg (1. Vorsitzender bis 1997: Dr. Berndmark Heukemes)

11. April 1973: der katholische Pfarrer Anton Klausmann (Pfaffengrund, *1899) stirbt (vgl. 16. März 1989)

April 1973: im Hof der Tiefburg Handschuhsheim wird eine Gedenktafel für den Heimatforscher Dr. Herbert Derwein angebracht

31. Mai 1973: Tod von Anton Lehmann nach einem Schußwechsel seitens der Heidelberger Polizei im Mörgelgewann (vgl. 18. Juni 1973)

[12. Juni 1973: die Kommunistische Gruppe (Neues Rotes Forum) Mannheim/Heidelberg, der KB Bremen, der KB Göttingen, der KB Osnabrück, der KB Wolfsburg und der Bund Kommunistischer Arbeiter Freiburg gründen den KBW]

17. Juni 1973: Aufhebung der Straßenbahnlinien 7 und 8 nach Leimen und Rohrbach sowie der Wendeschleife und Haltestelle Seegarten und des Schienenverkehrs in der Rohrbacher Straße. Fahrgäste und Geschäftsleute protestieren gegen die Einstellung der Straßenbahnlinien. ("Geschäftsleute sehen ihre Existenz gefährdet", RNZ, 20. 6. 1973). Busbetrieb auf der Strecke Leimen Betriebshof-Wiesloch. (vgl. 2. Januar 1966)

18. Juni 1973: Kundgebung des Verbands der Sinti Deutschlands auf dem Meßplatz (Kirchheimer Weg) mit anschließendem Schweigemarsch durch die Altstadt nach dem Tod von Anton Lehmann am 31. Mai 1973

[11. September 1973: durch einen Militärputsch wird der chilenische Präsident Salvador Allende Gossens gestürzt und ermordet]

[18. September 1973: Aufnahme von BRD und DDR in die UN]

3. Oktober 1973: Einweihung der Müllsauganlage Emmertsgrund

[6.-25. Oktober 1973: Jom-Kippur-Krieg. Überfall Syriens und Ägyptens auf Israel. Ölembargo der arabischen Staaten über die USA und ihre Verbündeten bis März 1974]

Oktober 1973: der 1902 errichtete Wasserturm in Kirchheim wird zerstört

Oktober 1973: Stephanie Pellissier erhält als erste Frau die Heidelberger Bürgermedaille

Oktober 1973: das Polizeirevier Handschuhsheim zieht aus dem Rathaus aus

Oktober 1973: Dr. Helmut Kretz, Leiter der Universitäts-Poliklinik, wird fristlos entlassen und erhält Hausverbot in der Klinik (vgl. 13. Oktober 1969)

5. November 1973: Sprengung einer AStA-Veranstaltung mit BuFW-Gründungsmitglied Richard Löwenthal durch die KHG

13. November 1973: Das Landgericht Heidelberg verurteilt den Kernphysiker Professor Heinz August Filthuth (1925-2016), Direktor des Instituts für Hochenergiephysik der Universität Heidelberg, nach neunzehnmonatiger Untersuchungshaft wegen Untreue, Betrug und Urkundenfälschung zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe. Es geht um insgesamt 3,6 Millionen DM Staatsgelder, von denen er 230.000 DM privat verwendet haben soll. Zwei Millionen wurden sichergestellt, der Rest scheint für wissenschaftliche Zwecke verwendet worden zu sein, jedoch unter Mißachtung oder Umgehung zahlreicher Haushaltsvorschriften. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41222662.html http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41222661

[23. November 1973: die Bundesregierung beschließt einen sofortigen Anwerbestopp für ausländische Arbeitnehmer]

[25. November 1973: erster von vier "autofreien" Sonntagen in der BRD]

November 1973: die Handelslehranstalt I nennt sich Willy-Hellpach-Schule (vgl. 1987)

4. Dezember 1973: BK Willy Brandt besucht das Deutsche Krebsforschungszentrum

6. Dezember 1973: die Gärtnerei Wetzel zieht von der Peterstaler Straße (Ziegelhausen) zu den Fennenbergerhöfen (vgl. Dezember 1962)

Dezember 1973: die Schulgasse wird für den Kfz-Verkehr gesperrt („Ein beachtliches und besonders interessantes Stück der Altstadt wird in diesen Tagen den Fußgängern zurückgegeben. Auffälligste Veränderung gegenüber dem seitherigen Zustand: die ehemalige Jesuitenkirche (...) wird weder vor der Front noch längs ihrer Seitenwand einen Sockel von Autos haben.“ - Günter Heinemann in: Heidelberger Amtsanzeiger, 14. 12. 1973)

1973: Gründung der Nahverkehrsgesellschaft Rhein-Neckar (im November 1989 aufgehoben)

1973: Gründung des Vereins Freunde und Förderer der Englischen Kirche Heidelberg e. V.

1973: die Schuhfabrik Gustav Hoffmann (seit 1938 in der Dossenheimer Landstraße) siedelt nach Walldorf über

1973: das 1914 errichtete Eleonorenhaus (Mühltalstraße) wird als Entbindungsheim geschlossen

1973: Zerstörung der 1370 erstmals erwähnten Herrenmühle

1973: der Gemeinderat beschließt, den Grahampark in eine Ruhe- und Spielzone zu gliedern

1973: die Zeitschrift Carlo Sponti, Zeitschrift für das Leben davor wird in Heidelberg gegründet (-1978)

1973: die 1909 von Franz Sales Kuhn erbaute Villa des Professor Sillib (Bergstraße 110) wird zerstört

1973: Bau der Robbenanlage im Tiergarten

1973: Christian Süss Dirigent des städtischen Orchesters

1973: der 1907 von Carl Lichterfeld (†1952) in der Bahnhofstraße 45 eröffnete Friseursalon (später Bahnhofstraße 31), zieht in die Römerstraße 50 (seit 1980 Salon Lübeck)

1973: die Spedition Henk & Niederheiser beendet den Lastentransport mittels Pferdewagen

1973: die Produktion im am 15. August 1953 eingeweihten Werk Pfaffengrund der Rolf Gläser Strumpfwirkerei, Kurpfalzring 100, wird eingestellt

[1973: Leuenburger Konkordie. Erklärung der vollen Abendmahls- und Kanzelgemeinschaft der reformatorischen Kirchen]

[1973: die Todesstrafe in Schweden wird abgeschafft]

1973/74: Die Bürger des Nachbarorts Dossenheim mit Bürgermeister Heinrich Schumacher setzen sich mit Erfolg gegen die von der Landesregierung geplante Eingemeindung nach Heidelberg zur Wehr.

[1973ff.: Wiederherstellung des Schloßgartens Schwetzingen nach dem originalen Gartenplan des Oberhofgärtners Johann Ludwig Petri]

1973-1976: Restaurierung des Innenraums der Providenzkirche durch Dieter Quast

1973-1977: die alte katholische Kirche St. Bartholomäus in Wieblingen (1744-1746 von Johann Jakob Rischer erbaut) wird innen renoviert (vgl. 1970-1973, 23. 4. 1977)

1. Januar 1974: der Abschnitt der Hauptstraße zwischen Universitätsplatz und Heiliggeistkirche wird an den Wochenenden für den Fahrverkehr gesperrt

6. Januar 1974: Übernahme der Straßenbahnlinie Eppelheim-Schwetzingen durch Bus (Netzlänge der Straßenbahn: 20,3 km) (vgl. 1927)

16. Januar 1974: das Müllkompostwerk Wieblingen mit Resteverbrennung (Mittelgewannweg) wird in Betrieb genommen (1996 stillgelegt)

17. Januar 1974: Sese Seko Mobutu, Präsident von Zaire, besucht Heidelberg

23. Januar 1974: die Universität wirft das Frauenzentrum aus der Plöck 48 hinaus, das Haus wird unbewohnbar gemacht. Die Gebäude Plöck 48 und 50 (Kuno-Fischer-Haus, Kindergarten) werden später zerstört. Erinnerung an Hegel

1. Februar 1974: das Gebäude 1 der Campbell Barracks (Ecke Römerstraße/Rheinstraße; ursprünglich Offiziersmesse der Wehrmacht) wird nach LTG Geoffrey Keyes (September 1945-März 1946 Befehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg) Keyes Building benannt

22. März 1974: Protestversammlung des Stadtteilverein Schlierbach zum Erhalt des Wolfsbrunnen und gegen den Plan, das Schiller-College Heidelberg dort unterzubringen

März 1974: Gründung des Vereins Bürger für Heidelberg e. V. (vgl. 1972) http://www.buerger-fuer-heidelberg-ev.de/index.htm (vgl. März 1974)

22. April 1974: Eröffnung des Frauenzentrums in der Dreikönigstraße 10

April 1974: die Häuser Grabengasse 14-18 werden gegen den Protest von Kunsthistorikern zerstört (1974-1978 Bau des Triplex)

2. Mai 1974: Unterzeichnung des Vertrags zwischen Ziegelhausen und Heidelberg zwecks Eingemeindung. („Demütigend ist für uns die rigorose Mißachtung des Bürgerwillens durch die Landesregierung und die Mehrheitsfraktion des Landtags“ - Bürgermeister Richard Bollschweiler in seinem Schlußwort, Heidelberger Amtsanzeiger) (vgl. 1. Januar 1975)

[6./7. Mai 1974: Bundeskanzler Willy Brandt tritt zurück]

12. Mai 1974: Straßenfest auf dem Emmertsgrund

[16. Mai 1974: Helmut Schmidt Bundeskanzler]

Mai 1974: Fertigstellung des renovierten Handschuhsheimer Schlößchens

Juni 1974: Umzug des Instituts für Geschichte der Medizin in das Theoretikum der Medizinischen Fakultäten im Neuenheimer Feld 305 um (vgl. 1. Oktober 1961)

Juni 1974: die städtische Musik- und Singschule zieht ins Handschuhsheimer Schlößchen

Juni 1974: Umzug des Hauptpostamt von der Rohrbacher Straße 3 in die Belfortstraße (vgl. 1. September 1971, 1997)

1. Juli 1974: Gründung des Gemeindevollzugsdienstes. 8 gemeindliche Vollzugsbeamte überwachen den ruhenden Kfz-Verkehr

4. Juni 1974: Gründung des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim

5. Juli - 25. August 1974: Carl Rottmann 1797-1850. Aquarelle und Zeichnungen aus dem Besitz des Kurpfälzischen Museums (Ausstellung des Kurpfälzischen Museums)

11. Juli 1974: Besetzung des Akademischen Auslandsamts durch Studenten

[9. August 1974: US-Präsident Nixon tritt zurück]

September 1974: der letzte Handschuhsheimer Wirtshaussaal, der Anbau der "Traube" in der Handschuhsheimer Landstraße, wird zerstört

11. September 1974: der Ziegelhäuser Gemeinderat beschließt, Hauptstraße und Heinrich-Stoess-Straße in Kleingemünder Straße umzubenennen

19?. September 1974: die Gebäude Plöck 48 und 50 werden zerstört. Erinnerung an Hegel

29. September-3. November 1974: Gedächtnis-Ausstellung für Friedrich Martinotto im Kunstverein

[9. November 1974: Tod des Häftlings Holger Meins]

1. Dezember 1974: Verlängerung der Straßenbahn-Linie 2 in Eppelheim auf alten Gleisen um 390 m vom Rathaus zur neuen Endstelle Kirchheimer Weg (Eppelheim)

1974: der 1808 erbaute Hegenichhof (Kirchheim) wird zerstört

1974: Alexander Mitscherlich scheidet als Gutachter für den Emmertsgrund aus

1974: die Riedstraße (nach dem 1348 erstmals genannten Sensenried) wird auf Wunsch des DGB-Kreises Rhein-Neckar in Hans-Böckler-Straße umbenannt

1974: zum Andenken an ermordete Widerstandskämpfer wird die Mühlstraße in Bergheim in Fehrentzstraße (nach Heinrich Hermann Fehrentz) und die Rudolf-Stratz-Straße in Neuenheim in Seitzstraße (nach Alfred und Käthe Seitz) umbenannt

1974: Einführung des Gemeinschaftstarifs der OEG und HSB im Stadtgebiet von Heidelberg

1974: Jean-Pierre Moine (1944-2007) gründet das Tierhilfswerk Heidelberg e.V.

1974: Eröffnung der Galerie Sevrugian & Bahls in der Haspelgasse 18

1974: Eröffnung des Café Wema (Bergheimerstraße 79)

1974: die Grund- und Hauptschule für Jungen und Mädchen in der Plöck erhält den Namen Friedrich-Ebert-Grundschule (vgl. 1968)

1974: Nils Weber eröffnet die Rechtsanwaltskanzlei Weber & Partner in Heidelberg

1974: das Institut français de Heidelberg (gegründet 1957) zieht in die Seminarstraße 3

1974: Eröffnung des Fernheizwerks West am Klausenpfad

1974: Helm Stierlin gründet ein an der Universität Heidelberg angesiedeltes Institut für Familientherapie

1974-1978 Bau des Triplex-Gebädes (Grabengasse). Die Häuser Grabengasse 14-18 und (bis auf Hauptstraße 116) alle Häuser auf der Ostseite der Sandgasse werden zerstört.

1974: Fund einer römischen Tonröhre des 2./3. Jhs. in der Quinckestraße 16

1974: Gründung der HS-Reisebüro GmbH (1975 aus der HSB ausgegliedert, ab 1980 Hauptsitz im ehemaligen Stadtpark-Casino)

1974: die Stadt Heidelberg erwirbt das Gelände der 1370 erstmals erwähnten Herrenmühle

1974: 14,9 % der Heidelberger Bevölkerung ist über 65 Jahre alt (vgl. 1970)

1974: Einweihung des zentralen Fernmelde-Technikgebäudes Sophienstraße 12-14

1974: auf Anregung des Lehrers und Heimatforschers Ludwig Merz wird über dem West-Tor des Zeughauses ("Marstall") durch Edzard Hobbing (1909-1974) das Relief eines Salamanders mit Menschenkopf angebracht

[1974: Wiedergründung des Museumsverein Bensheim (vgl. 1908)]

1974/75: der Grüne Hof (Handschuhsheimer Landstraße 82) wird zerstört (jetzt: Römer Pils Stube)

1974-1989: Wilm Weber (1915-2000) Vorsitzender des Vereins Alt Heidelberg

Schuljahresbeginn 1974/75: im Lise-Meitner-Gymnasium wird als letzter öffentlichen Schule die Koedukation eingeführt (vgl. 1981)

1. Januar 1975: Eingemeindung der östlich Heidelberg gelegenen Gemeinde Ziegelhausen. (Der Gemeinderat Ziegelhausen hatte mit 14 Ja- und 3 Neinstimmen zugestimmt). Der letzte Bürgermeister von Ziegelhausen, Richard Bollschweiler (†1997), wird Technischer Direktor bei der Stadt Heidelberg. (vgl. 2. Mai 1974)

In Heidelberg werden folgende Straßen umbenannt:

Am Hahnenberg in Rummerweg

Friedhofstraße in Zum Steinberg

Mühlstraße in Fehrentzstraße (1974)

Rudolf-Stratz-Weg in Seitzstraße (1974)

In Ziegelhausen werden folgende Straßen umbenannt:

Bachweg, seit 1951 Bachstraße in Steinbachweg

Eichendorffweg in Neuer Weg

Goethestraße in Reinhard-Hoppe-Straße

Hauptstraße und Heinrich-Stoeß-Straße in Kleingemünder Straße

Heidelberger Straße in In der Neckarhelle

Panoramaweg in Höhenstraße

Schützenstraße in Robert-Bollschweiler-Straße

Neurottweg in Ezanvillestraße

[1. Januar 1975: Das Alter der Volljährigkeit wird in der BRD auf 18 Jahre herabgesetzt]

7. Januar 1975: Aufgabe des Straßenbahn-Depots in Leimen

17. Januar 1975: Einweihung des umgebauten Rathauses

31. Januar 1975: Einstellung der SWEG-Bahnlinie Wiesloch-Stadt--Dielheim (vgl. 1901, 1922, 1967)

Januar 1975: Hans Gercke wird hauptamtlicher künstlerischer Leiter des Heidelberger Kunstverein (vgl. 1970, 2008)

18. Februar 1975: der Senat der Universität Heidelberg beschließt, das Gebäude des Collegium Academicum (Seminarstraße 2) zu renovieren und der Universitätsverwaltung zu überlassen. Das selbstverwaltete Studentenwohnheim Collegium Academicum wird aufgelöst. (Im Oktober 1976 wird die Umwidmung des Gebäudes zur neuen zentralisierten Universitätsverwaltung beschlossen) http://www.collegiumacademicum.de/geschichte-des-ca/

20. März 1975: der katholische Pfarrer Konrad Glückert (Pfaffengrund) stirbt

März 1975: die Marie-Baum-Schule (Hauswirtschaftliche Schule, Mannheimer Straße 25) wird eingeweiht

20. April 1975: Kommunalwahl. Der KBW erringt mit 3,6 % der Stimmen (ca. 6000) einen Sitz im Gemeinderat, der von der Chemielaborantin Helga Rosenbaum(32) eingenommen wird. (Wird 1976 aus dem Gemeinderat ausgeschlossen. Es folgen bis 1980 noch einige Nachrücker für dieses einzige KBW-Mandat) http://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Rosenbaum

April 1975: Gründung der Wochenzeitung Heidelberger Rundschau (erscheint bis 10. Februar 1983)

[30. April 1975: Ende des Vietnam-Krieges]

[3. Mai 1975: die Gemeinden Edingen und Neckarhausen schließen sich durch die Gemeindereform zu Edingen-Neckarhausen zusammen]

26. Mai 1975: Sprengung des Kamins der Schroedelschen Brauerei (Alte Eppelheimer Strasse/Bluntschlistraße)

1. Juni 1975: der Nachtschalterdienst im Hauptpostamt Belfortstraße wird eingeschränkt. Der Spätschalter ist Montag-Freitag von 18-23 Uhr, Samstag von 12-19 Uhr, Sonntag von 10-18 Uhr geöffnet.

19.-29. Juni 1975: Demonstrationen gegen HSB-Fahrpreiserhöhungen. Nach Ablehnung der Gewerbesteuer-Erhöhung stimmt die CDU-Stadtratsmehrheit für eine ca. 25%ige Erhöhung der Fahrtarife. Ablehnung in der Bevölkerung und den politischen Verbänden, Demonstrationen unter Führung des KBW, Blockaden der Straßenbahnen, Straßenschlachten, Hunderte von Verletzten, Reizgas- und Wasserwerfereinsätze.

http://mao-projekt.de/BRD/BW/KAR/Heidelberg_MIE_HSB_Fahrpreiserhoehung_1975.shtml

23. Juni 1975: durch eine Kesselexplosion bei der Dossenheimer Firma Technochemie treten Schadstoffe (Benazolin) aus und verursachen Schäden im Handschuhsheimer Anbaugebiet

Juni 1975: Dr. Karl Korz erneut zum 1. Bürgermeister gewählt (vgl. 1987, 1992)

2. Juli 1975: der Gemeinderat beschließt den Rahmenplan für die Altstadt-Regenerierung unter Einbeziehung eines Fußgängerbereichs

28./29. Juli 1975: aus dem Badhaus im Schloßgarten Schwetzingen werden Möbel im Wert von 500.000 DM gestohlen

[1. August 1975: mit der Schlussakte von Helsinki aus der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) entsteht die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (Organisation for Security and Co-operation in Europe), eine Staatenkonferenz zur Friedenssicherung. Die Umbenennung wird am 1. Januar 1995 wirksam. 57 Teilnehmerstaaten: alle Staaten Europas außer Kosovo, die Mongolei, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie die USA und Kanada]

19. September 1975: die Stadt Heidelberg und der Tierschutzverein schließen einen Erbbauvertrag über das Grundstück des Tierheims an der Speyerer Schnauz. Zur Unterstützung der Verwaltung des Tierheims wird ein Kuratorium gegründet, dessen Vorsitzender der Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg ist. (vgl. 22. Mai 1996)

12. Oktober 1975: der katholische Pfarrer Ernst Dochat (Pfaffengrund) wird in einem Festgottesdienst von Dekan Prof. Dr. Richard Hauser eingeführt

Oktober 1975: Regine Wolf-Hauschild wird Leiterin der Stadtbücherei Heidelberg (bis 2007)

6. November 1975: Beginn des Hungerstreiks von Dr. Wolfgang Huber und Dr. Ursel Huber im Gefängnis (vgl. 12. Februar 1970)

14. November 1975: Inbetriebnahme des Wichernheim, Einrichtung zur Resozialisierung Obdachloser (Plöck 15/17) (vgl. 1931, 1952, 1969)

[20. November 1975: General Francisco Franco y Bahamonde stirbt in Madrid]

29. November 1975: Einweihung des evangelischen Gemeindezentrums Ziegelhausen (Mühlweg 10)

18. Dezember 1975: der Gemeinderat beschließt das Programm für die Altstadt-Regenerierung mit Festlegung des Fußgängerbereichs von Sophienstraße bis Kornmarkt (vgl. 2. Juli 1975)

1975: Wohnsiedlung Emmertsgrund (nördl. Teil) fertiggestellt

1975: Wohnsiedlung Hüttenbühl (Kirchheim) bezugsfertig

1975: das neue Fernheizkraftwerk Mitte (Alte Eppelheimer Straße) mit 80 m hohem Schornstein geht in Betrieb (Kosten 12 Millionen DM)

1975: das Gelände der Arbeiterwohlfahrt Heidelberg zur Kindertageserholung beim Bierhelderhof wird nach Bundesfinanzminister a.D. Alex Möller benannt (bis 1998)

1975: die Jazzband Bleschpower hat ihren ersten Auftritt (heute Galapagos Big Band)

1975: Freigabe der Umgehungsstraße Ziegelhausen

1975: die Fa. Landfried verlegt die Produktion nach Dielheim

1975: die Mensa im Neuenheimer Feld wird eröffnet

1975: das Gebäude, indem sich seit 1919 das Cafasö befand (Hauptstraße 11-13/Fahrtgasse), wird zerstört

1975: die Wirtschaft zum Rodensteiner (Sandgasse 3, 1887 eröffnet) wird zerstört

1975: Bau des Max-Planck-Instituts für Astronomie auf dem Königstuhl (Architekt: C. Mutschler, Mannheim; vgl. 1969)

1975: Schulleiterin der Elisabeth-von-Thadden-Schule wird Ursula von Rad (vgl. 7. Januar 1946)

[1975: die Personenbahnstrecke Winden/Pfalz-Weißenburg/Elsaß („Maximiliansbahn“) wird eingestellt (1997 reaktiviert)]

[1975: Europäisches Denkmalschutzjahr]

1975-1977: Das Gartengrundstück des Europäischen Hofs (ehemaliger St. Anna-Kirchhof) wird mit einer zweigeschossigen Tiefgarage und den Gebäuden Friedrich-Ebert-Anlage 1 und Sofienstraße 29 unter- und überbaut.

20./21. Januar 1976: Haftentlassung von Dres. Wolfgang und Ursel Huber (vgl. 12. Februar 1970)

12. Februar 1976: Seegarten (1570 erstmals als Sehe garthen erwähnt) und Wilhelm-Erb-Straße (bis 1914: Seegartenstraße) werden in Adenauerplatz umbenannt

3. April 1976: Übergabe des renovierten Rathaus Kirchheim

[4. April 1976: Landtagswahl in Baden-Württemberg]

26. April 1976: Grundsteinlegung für das Bauprojekt Darmstädter Hof (DHC) (vgl. September 1979)

29. April 1976: Grundsatzbeschluß des Gemeinderat zur Herausnahme der Straßenbahn und zur Entwicklung des Fußgängerbereichs in der Hauptstraße (vgl. 18. Dezember 1975, 2. Juli 1975, 4. Juni 1976)

Mai 1976: Hermann Kruger, Nils Kroesen und Reinhold Zundel gründen in New York den Heidelberg Prince Club, später in Heidelberg Club International (HCI) umbenannt www.hcionline.de

4. Juni 1976: Einstellung der Straßenbahnlinie Bismarckplatz-Karlstor. Einführung des Busverkehrs. Umleitung der Linie 1 nach Handschuhsheim Nord

26. Juni 1976: Setzung eines Gedenksteins für Joseph Victor von Scheffel mit Bronze Medaillon auf der Schloßterrasse, gestiftet von der Burschenschaft Frankonia

28. Juni 1976: die Raiffeisenbank Handschuhsheim fusioniert mit der Handels- und Gewerbebank

Juni 1976: Nils Weber und Peter Seng gründen die Initiative zur Beruhigung der Rohrbacher Straße

1. Juli 1976: Teilung der evangelischen Kirchengemeinde Handschuhsheim in Nord-, Süd- und Westpfarrei

4. Juli 1976: die letzte Straßenbahn fährt durch die Hauptstraße (bis dahin nutzten etwa 22.000 Fahrgäste täglich die beiden Straßenbahnlinien durch die Hauptstraße vom Karlstor zum Bismarckplatz)

[27. Juli 1976: Erdbeben der Stärke 8,0 bei Tangshan/China, 250.000 bis 800.000 Tote]

[9. September 1976: Mao Tse Dong stirbt]

20. September 1976: die Straßenbahnschienen in der Hauptstraße werden mit einem Asphaltbelag abgedeckt

1. Oktober 1976: Hans Gölz wird Direktor der HSB

28. Oktober 1976 (zehnjähriger Todestag von Richard Benz): Stiftung der Richard-Benz-Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Heidelberg

Oktober 1976: Einweihung des Wohnstift Augustinum (Jaspersstraße 2)

9. November 1976: Gründung des Bund Natur und Umweltschutz Heidelberg (BNU, seit 1977: BUND, seit 1983: Hauptstraße 42)

1976: Verkehrsfreigabe der Montpellierbrücke

1976: Gründung der Heidelberger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe GmbH (HVV). Die HSB wird in die Holding der Stadtwerke integriert.

1976: Einweihung des 1. Bauabschnitts des Neubaus der Gewerbeschule in der Mannheimer Straße 23 mit Turnhalle durch OB Reinhold Zundel und Schulleiter Armin Karl

1976: die Außenstelle der Robert-Koch-Sonderschule im alten Kirchheimer Schulhaus (Schäfergasse 5) wird aufgelöst (vgl. 29. Juni 1982)

1976: der Caritasverband verkauft das Palais Graimberg (Kornmarkt 5) der Stadt

1976: Prof. Friedrich Heyer gründet in Heidelberg den Verein der Tabor Society, der sich für orthodoxe Kirchenschulen in Äthiopien engagiert www.tabor-society.de

1976: "Gemälde und Skizzen von Carl Happel" (Retrospektive des Kurpfälzischen Museums)

1976: Einrichtung eines provisorischen jüdischen Betraums in der Rohrbacher Straße 18 (vgl. 1986)

1976: Reinhold Zundel (SPD) wird im 1. Wahlgang von 79,6% der Wähler abermals zum Oberbürgermeister gewählt (bis 1990, vgl. 1966)

1976: Johanna Bauknecht, Inhaberin des Schuhladens Winter, Fahrtgasse 16, wird Leiterin des Sanierungsbüros Altstadt, Ziegelgasse (Amt für Stadterneuerung und Liegenschaften; 1986 in den Ruhestand verabschiedet)(vgl. 7. April 1986)

1976: der Braunschweiger Domkantor Dr. Wolfgang Herbst wird zum neuen Direktor des Evangelischen Kirchenmusikalischen Instituts berufen

1976: die Specht/Henschel & Ropertz-Gruppe übeernimmt das Modehaus Kraus

1976: der Verein Siedlungsgemeinschaft Ochsenkopf wird gegründet

1976: das am 31. März 1949 gegründete Kultur-Kartell Heidelberg-Pfaffengrund wird umbenannt in Stadtteilverein Kultur-Kartell Heidelberg-Pfaffengrund e.V.

1976: britische Pioniere aus Hameln bauen am Zollstockbrunnen eine achteckige offene Schutzhütte und einen Fußgängersteg über den Rohrbach

1976: Eva und Gerhard Rönick erwerben die Buchhandlung Georg Weiss am Universitätsplatz von Margarete Faust (vgl. 1804, 1859, 1900, 1976)

1976: die Stadt Heidelberg verkauft den Schneckenbuckel mit dem Kümmelbacher Hof an die Stadt Neckargemünd. Die Kaufhof AG verkauft das Anwesen Kümmelbacher Hof an das Berufsförderungswerk des DGB. Das bfw eröffnet im Kümmelbacher Hof eine Fachschule für Arbeitserzieher, dann für Altenpfleger (bis 2006)

1976: der Dritte-Welt-Laden Ingrimstraße wird eröffnet (später Heugasse 2)

7. Januar 1977: die Oberleitungen der Straßenbahn in der Hauptstraße werden abgebaut

Februar 1977: die Wirtschaft Goldener Engel (Hauptstraße 67, gegründet 1661) wird geschlossen

März 1977: in der Stadtbücherei wird die EDV eingeführt (Rechner im Regionalen Rechenzentrum, Erfassungsgerät in Bücherei)

März 1977: der Gemeinderat billigt die Pläne für den Engelblock (ehemalige Brauerei Engel, Ziegelgasse/Hauptstraße)

12. April 1977: Baubeginn des Fußgängerbereichs in der Hauptstraße

23. April 1977: die seit 1973 innen renovierte alte katholische Kirche St. Bartholomäus in Wieblingen wird mit einem Festgottesdienst eröffnet

13. Mai 1977: ‚aspekte‘-Fernseh-Sendung zur Altstadtsanierung Heidelberg

15. Mai 1977: Baubeginn des RWI-Projekts (Darmstädter Hof, DHC, vgl. 26. April 1976)

Mai 1977: Beginn der Ausgrabungen auf dem Karlsplatz

18. Juni 1977: Einweihung der Heimatstube Ziegelhausen (oberer Saal des ehemaligen Rathaus)

26. Juli 1977: das besetzte Haus Hauptstraße 69 ("Indianer-Kommune") wird von der Polizei geräumt

Juli 1977: eine sowjetische Delegation unter Armeegeneral Jewgeni Iwanowski, Kommandeur der sowjetischen Truppen in der DDR, besucht die amerikanischen Truppen in Heidelberg . Die Delegation wird von der innerdeutschen Grenze bei Eisenach mit dem rollenden Befehlsstand des CINCUSAREUR ("General") nach Heidelberg gebracht.

13. August 1977: die Klingenteichturnhalle wird nach Renovierung wieder als Turnhalle genutzt

18. August 1977: Alwin Schneider (*1933) aus Heiligkreuzsteinach wird katholischer Pfarrer an der St. Vituskirche Handschuhsheim (bis 2007)

August 1977-1978: Neubau der Römerstraßenbrücke (vgl. 22. Juni 1979)

[5. September 1977: Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wird von dem RAF-Kommando Siegfried Hausner in Köln entführt, wobei drei Leibwächter erschossen werden]

September 1977: Einweihung der Graf-von-Galen-Schule (Pfaffengrund)

September 1977: Räumungsklage gegen die Free Clinic zum 31. 10. 1977 (Brunnengasse 18 und 20-24)

September 1977: das gesamte Areal der ehemaligen Brauerei Engel (Engelblock, Hauptstraße 67-69/Ziegelgasse) wird abgerissen

[13. Oktober 1977: vier palästinensische Terroristen entführen die Lufthansa-Maschine Landshut von Palma de Mallorca nach Frankfurt am Main nach Somalia]

[18. Oktober 1977: die GSG9 befreit die Geiseln der "Landshut" in Mogadischu/Somalia. In Stuttgart-Stammheim begehen Bader, Ensslin und Raspe Selbstmord. Hanns-Martin Schleyer wird von der RAF erschossen]

18. Oktober 1977: der Zentralbetriebshof der Stadt Heidelberg (Hardtstraße 2) wird übergeben

Oktober 1977: Eröffnung der Zweigstelle Rohrbach der Stadtbücherei Heidelberg

November 1977: Einweihung des neu gestalteten Blumschen Hauses (Theaterstraße 10, Deutscher Frauenring) Blumsche Stiftung von 1906

Dezember 1977: die Villa Julius (Häusserstraße 10-12, ehemaliges jüdisches Altersheim) wird zerstört

1977: Altstadtarchäologie (Ausstellung von Dr. Berndmark Heukemes mit Funden aus dem 12. bis 17. Jahrhundert in der Rathaushalle)

1977: Franco Libertini und Angelo Bizzulli eröffnen das italienische Lokal Piccolo Mondo (Klingenteichstraße 6)

1977: das Seifengeschäft Klar (Hauptstraße 31) wird geschlossen, die Produktion von der Blücherstraße in die Hatschekstraße 23 verlegt (vgl. 1840, 1885)

1977: Wasserwerk Entensee (Handschuhsheim) in Betrieb

1977: das 1916 eingeschmolzene und 1920 neu errichtete Denkmal für Carl Metz wird von seinem Standort am Klingentor an den Straßenrand am Oberen Faulen Pelz versetzt, um Platz für Polizeifahrzeuge zu machen

1977?: das 1928 in der Bergheimerstraße 59 eröffnete und 1971 geschlossene Capitol-Kino wird zerstört (vgl. 1983)

1977: die 1900 nach Plänen von Josef Durm erbaute Turnhalle des Kurfürst-Friedrich-Gymnasium wird zerstört (Spolien im DHC)

1977: britische Pioniere bauen am oberen Bahofweg die Handschuhsheimer Hütte (1999 renoviert)

1977-1987: Prälat Gerd Schmoll (†2013) Pfarrer der evangelischen Johannes-Gemeinde-Ost (Neuenheim)

1977: Raban von der Malsburg (1946-2011) leitet die Zentrale Studienberatung der Universität Heidelberg (vgl. 1996, 2000)

1977: der 1929 gegründete, 1936 aufgelöste und 1949 wiedergegründete Gemeinnützige Verein Alt-Wieblingen nennt sich nun Stadtteilverein

[1977-2004: Amtszeit von Oberbürgermeister Georges Frêche (Montpellier, †2010), Nachfolger von François Delmas (1913-2002)]

21. Januar 1978: Amtseinführung von OB Reinhold Zundel im Rathaussaal

19. Februar 1978: das evangelische Gemeindehaus neben der Kreuzkirche in Wieblingen wird eingeweiht

Februar 1978: das Verwaltungsgericht Karlsruhe weist die Klage Michael Buselmeiers gegen die Stadt Heidelberg ab, wonach Oberbürgermeister Zundel verboten werden sollte, zu behaupten, Buselmeier sei „als Autor jenseits der Grenze unseres Verfassungsstaates anzusiedeln“

6. März 1978: im Morgengrauen wird das Gebäude des Studentenwohnheims Collegium Academicum der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2, gestiftet am 27. Juli 1945) von der Polizei geräumt und geschlossen. Im Zuge des Polizeieinsatzes werden alle Möbel zerstört. http://www.collegiumacademicum.de/geschichte-des-ca/

22. März 1978: die Free Clinic zieht aus der Brunnengasse aus

April 1978: Umbau des Bismarckplatzes. Das OEG-Provisorium von 1929 am Bismarckplatz wird zerstört.

Mai 1978: der amerikanische Schriftsteller Charles Bukowski besucht Heidelberg

5. Mai 1978: Festbankett im Europäischen Hof anläßlich der Einweihung des Europäischen Laboratoriums für Molekulare Biologie (EMBL) Heidelberg

24./25. Mai 1978: Hochwasser des Neckar (Pegel Karlstor 8,93 m)

Juni 1978-Januar 1979: das Stadttheater ist wegen Sanierung und Umbau geschlossen (u.a. Erneuerung des Gestühls. Kosten: 7,4 Millionen DM)

1. Juni 1978: Klaus Weil wird Leiter des Stadtplanungsamt (bis 1987)

24. Juli 1978: Inbetriebnahme der neuen Gleisanlagen am Bismarckplatz

1. August 1978: Dr. Jörn Bahns, Konservator am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, wird Direktor des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg (Nachfolger von Dr. Klaus Mugdan, bis 1996)

[7. August 1978: Rücktritt des baden-württembergischen MP Hans Filbinger]

[3. September 1978: Erdbeben der Stärke 5,7 RS in Südwestdeutschland (Zollernalbkreis)]

20. September 1978: die Heidelberger Filiale von C&A eröffnet in der Hauptstraße 67-69

30. September 1978: Fußgängerzone Altstadt fertiggestellt

Oktober 1978: im Innenhof der Gloria-Lichtspiele (Hauptstraße, früher Hirschhorner Hof) wird ein mittelalterlicher Brunnen entdeckt

17. November 1978: das Sportzentrum Nord wird eingeweiht und dem TSV Handschuhsheim übergeben (Umzug vom Hellenbach-Sportplatz)

13. Dezember 1978: der Industrielle Max Berk eröffnet das Textilmuseum in Ziegelhausen. (Brahmsstraße 8. Die Textilsammlung Max Berk wird im Januar 2002 dem Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg angegliedert.)

1978: 150 Jahre Gewerbeschule Heidelberg. Die Gewerbeschule I erhält den Namen Carl-Bosch-Schule

1978: die 1973 gegründete und von Manfred Metzner herausgegebene Heidelberger Zeitschrift Carlo Sponti, Zeitschrift für das Leben davor stellt mit Nr. 45 ihr Erscheinen ein

1978: Hans Thill, Manfred Metzner und Angelika Andruchowicz gründen den Verlag Das Wunderhorn

1978: Bau der Wohnanlagen im Handschuhsheimer Langgewann und in Handschuhsheim-Nord (Fritz-Frey-Straße)

1978: Gründung des ersten Heidelberger Waldorf-Kindergartens

1978: Gründung des Friedrich-von-Hardenberg-Institut für Kulturwissenschaften

1978: Gründung des Instituts für Energie- und Umweltforschung IFEU Heidelberg als gemeinnütziger Verein (seit 1991 GmbH)

1978: Gründung der gemeinnützigen Verkaufshilfe des Deutschen Frauenrings

1978: im Wichernheim (Plöck 15/17) wird eine Stuhlflechterei eingerichtet

1978: auf dem Karlsplatz wird der Sebastian-Münster-Brunnen von Michael Schoenholtz errichtet

1978: Edwin Neyer (1913-1984) gestaltet die Brunnenanlage im Marstallhof im Auftrag der Universität http://www.heidelberg.de/site/Heidelberg_ROOT/node/452757/Lde/query/Kulturdenkmale+und+Gedenktafeln.html

1978-1995: Peter Stoltzenberg Intendant des Stadttheaters (vgl. 1968-1973)

1978: Abriß des Prinz Carl (Kornmarkt; vgl 1. September 1986, 15. Oktober-16. November 1987)

1978: die Universitätsinstitute (Erziehungswissenschaften, Orientalistik) ziehen (nach z.T. 50jähriger Miete) aus dem Palais Weimar aus. Es folgt eine generelle Renovierung aller Räume. Bis 1986 ist das Völkerkundemuseum, dem jetzt das ganze Haus zur Verfügung steht, geschlossen.

1978: Thema Heidelberg (Ausstellung des Kunstverein und des Kurpfälzischen Museums)

1978: der Verein Frauennotruf Heidelberg nimmt seine Arbeit auf

1978: der Kantor und Leiter des Bachchors Heidelberg Erich Hübner verfaßt zusammen mit Horst Meusel (Text) anläßlich des 75jährigen Jubiläums der Eingemeindung die Handschuhsheim-Kantate „Hört, Freunde, was sich zugetragen“ für fünf Solostimmen, zwei gemischte Chöre, Männerchor und Orchester, die in der Heiligenbergschule aufgeführt wird

1978: die Fa. Duravit kauft die Sanitäranlagen-Fabrik Heinsteinwerk (Wieblinger Weg) und betreibt sie bis 1995. Dann wird das Betriebsgelände von der Fa. Immobilien-Kraus erworben und weitgehend neu gestaltet:

1978: Gustav A. Ungerer findet im Keller des Atelierhauses Gottmann (Bienenstraße) den Nachlaß (Platten und Negative) der Heidelberger Photographen Ernst Gottmann Vater und Sohn (vgl. 6. Januar bis 24. Februar 1980)  

[1978: der Karakorum Highway, direkte Verkehrsverbindung zwischen Pakistan und China, wird fertiggestellt]

[1978: die Todesstrafe wird in Spanien abgeschafft]

1978-1985: Die Klosterruine St. Michael auf dem Heiligenberg wird "restauriert". Das 1969(?) mit einem Betonkern stabilisierte Fragment des nördlichen Turms des Westwerks der Michaelskirche auf dem Heiligenberg wird 1980 mit rotem Sandstein kaschiert

1. Januar 1979: das seit Juni 1978 wegen Sanierung geschlossene Stadttheater wird wieder eröffnet

[16. Januar 1979: der Schah von Persien flüchtet unter dem Druck von Protesten aus dem Iran]

25. März 1979: Gründung des Freundeskreises des Völkerkundemuseums

26. März 1979: die Grundordnung der Universität Heidelberg legt die Amtszeit des Rektors auf vier (bisher drei) Jahre, die der Prorektoren auf zwei (bisher drei) Jahre fest

5. April 1979: Eröffnung des „Darmstädter Hof Centrum“ (DHC, vgl. 15. Mai 1977, 26. April 1976)

21. April 1979: Inbetriebnahme der neuen Straßenbahn-Haltestelle Rohrbach Süd

21. April 1979: Studiendirektor Ernst Gund wird Leiter der IGH

4. Mai 1979: Elisabeth van Dyck wird beim Betreten einer konspirativen Wohnung von Polizeibeamten erschossen

22. Juni 1979: Freigabe der Hermann-Maas-Brücke (Römerstraße)

29. Juli 1979: Inbetriebnahme des Straßenbahn-Umsetzgleise am Ostrand des Bismarckplatzes

5. August-7. Oktober 1979: Biennale der europäischen Grafik (Marstallhof Heidelberg)

27. September bis 18. November 1979: Carl Theodor und Elisabeth Auguste. Höfische Kunst und Kultur in der Kurpfalz. Ausstellung des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg anläßlich seines hundertjährigen Bestehens als städtische Kunstsammlung

September 1979: der erste Bauabschnitt des DHC mit Geschäftspassagen wird fertiggestellt (Bauherrin: RWI, Stadt Heidelberg; vgl. 5. April 1979, 15. Mai 1977, 26. April 1976)

Oktober 1979: Eröffnung der privaten Hochschule für jüdische Studien Heidelberg auf Initiative des badischen Landesrabbiner Prof. Nathan Levinson, getragen vom Zentralrat der Juden in Deutschland, finanziert aus Bundes- und Landesmitteln (zunächst in Hauptstraße 120; 1983 staatlich anerkannt) (vgl. 2009)

November 1979: Renovierung des Rathaus Handschuhsheim

[27. Dezember 1979: Invasion Afghanistans durch die Sowjetunion]

1979: Gründung des Schwimmbad-Musicclub

1979: Der Chemiker Georg Wittig erhält für die Entwicklung einer allgemein anwendbaren Olefin-Synthese zum Nachbau komplizierter Naturstoffe den Nobelpreis für Chemie

1979: die erste Heidelberger Blindenampel wird am Fußgängerübergang Bergheimer Straße/Mittermaierstraße errichtet

1979: Beim Einbau einer Heizung in der Heiliggeistkirche wird die Fürstengruft aufgedeckt, 53 Fürstenschädel verschwinden. Die gefundenen Gebeine werden in Kartons auf den Dachboden gebracht. Später werden sie in sieben Zinksärgen nachbestattet. Die Gebeine König Ruprechts werden nicht erkannt und 1996 anonym beigesetzt. Die Überreste der Kurfürstin Dorothea (Gattin Kurfürst Friedrich II.) können unberührt und unzerstört geborgen werden.

1979: Aufstellung einer Tafel auf dem Bergfriedhof zum Gedenken an sieben wegen Abhörens von "Feindsendern" hingerichtete Zwangsarbeiter aus dem Elsaß

1979: Gründung der Künstlergruppe 79. Erster Vorsitzender bis 1984: Werner Schaub

1979: die 1911 von Maria Gräfin von Graimberg im Palais Graimberg gegründete Katholische Soziale Frauenschule wird aufgelöst

1979: Claus Bernhard Schmidt wird Leiter der Studentenbücherei

1979: die archäologische Abteilung des Kurpfälzischen Museums zieht in die Schiffgasse 10

1979: Werbeanlagen-Satzung der Stadt Heidelberg (Werbeanlagen, Automaten, Vordächer und Markisen sind so anzuordnen, daß sie "nach Form, Maßstab, Werkstoff, Farbe und Gliederung das Erscheinungsbild des Gebäudes und das Straßenbild nicht beeinträchtigen sowie den historischen, künstlerischen und städtebaulichen Charakter nicht stören". Je Gewerbebetrieb ist nur eine Werbeanlage zulässig, wobei diese auch aus mehreren Teilen bestehen kann, wenn sie insgesamt einheitlich gestaltet ist.

1979/1980: Rekonstruktion des Bittersbrunnen durch die Schutzgemeinschaft Heiligenberg (im Mai 1980 eingeweiht)

1979/1980: im Wieblinger Neckar, Höhe Kläranlage, wird das römische Grabrelief eines Ehepaars gefunden (um 200 n. Chr.; heute im Kurpfälzischen Museum) (vgl.1965)

1979/80: Restaurierung der Stadthalle, Wiedereröffnung als "Kongreßhaus" (Architekt: Hans-Peter Stichs)

1979-1983: General Frederick James Kroesen Oberbefehlshaber der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa (USAREUR)

1979-1989: Johann Kresnik Ballettdirektor am Theater Heidelberg

1979-1990: Prof. Dr. Elmar Mittler Leiter der Universitätsbibliothek Heidelberg

6. Januar bis 24. Februar 1980: Beruf: Photograph in Heidelberg. Ernst Gottmann 1895-1955 (Ausstellung im Heidelberger Kunstverein) (vgl. 1978)

[13. Januar 1980: Gründungsparteitag der „Grünen“ in Karlsruhe]

Februar 1980: das Gelände westlich der Ernst-Walz-Brücke bis zum Wehr Wieblingen wird als Hundewiese ausgewiesen

Februar 1980: Neugestaltung des Vorplatzes der Alten Brücke (Brückentor)

Februar-März 1980: "Die Prinzhorn-Sammlung. Bilder, Skulpturen, Texte aus Psychiatrischen Anstalten" (Ausstellung des Heidelberger Kunstverein im Marstall)

[16. März 1980: Landtagswahl in Baden-Württemberg]

20. März 1980: Eröffnung des Lokals „Zum Brückenaffen“ (Obere Neckarstraße 4)

[6. April 1980: Einführung der Sommerzeit in der BRD]

21. April bis 25. Mai 1980: Hortus Palatinus. Heidelbergs pfälzischer Garten im Spiegel der Jahrhunderte (Ausstellung des Staatlichen Hochbauamt Mannheim und des Staatlichen Liegenschaftsamt Heidelberg im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses)

31. Mai 1980: der Abschnitt Wiesloch-Waldangelloch der Nebenbahn der SWEG wird eingestellt. Auf dem Reststück Wiesloch-Walldorf nach Wiesloch-Stadt wird noch bis 1985 Güterverkehr durch die DB betrieben

Mai 1980: in Heidelberg werden 27.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen den Abriß des Handschuhsheimer Schlößchens und der „Orangerie“ zwecks Neubau eines Bürgerzentrums gesammelt. Das Regierungspräsidium erklärt das Bürgerbegehren für unzulässig.

Mai 1980: Einweihung des erneuerten Bittersbrunnen durch die Schutzgemeinschaft Heiligenberg

13. Juni 1980: Übergabe des Quartiers Fischergasse/Steingasse („Schöneck“)

Juni 1980: Übergabe des renovierten Hofs der Tiefburg

Juli 1980: der letzte kurfürstliche Maulbeerbaum im Stadtgarten bricht zusammen und beschädigt die Figur des "kleinen Harmonikaspielers" von 1936

August 1980: Beginn der Partnerschaft der evangelischen Gemeinde Handschuhsheim mit der evangelischen Gemeinde in Berlin-Marzahn

Ende August 1980: das 1952 eröffnete Programmkino Fauler Pelz (Zwingerstraße) schließt mit der Vorführung des letzten Films "Wut im Bauch" Tod eines Kinos

22. Oktober 1980: Enthüllung der Gedenktafel für Alfred Mombert und für den 40. Jahrestag der Verschleppung der Heidelberger Juden auf dem Mombertplatz (vgl. 1995)

30. Oktober 1980-11. Januar 1981: Flugblätter. Aus der Frühzeit der Zeitung. (Ausstellung des Kupferstichkabinetts des Kurpfälzischen Museums)

31. Oktober 1980: Eröffnung von Egon Hassbecker´s Galerie und Buchhandlung im Haus Cajeth (Haspelgasse 12) http://www.cajeth.de/museum.htm (vgl. 19. 11. 1982, 9. Mai 1992, Mai 1994, Juni 1994, 2013)

Oktober 1980: Wiederwahl des 2. Bürgermeister Dr. Dieter Klette (vgl. 1. Januar 1973)

November 1980: die Schriftsteller Allen Ginsberg und Peter Orlovsky in Heidelberg

Dezember 1980: 50 Jahre HS-Reisebüro (Festakt in der Stadthalle) (vgl. 1927, 1939, 1974, 1975, 1980)

1980: die 1864 gegründete Holz- und Kohlenhandlung Heinrich Oberfeld zieht in die Güteramtsstraße (vgl. 1934)

1980: Gründung der Interessengemeinschaft Handschuhsheim

1980: Innenovierung von St.Vitus (Handschuhsheim) (vgl. 20. Februar 1961)

1980: Gründung der Heidelberger Garagengesellschaft (100% Tochter der Heidelberger Versorgungs- und Verkehrsbetriebe)

1980: Einbau einer neuen Orgel in der Heiliggeistkirche (Fa. Steinmeyer)

1980: Das 1972 mit einem Betonkern stabilisierte Fragment des nördlichen Turms des Westwerks der St. Michaelsbasilika auf dem Heiligenberg wird mit rotem Sandstein kaschiert. Iim Bereich der Basilika wird ein Scheidenendbeschlag (Ortband als Schutz der Lederscheide vor Durchstoßen, Höhe 3 cm, Breite max. 3,2 cm, Wandstärke 0,1 cm) aus dem 13.- 11. Jahrhundert v. Chr. gefunden. https://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/hd/heiligenb/funde.htm

1980: Heinz Riech (UFA) läßt das Lux-Kino (Hauptstraße) in vier separate Theatersäle umbauen und im Foyer zusätzlich das Beate-Uhse-Kino Gemini einbauen („Schachtelkino“) (vgl. 1955; 1956; 1972; 1981)

1980-1983: Dr. Ing. Peter Marzolff (Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg) gräbt archäologisch im Auftrag der Stadt Heidelberg und des Landesdenkmalamtes im Bereich der ehem. Propstei St. Michael

1980-1984: die Wolfsbrunnen-Anlage wird mit finanzieller Unterstützung der Stadt Heidelberg und des Naturparks Neckartal-Odenwald vom Freundeskreis Wolfsbrunnen gestaltet

1980-2005: HVV-Prokurist Dipl. Kaufmann Rainer Förster ist Geschäftsführer der HGG

2. Februar 1981: Enthüllung des Gedenksteins für Fritz Frey östlich der Fritz-Frey-Straße

31. Mai 1981: OB Reinhold Zundel tritt aus der SPD aus

Juni 1981: die erste Handschuhsheimer Kerwe-Festschrift (ab 1989 "Jahrbuch des Stadtteilvereins") erscheint

1. Juli 1981: Dr. Susanne Himmelheber wird Nachfolgerin von Dr. Dieter Golücke im Kurpfälzischen Museum, zuständig für Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit

2. Juli 1981: der Pilot Dieter Schmitt landet nach einem Grönland-Flug auf dem Neckar bei Heidelberg

20. Juli 1981: Verlängerung der Straßenbahn-Linie 3 in Leimen auf altem Gleis bis zum Friedhof

Sommer 1981: erstes Weststadt-Spektakel (Veranstalter: SPD Weststadt)

Sommer 1981: Dr. Ing. Peter Marzolff (Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg) entdeckt unter dem Mittelschiff der Michaelskirche auf dem Heiligenberg ein römisches Heiligtum (Saal mit Apsis, sog. "Merkur-Tempel"). In der Zerstörungsschicht der Tempelapsis wird eine silberne Votiv-Tessera dreier Dedikanten gallo-keltischer Herkunft in Form einer tabula ansata für Mercurius gefunden. (Heute im Kurpfälzischen Museum)

10. September 1981: der Gemeinderat hebt die Blumsche Stiftung vom 6. September 1906 auf

15. September 1981, 7.18 Uhr: Panzerfaust-Attentat auf den Dienstwagen des Oberbefehlshabers der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa General Frederick James Kroesen durch das Kommando Gudrun Ensslin am Karlstor mißlingt. In der Folge geben die Amerikaner die Villa Wolfsbrunnensteige 18 (Schlierbach, 1945 beschlagnahmt) auf.

22. September 1981: Das städtische Hallenbad in der Bergheimer Straße (1906 eröffnet, seit 1907 städtisch) wird geschlossen, da es zu "lebensgefährlichen Elektro-Unfällen" kommen könnte.

Oktober 1981: die Lila Damen, ehrenamtliche Helferinnen in der Chirurgischen Klinik, beginnen ihre Arbeit

Oktober 1981: Einwölbung der Westkrypta der Michaelsbasilika

21. Oktober 1981: auf der Molkenkur wird der Tagungsbetrieb aufgenommen

26. November 1981: Eröffnung des Parkhaus 6 (bei der Stadthalle)

[13. Dezember 1981: MP Jaruzelski ruft das Kriegsrecht in Polen aus]

1981: Reaktivierung des 1920 gegründeten Pennalen Corps Alamannia Brünn zu Heidelberg unter Mitwirkung der Landsmannschaft Vandalia Breslau zu Heidelberg

1981: O. F. Richter gibt die Leitung des Harmonie/Lux-Kinos an Michael Huttenlocher ab (vgl. 1955; 1956; 1972; 1980; 2002) http://www.allekinos.com/HEIDELBERG%20HarmonieLux.htm

1981: Dietrich Nöthe wird Vorsitzender des Mietervereins Heidelberg (bis 2009)

1981: das Parkhaus Kraus (Hauptstraße) wird eröffnet (vgl. 26. November 1981)

1981: das Lise-Meitner-Gymnasium in der Landhausschule wird aufgelöst (vgl. 1963)

1981: Stadt und Universität Heidelberg stiften den Karl-Jaspers-Preis, der alle drei Jahre für ein wissenschaftliches Werk von internationalem Rang verliehen wird, das von philosophischem Geist getragen ist (vgl. 23. Februar 1983)

1981: Heidelberger Münzprägungen (Ausstellung im Kurpfälzischen Museum)

1981: Giuseppe Nigrelli richtet im ehemaligen Stadtgarten-Kasino das Restaurant „Da Elio“ ein (vgl. 2002)

1981: Einführung der Koedukation in der Elisabeth-von-Thadden-Schule (vgl. 7. Januar 1946)

[1981: die Todesstrafe wird in Frankreich abgeschafft]

1981/1982: das Thermalbad ist wegen Reparatur geschlossen

8. Januar 1982: das städtische Gebäude Kleingemünder Straße 34 wird durch Polizeiverfügung geschlossen. Bis dahin war hier ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung.

14. Januar 1982: das städtische Gebäude Kleingemünder Straße 34 (um 1780 erbaut, unter Denkmalschutz) wird wegen Baufälligkeit abgebrochen

1. Februar 1982: die Buch- und Kunsthandlung Kerle zieht von der Theaterstraße 18 in die Kurfürsten-Anlage 8

[8. Februar 1982: Neue-Heimat-Skandal, Zusammenbruch des größten Bau- und Wohnungskonzerns der Bundesrepublik]

Frühjahr 1982: Gründung des Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Sitz Heidelberg

7. Mai 1982: Einweihung der Gebäude des Springer-Verlags (Tiergartenstraße 17)

8. Mai 1982: Enthüllung der Bronzetafel für das Mitteltor an der Fassade des Hauses Hauptstraße 126/Universitätsplatz

Mai 1982: der am 10. August 1913 eröffnete Güterbahnhof der OEG (zwischen Czernybrücke und Straßenbahnbetriebshof) wird geschlossen

4. Juni 1982: Nach 27 Monaten Bauzeit wird eine 1,3 km lange Strecke der nördlichen Rohrbacher Straße für den Verkehr freigegeben

[14. Juni 1982. Argentinien kapituliert im Falklandkrieg]

29. Juni 1982: Eröffnung des Heimatmuseum Kirchheim (Schäfergasse 5) http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/hd/stadtteile/kirchheim/museum/

7. August 1982: Probefahrt einer HSB-Straßenbahn (TW 80) nach Mannheim und Weinheim (vgl. 1. 12. 1989)

August 1982: Begründung einer Fahnen-Patenschaft zwischen Kumamoto (Japan) und Heidelberg

16. September 1982: der Gemeinderat beschließt, keinen „Zubringer Nord“ durch das Handschuhsheimer Feld zum Autobahn-Anschluß Dossenheim zu bauen. - Gemeinderat Nils Weber erinnert daran, daß am Hause Rohrbacher Straße 57 einst eine Tafel mit der Inschrift hing: Zur Erinnerung / an die Heidelberger / Maler Ernst Fries 1801-1833 / Bernh. Fries 1820-1879 (verschollen). Erster Bürgermeister Dr. Karl Korz spricht sich dafür aus, die Tafel zu erneuern (Heidelberger Amtsanzeiger, 1. 10. 1982).

[1. Oktober 1982: Helmut Kohl wird Bundeskanzler]

29. Oktober 1982: Gründung der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg (MPIfmF)

Oktober 1982: Das Völkerkundemuseum im Palais Weimar wird durch einen Anbau an der Jakobsgasse (im Südosten des Gartens) erweitert, um die Asmat-Sammlung aufzunehmen. Um die Fundamente für den Anbau auszuheben, wird die unter Denkmalschutz stehende Mauer aus dem 17. Jahrhundert an der Jakobsgasse eingerissen. Vorher wird eine Remise und ein Geräteschuppen zerstört. Der öffentliche Durchgang unter den Arkaden des Gartens wird entwidmet und dem Stiftungsgelände zugeschlagen. Die Arkaden werden verglast, die Decke betoniert, der Fußboden mit Sandsteinplatten ausgelegt. Das Gewölbe wird von der Gartenterrasse aus mit einer Treppe nach unten vom Haus her zugänglich gemacht. Bis 1986 wird das Palais Weimar außen renoviert. (vgl. 1972, 1989)

[12. November 1982: Juri Wladimirowitsch Andropow (1914- 9. Februar 1984) ist bis zu seinem Tod Generalsekretär des ZK der KPdSU sowie ab Juni 1983 als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets das Staatsoberhaupt der Sowjetunion]

15. November 1982: Dr. Wolfgang Wagner Stadtsyndikus, Nachfolger von Roland Handschuh (†)

19. November 1982: Eröffnung des Museum Haus Cajeth. Primitive Malerei im 20. Jahrhundert (Sammlung Hassbecker, Haspelgasse 12, Rede: Bürgermeister Dr. Dieter Klette) http://www.cajeth.de/museum.htm (vgl. 31. 10. 1980, 9. Mai 1992, Mai 1994)

24. November 1982: Grundsteinlegung für das Kinder- und Jugendtheater (vgl. 31. März 1984)

November 1982: Wiedereröffnung des Palais Morass (Kurpfälzisches Museum) nach Renovierung (vgl. 23. 3. 1984)

Dezember 1982: Prof. Dr. Alex Möller und Prof. Dr. Wilhelm Hahn erhalten die Bürgermedaille der Stadt Heidelberg

31. Dezember 1982: die letzte Ausgabe des Heidelberger Tageblatt erscheint

1982: der Friedhof Neuenheim wird für Erdbestattungen geschlossen (vgl. 1997)

1982: die Fassade des Professor Eiermann am Kaufhaus Horten (Bismarckplatz) wird zerstört

1982: das Torgebäude mit der Torwache des Amtsgefängnisses wird gebaut (vgl. 4. Oktober 1847-1848, 1909, 2015)

1982: Gründung des Ortsverbands Heidelberg der Aktion krebskranke Kinder e.V.

1982: Dr. Susanne Himmelheber gründet die Malstube im Kurpfälzischen Museum (vgl. 1984)

1982: Gründung der Freien Waldorfschule Heidelberg (Blumenstraße, später Mittelgewannweg 16 in Wieblingen)

1982: Eröffnung der Bäckerei Mahlzahn (Gaisbergstraße)

1982: Eröffnung der Bücherstube an der Tiefburg von Regina Kaiser-Götzmann www.buecherstube-handschuhsheim.de

1982: die Heidelberger Glockengießerei (vormals Schilling) wird nach Karlsruhe verlegt

1982: die Peterskirche wird im Innern renoviert

1982: Inge Mauerer-Klesel übernimmt das Gloria-Kino (Hauptstraße)

1982: die Gebäude der 1840 gegründeten und bis 1979 betriebenen Drahtfabrik Helmreich in Wieblingen („Nagelzwick“) werden zerstört

1982: Mitarbeiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Heidelberg gründen Villa Blumenstraße, Heidelberger Vereinigung zur Hilfe für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e. V.

1982: Gründung des Verein der Gartenfreunde Handschuhsheim

1982: Gründung des Gästeführerverein Heidelberg

1982: Klaus Winkler gründet mit Johannes Vogt in Heidelberg die Gruppe I Ciarlatani (Renaissancemusik) http://www.iciarlatani.de/start.html

1982: Fertigstellung des Vereinsheims und der Vereinsgaststätte der Heidelberger Aquarien- und Terrarienfreunde Zum Kroddeweiher in Handschuhsheim-Nord

1982: für das Stadtarchiv Heidelberg wird mit Dr. Ulrich Wagner (*1948) erstmals ein ausgebildeter Facharchivar eingestellt (1982-1983)

1982: Baubeginn der Siedlung Kirchheim-West

1982: Rolf Würtele wird Chef der Berufsfeuerwehr Heidelberg ( (vgl. Dezember 1994)

1982: die Hauptverwaltung der Heidelberger Druckmaschinen AG (Bergheim) wird fertiggestellt (vgl. 1989)

1982: die Umgehungsstraße westlich von Kirchheim zwischen Speyerer Straße und Sandhäuser Straße wird nach dem rumänischen Adligen Alexandru Ioan Cuza (1820-1873) Cuzaring benannt

1982: die Fußgängerunterführung unter dem Bismarckplatz zwischen den Kaufhäusern Horten und Woolworth wird geschlossen

30. Januar bis 3. Februar 1983: Oberbürgermeister Yeheshekel Harmelech aus Rehovot besucht Heidelberg

30. Januar bis 16. März 1983: 30. Januar 1933 (Ausstellung in der Rathaushalle Heidelberg)

10. Februar 1983: die im April 1975 gegründete Wochenzeitung Heidelberger Rundschau erscheint zum letzten Mal

24. Februar 1983: die erste Nummer der Wochenzeitung Communale erscheint (bis 29. September 1988)

10. März bis 28. Mai 1983: Martin Luther. Die Anfänge der evangelischen Bewegung in Kurpfalz (Ausstellung der Universitätsbibliothek Heidelberg)

29. März 1983: Anni König, geb Tham   (1928-2010) bekommt die Bürgermedaille der Stadt Heidelberg, weil sie in der Nacht vom 29. auf 30. März 1945 die deutschen Unterhändler, die in Mannheim-Käfertal mit den US-Generälen William Beiderlinden (1895-1981) und William Dean über Übergabe Heidelbergs verhandelten, über den Neckar gerudert hatte.

März 1983: das Atlas-Hotel (235 Zimmer) wird an der Stelle des 1977 zerstörten Capitol-Kino in der Bergheimer Straße eröffnet (vgl. 1971; später: Best Western Rega Hotel, 124 Zimmer; später: Leonardo)

April 1983: Hochwasser des Neckar (Pegel Karlstor 8,44 m)

5. Mai 1983: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags Heidelberg-Rehovot in Rehovot (vgl.8. November 1984)

2. Juni-28. August 1983: 5000 Jahre Ägypten (Ausstellung der Stadt Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg im Heidelberger Schloß)

15. Juni 1983: der in Frankreich lebende Philosoph Emmanuel Lévinas erhält den Karl-Jaspers-Preis der Stadt und Universität Heidelberg

[15. Juni 1983: "Der Pazifismus der 30er Jahre [...] hat Auschwitz erst möglich gemacht." (Heiner Geißler im Bundestag)]

Juli 1983: der Stadtteil-Kulturladen des Verein Kulturfenster e. V. wird in einem Laden in der Kleinschmidtstraße eröffnet (vgl. 1994)

31. August 1983: der katholische Pfarrer Ernst Dochat (Pfaffengrund) verläßt die Gemeinde

1. September 1983: der Gemeinderat besichtigt die Klosterruine auf dem Heiligenberg

23. September - 13. November 1983: Dani Karavan. Modelle und Projekte (Ausstellung im Heidelberger Kunstverein)

25. September 1983: der katholische Pfarrer Johannes Bold (Pfaffengrund) wird von Dekan Berthold Mogel eingeführt

26. September 1983: Partnerschaftsvertrag zwischen Universität Heidelberg und der Hebräischen Universität Jerusalem

[24. September 1983: der Personenverkehr auf der 1900 eröffneten Eisenbahnstrecke Mörlenbach-Waldmichelbach-Wahlen („Überwaldbahn“) wird eingestellt]

September 1983: am Fuchsrondell (Heiligenberg-Südhang) wird eine Schutzhütte errichtet

17. Oktober 1983: Oberbürgermeister R. Zundel enthüllt am Alois-Link-Platz eine Gedenktafel auf einem Felsbrocken mit der Inschrift: „Alois Link 24. 12. 1932-7. 6. 1977. Stadtrat zu Heidelberg. Präsident der Handwerkskammer“

November 1983: zum 25. Todestag von Alfred Weber wird an der Bachstraße 24 eine Gedenkplatte angebracht

6. Dezember 1983: Neufassung des baden-württembergischen Gesetzes zum Schutz der Kulturdenkmale (Denkmalschutzgesetz; vgl. 25. Mai 1971)

http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=DSchG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true

12. Dezember 1983: das Gustav-Radbruch-Haus des Studentenwerks (Heumarkt 3) wird seiner Bestimmung übergeben

20. Dezember 1983: Einweihung des Krahnenplatzes (westlich des Marstall). Das Nadler-Denkmal wurde um 90º gedreht, so daß Nadler in Richtung Marstall blickt.

1983: der Fußgängersteg am Bahnhof Kirchheim wird abgebaut

1983: die International Harvester Company in Rohrbach wird von der Firma Dresser Europe S.A. übernommen (siehe 1989)

1983: von Arno Weckbecker erscheint: Gedenkbuch an die ehemaligen Heidelberger Bürger jüdischer Herkunft. Dokumentation ihrer Namen und Schicksale 1933-1945

1983: auf dem Universitätsplatz wird eine Gedenkplatte für Martin Luther in den Boden eingelegt („Martin Luther 1483-1646/ Zum Gedenken an seinen Aufenthalt im Kloster der Augustiner/ und an seine Heidelberger Disputation am 26. April 1518/ Im Lutherjahr 1983“)

1983: die Lehrerselbsthilfe päd-aktiv wird gegründet

1983: die 1979 gegründete Hochschule für jüdische Studien wird staatlich anerkannt (vgl. 2009)

1983: Prof. Marga Rothe (*1932) gründet die „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher“ (vgl. Juli 2011)

1983: der Karlstorbahnhof wird für 2,5 Millionen DM zu einem städtischen Bürogebäude umgebaut

1983: östlich der Abstellhallen der Straßenbahn im Betriebshof (Bergheim) wird eine Buswerkstatt gebaut

1983: auf dem Heiligenberg werden die Reste eines mächtigen Turmes gefunden (möglicherweise Teil einer fränkischen Königsburg)

[1983:die Todesstrafe in den Niederlanden wird auch im Militärrecht abgeschafft]

1983-1988: General Glenn K. Otis Oberbefehlshaber der amerikanischen Landstreitkräfte in Europa (USAREUR)

Januar/Februar 1984: Abriß der Nebengebäude des Handschuhsheimer Schlößchen ("Orangerie" bzw. "Schweizerhaus"). Bau des Carl-Rottmann-Saals. (vgl. Mai 1980; 29. November 1985)

26. Januar 1984: Bildung einer liberal-demokratischen Fraktion im Gemeinderat (3 Stadträte)

[9. Februar 1984: Juri Wladimirowitsch Andropow (*1914), seit 12. November 1982 Generalsekretär des ZK der KPdSU sowie ab Juni 1983 als Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets das Staatsoberhaupt der Sowjetunion, stirbt in Moskau. Nachfolger: Konstantin Tschernenko]

Februar 1984: Rudolf Benl neuer Leiter des Stadtarchivs Heidelberg (Nachfolger von Karl Berchtold, 1965-1982, und Dr. Ulrich Wagner)

[14. März 1984: Landtagswahl in Baden-Württemberg]

23. März 1984: Eröffnung des umgebauten und erweiterten Kurpfälzischen Museums (vgl. November 1982)

31. März 1984: Eröffnung des Kinder- und Jugendtheater (Zwingerstraße 3-5) des Theater der Stadt Heidelberg

3. April 1984: Enthüllung einer Gedenktafel für Carl Bosch in der Carl-Bosch-Schule

28. April 1984: der ehemalige Friedrich-Ebert-Platz in Ziegelhausen am südlichen Ende der Peterstaler Straße wird nach Renovierung eingeweiht

29. April 1984: Enthüllung einer Gedenktafel für Stefan Gugenmus an der NW-Ecke des Friedhof Handschuhsheim (Straße „Zum Steinberg“)

2. Mai 1984: die KSG bezieht das Edith-Stein-Haus (Neckarstaden 32)

3. Mai 1984: Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags über die Gründung eines Technologiepareks

4. Mai 1984: die Freizeitanlage am Hellenbach (Handschuhsheim, Grillhütte) wird der Bevölkerung übergeben

8. Mai 1984: die Grün-Alternative Liste (GAL) Heidelberg wird gegründet

12. Mai 1984: Einweihung der Mehrzweckhalle Rohrbach (Heidelberger Straße/Achim-von-Arnim-Straße)

23. Mai 1984: Oberbürgermeister Zundel enthüllt eine Gedenktafel am Haus Karlsstraße 13 für den bulgarischen Gelehrten Dr. Peter Beron, der 1825-1827 hier wohnte, als er Philosophie und Medizin studierte (vgl. 1966)

Juni 1984: Gedenkausstellung Richard Benz (Rathausfoyer)

4. Juli 1984: Gründung der Ortsgruppe Wieblingen des Bund Natur und Umweltschutz (BUND)

4. Juli 1984: erstes Sommerspektakel auf dem Wilhelmsplatz, veranstaltet von der SPD Weststadt, Kulturfenster, Arbeitsloseninitiative und Frauencafé

9. Juli 1984: Amtstübl (Kettengasse 25) eröffnet

8. August 1984: am Heidelberger Hafen wird das letzte Schiff gelöscht. Der Hafen wird abgerissen.

23./24. August 1984: Großfeuer auf dem Betriebshof der HSB (4 Großraumtriebwagen, Teile der gerade erneuerten Werkstatthalle mit Schreinerei, Sattlerei und Elektronikwerkstatt und des Archivs (!) verbrennen)

August 1984: Enthüllung einer Gedenktafel für Dr. Karl Wassmannsdorff (1821-1906), erster Universitätssportlehrer in Heidelberg, Erforscher der Turngeschichte

4. September 1984: Gründung des Vereins Akademie für Ältere (vgl. Mai 1985)

22. September 1984: die Klosterruine St. Michael wird der Öffentlichkeit übergeben

5. Oktober 1984: der Friedhof auf dem Köpfel in Ziegelhausen wird eröffnet

18. Oktober 1984: Festvortrag zum 598. Gründungstag der Universität Heidelberg in der Neuen Aula (Prof. Dr. Reinhard Düchting, "Vom europäischen Glanz einer traditionsreichen Institution [=der Bibliotheca Palatina])

28.-29. Oktober 1984: Alfred Weber-Kongreß in Heidelberg

8. November 1984: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags Heidelberg-Rehovot im Rathaus Heidelberg (vgl. 5. Mai 1983)

28. November 1984: Orkan

November 1984: Eröffnung der Tiefgarage Jansen (zwischen Fahrtgasse und Brunengasse)

bis 30. November 1984: Ausstellung zum Gedenken an Oberbürgermeister Prof. Dr. Ernst Walz (Rathaus-Foyer)

1. Dezember 1984: Oberforstrat Werner Erb wird Leiter des Staatlichen Forstamts Heidelberg (bis 1993)

9. Dezember 1984: Erzbischof Oskar Saier weiht das Edith-Stein-Haus ein (Neckarstaden 32; vgl2. Mai 1984)

1984: Bau des Menschenaffenhauses im Tiergarten

1984: die Karl-Metz-Straße wird zwischen Bergheimer Straße und Alter Eppelheimer Straße für den öffentlichen Kraftverkehr mit Ausnahme der Anlieger gesperrt und fortan nur vom Werksverkehr der HSB benutzt

1984: Ausbau der Straßenkreuzung Diebsweg/Eppelheimer Straße (vgl. August 1985)

1984: der Güter- und Rangierbahnhof Heidelberg wird in das InterCargo-Güterzugsystem (ICG) der Deutschen Bundesbahn aufgenommen (zum Fahrplanwechsel 1988/89 nach Mannheim verlagert)

1984: das Fahrdienstgebäude und die Lagerhalle des OEG-Güterbahnhofs an der Gneisenaustraße werden abgerissen (vgl. 2018)

1984: die Stadt Heidelberg kauft für 1,35 Millionen Mark das Anwesen um die Wohnung Friedrich Eberts in der Pfaffengasse 17 (vgl. 7. Mai 1962, 1984, 28. Mai 1986, 11. Februar 1989)

1984: Gründung des Kurpfälzischen Verlags durch Hermann Lehmann

1984: Gründung der Jugendkunstschule Heidelberg

1984: erste Premiere des Taeter Theater (König Ubu; vgl. 1987)

1984: Einbau der Klais-Orgel in der Peterskirche (3 Manuale, 34 Register, 2050 Pfeifen)

1984: Angelika Dirscherl übernimmt die Leitung der Malstube im Kurpfälzischen Museum (vgl. 1982)

1984: Doris Winter, Tochter des Heidelberger Fabrikanten Max Berk, gründet die Quilt-Biennale als Forum deutschsprachiger Quilt-Kunst (seit 2000 als Europäische Quilt-Triennale ausgerichtet)

1984: Reinhold Zundel wird im 1. Wahlgang von 54,9% der Wähler abermals zum Oberbürgermeister gewählt (bis 1990, vgl. 1966, 1976)

10. Januar 1985: Ute Richter wird Leiterin des Zimmertheaters (Nachfolgerin von Gillis van Rappard)

28. Februar 1985: Bundespräsident Richard von Weizäcker in Heidelberg (60. Todestag von Friedrich Ebert)

7./8. März 1985: Kolloquium zum Heiligenberg (Stadthalle)

[11. März 1985: Ernennung Michail Gorbatschows zum Generalsekretär der KPdSU]

26. März 1985: Pressekonferenz mit Prof. Herbert Lindinger (TH Hannover): „Als Ausgangspunkt seiner Planung nannte Prof. Lindinger die Feststellung, daß der Bismarckplatz kein Platz mehr sei, sondern nur noch ein Relikt, eine „Mischung zwischen Einöde und technischer Wildnis“. Der Platz brauche eine „Fassung“, damit er wieder erlebt werden könne.“ (Heidelberger Amtsanzeiger)

10. April 1985: Vertrag zwischen Stadt Heidelberg und RNZ GmbH über Druck und Vertrieb des Heidelberger Amtsanzeigers. Dieser wird auf Seite 3-5 des von der RNZ GmbH herausgegebenen Anzeigenblatts „Heidelberger Stadtkurier“ (Wochenkurier) erscheinen und soll jeden Heidelberger Haushalt kostenlos erreichen.

13. April 1985: Sprengstoffanschlag der Gruppe Rote Zora gegen den geplanten Technologiepark Heidelberg (vgl. Juni 1985) http://www.txt.de/id-verlag/BuchTexte/Zorn/Zorn51.html#9

15. April 1985: Beginn des Neubaus der Czernybrücke (Verkehrsfreigabe 1988)

April 1985: die Fundamente des mittelalterlichen Blauen Turms (NW-Ecke des Stadtgarten) werden ausgegraben und wieder zugeschüttet

20. April 1985: die Stadt Heidelberg läßt am Haus Mönchhofstraße 26 eine Gedenktafel anbringen mit der Inschrift: „Alexander Rüstow, 1885-1963, Professor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft, lebte in diesem Haus von 1950-1963“

27. April 1985: Setzung eines Gedenksteins am Platz der Rohrbacher Synagoge (Rathausplatz). Inschriften: ein großes "chai" (lebe!). Auf den Sockelplatten der Text „Hier stand von 1845-1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Rohrbach. Sie diente dem Lobe Gottes, bis sie in der Nacht zum 10. November von frevelhafter Hand zerstört wurde“, und ein Zitat aus Jesaja 51,1: „Schaut auf den Fels, aus dem ihr gegraben, und auf den Brunnen, aus dem ihr gegraben“.

Mai 1985: die Akademie für Ältere nimmt ihren Betrieb auf (vgl. 4. September 1984)

Mai 1985: das Postamt Heidelberg-Ziegelhausen wird von der Kleingemünder Straße 36 in die Kleingemünder Straße 37 verlegt

Mai 1985: die Herold-Hütte (am mittleren Schloßhang, Felsenmeerweg; Stifter: Herold, 1913) wird durch Brandstiftung vernichtet

Mai 1985: Gründung des Freundeskreis Heidelberg-Rehovot (Vorsitzender: Konrad Müller, Personalleiter am EMBL)

2. Juni-4. August 1985: Musik in Heidelberg (Ausstellung im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses)

Juni 1985: Ausgrabung eines jungsteinzeitlichen Familiengrabes (Michelsberger Kultur) im Gewann Schänzel in Handschuhsheim (um 3800 v. Chr. )

Juni 1985: neben dem Fernheizwerk am Klausenpfad entsteht ein Technologiepark (vgl. 13. April 1985)

Juni 1985: die Stadt Heidelberg stellt 15 Altpapiercontainer im Stadtgebiet auf

7. Juli 1985: Feierlicher Gesamtgottesdienst in der Bergkirche Schlierbach (75 Jahre, Festpredigt: Prof. Dr. Herbert Krimm)

August 1985: Gründung des Fanfarenzugs Hendsemer Herolde in der Züchterklause Handschuhsheim

August 1985: Umgestaltung des Karlstorbereichs. Ein Fußweg führt von der Hauptstraße geradeaus durch den Torbogen zum Bürogebäude am Karlstor

August 1985: der 1951 errichtete Gaskessel im Pfaffengrund wird abgebrochen

August 1985: die Untere Straße wird Fußgängerbereich

[19. September 1985: Erdbeben der Stärke 8,0 in Michoacan/Mexico, etwa 9.500 Tote]

27. September 1985: die von Viktor Dulger gestiftete Brunnenplastik der Bildhauer Matschinsky-Denninghoff auf dem Bismarckplatz wird der Öffentlichkeit übergeben

September 1985: in 13 Wohngebieten werden Zonengeschwindigkeitsbeschränkungen für den Fahrzeugverkehr auf 30 km/h eingeführt

September 1985: die Villa Manesse (Friedrich-Ebert-Anlage 4, seit 1969 Schiller College) wird von der Stadt Heidelberg renoviert

September 1985: das Heimkehrer-Denkmal in der Rathaus-Nische am Marktplatz wird von einem betrunkenen Jugendlichen irreparabel zerstört (vgl. Juni 1986)

Herbst 1985: Gründung der Interessengemeinschaft für eine Partnerschaft mit einer Stadt in der Sowjetunion. Auf Vorschlag der sowjetischen Botschaft Kontakt mit Simferopol (vgl. 1991)

Oktober 1985: 100 Jahre Telefon in Heidelberg (Ausstellung im Rathausfoyer)

30. Oktober 1985: Richtfest Neubau der Allianz Lebensversicherung AG und der LEG (Ringstraße/Lessingstraße, 119 öffentlich geförderte Mietwohnungen, 69 Wohnungen mit 242 Wohnplätzen für Studenten)

8. November 1985: Einweihung des astronomischen Lehrzentrums Helmholtzgymnasium. Festakt 150 Jahre Helmholtzgymnasium in der Stadthalle

9.-14. November 1985: Jubiläumsfeier 150 Jahre Kindergarten Kanzleigasse

26. November 1985: Einweihung des Zentrums für Molekulare Biologie im Neuenheimer Feld (heute: Biowissenschaftliches Zentrum „Bioquant“)

26. November 1985: Einweihung des Technologiepark INF 517-519 mit MP L. Späth (vgl. 6. 5. 1997)

26. November 1985: beim Neubau der Czernybrücke knickt ein Stahlträger (400 t) ein und legt sich auf die Fahrleitungsdrähte der Bahn (vgl. 15. April 1985, 1988)

29. November 1985: Einweihung des Erweiterungsbaus der Städtischen Musik- und Singschule in Handschuhsheim mit Carl-Rottmann-Saal (Platz der ehemaligen Orangerie)

5. Dezember 1985: Oberbürgermeister Zundel antwortet in der Fragezeit des Gemeinderats auf die Frage einer Stadträtin, warum der Forstweg Unterer Sankt Nikolausweg für den motorisierten Individualverkehr geöffnet wurde „Aus ökologischen Gründen... Man habe sich nach langer Prüfung zu diesem Schritt entschlossen, weil sonst Arbeitnehmer aus den Instituten im Bereich Bierhelderhof, die in Richtung Gaiberg/Bammental wollen, eine rund sieben Kilometer längere Strecke durch den Heidelberger Stadtwald fahren müßten.“ (Heidelberger Amtsanzeiger, 12. 12. 1985, S. 3) (vgl. 1987, 2006)

19. Dezember 1985: „Wo in Neuenheim einst Gehwegparker den Fußgängern das Leben schwer machten, können sich diese nun wieder ungehindert bewegen. Der außerdordentlich gute Anklang in Neuenheim ermuntert die Stadt, nun auch anderswo dafür zu sorgen, daß die Gehwege frei bleiben.“ (Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage, S. 3)

1985: Gründung des Heidelberger Kairali-Vereins (für Menschen aus Kerala)

1985: am Nordrand der Thingstätte wird die Abschlußplatte eines römischen Altars aus dem 2. Jh. n. Chr. gefunden

[1985: Forscher des britischen Antarktis-Dienstes entdecken in der Atmosphäre oberhalb des Südpols einen Riß ("Ozonloch")]

1985-1988: Neugestaltung des Spielpatzes am Turnerbrunnen (Mühltal Handschuhsheim)

1985-2000: Georg Genthner Stadtbrandmeister

Januar 1986: Johanna Bauknecht, Leiterin des Sanierungsbüros Altstadt seit 1976, wird in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger: Robert Gänzler (neues Sanierungsbüro: Untere Straße/Dreikönigstraße) (vgl. 7. April 1986)

12. Januar-23. Dezember 1986: Der Heidelberger Festzug 1886. Jahresausstellung im Rathausfoyer aus Anlaß des 600jährigen Universitätsjubiläums

13. Februar 1986: „Noch in diesem Jahr sollen auf dem nördlichen Löwenich-Areal am Philosophenweg und im südlichen Bereich des Grundstücks am Schlangenweg neue Aussichtspunkte und Ruhezoen für Spaziergänger entstehen.“ (Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage)

Februar 1986: Die Stadt Heidelberg bringt am langjährigen Wohnsitz des Philosophen Karl Jaspers, Plöck 66, eine Gedenktafel mit dem Wortlaut an: „Hier wohnte / Karl Jaspers / während seiner Heidelberger / Zeit von Januar 1923 bis / März 1948.“

14.-23. Februar 1986: Japan-Woche der Universität Heidelberg und Stadt Heidelberg. Oberbürgermeister Hoshiko (Kumamoto) schenkt der Stadt 200 Kirschbäume.

6. März 1986: der Erweiterungsbau der Stadtwerke (Kurfürsten-Anlage) wird eingeweiht

7. April 1986: neues Sanierungsbüro Altstadt II/III Untere Straße 22 (vgl. Januar 1986)

7. April 1986-Frühjahr 1987: der Heiligenberg wird von Studierenden der Fachhochschulen Karlsruhe und Stuttgart, Fachgruppe Vermessungswesen, in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt archäologisch-topographisch vermessen

[26. April 1986, 1.23 h: ein Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl/Ukraine wird durch Explosion zerstört]

29. April 1986: Einweihung des Fernmeldeamts Eppelheimer Straße 13-15

1. Mai 1986: Gründung des Krebsinformationsdientes (KID)

14. Mai 1986: die neu gestaltete und vergrößerte Hölderlinanlage am Philosophenweg wird übergeben (Entwurf: Bert Burger). Der Hölderlin-Gedenkstein wird versetzt.

28. Mai 1986: Gründung des Vereins „Nationale Gedenkstätte Friedrich-Ebert-Haus“ (vgl. 7. Mai 1962, 1984, 11. Februar 1989)

30. Mai 1986: der Referent für Organisation und Verkehr des Stadtteilverein Handschuhsheim, Martin Hornig, sagt laut Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage (S. 5): Der Fahrzeugverkehr auf den Heiligenberg sollte weiterhin möglich sein. „Denn auf dem Berg gibt es jene Parkplätze, die in Alt-Handschuhsheim nicht zur Verfügung stehen.“ Er kündigt an, „daß sich der Stadtteilverein für die Einrichtung einer 30 km/h-Zonengeschwindigkeitsbegrenzung für den gesamten Bereich Handschuhsheims östlich der Bundesstraße 3 einsetze“.

[6. Juni 1986: ein FAZ-Artikel des Historikers Ernst Nolte (1923-2016) löst die deutsche "Historikerdebatte" aus. Darin verficht Nolte die These, der Nationalsozialismus sei ein jüngerer historischer Abkömmling des Kommunismus]

6. Juni 1986: die umgebaute und renovierte Mensa im Marstall wird eröffnet

7. Juni 1986: Einweihung des neugestalteten Bismarckplatzes durch OB Reinhold Zundel (Gestaltung: Prof. Lindinger & Partner, Hannover; vgl. 27. September 1985)

Juni 1986: Prof. Dr. Hans-Georg Gadamer erhält den Karl-Jaspers-Preis

Juni 1986: die neu gestaltete Rathaus-Nische am Marktplatz erhält die Inschrift: „Dieser Erker wurde am 26. Oktober 1952 dem Gedenken der Kriegsgefangenen und Vermißten gewidmet. Er soll damit mahnend erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt in dieser Welt.“ (vgl. September 1985)

7. Juli 1986: der renovierte Marstallhof mit dem Studentenhaus wird übergeben

22. 6.-31. 8. 1986: Der Kunsthistoriker Fritz Burger 1877-1916 (Studioausstellung des Kurpfälzischen Museums)

8. Juli - 2. November 1986: Bibliotheca Palatina. Ausstellung der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Bibliotheca Apostolica Vaticana in der Heiliggeistkirche. 600 Jahre Universität Heidelberg 1386-1986. Gezeigt werden auf der Empore der Heiliggeistkirche rund 600 Handschriften und Drucke der 1622 geraubten Bibliotheca Palatina. (280.000 Besucher)

31. Juli-29. August 1986: Neustadt und die Kurpfalz. Die Universität Heidelberg und ihre Beziehung zur linksrheinischen Pfalz (Jubiläumsausstellung im Neustadter Saalbau)

Juli 1986: die alten Straßenbahn-Geleise bei der Tiefburg Handschuhsheim werden herausgerissen

Juli 1986: der Gemeinderat beschließt anläßlich des 600jährigen Bestehens der Universität Heidelberg die Errichtung einer Stadt-Heidelberg-Stiftung

28. August 1986: Einweihung des Penta Hotel

August 1986: Ausstellung zur Erinnerung an Oberbürgermeister Dr. Karl Wilckens (Rathausfoyer)

August 1986: die Himmelsleiter (Treppenweg zum Königstuhl) wird instandgesetzt (vgl. 1995)

August 1986-Mai 1990: die Kopie (von 1938-40, Bildhauer Hans Fries, Heidelberg; Original von 1718 seit 1940 im Kurpfälzischen Museum) der Kornmarkt-Madonna wird in der Werkstatt des Bildhauermeisters Dietrich Wolf in Wieblingen restauriert

1. September 1986-30. September 1987: archäologische Grabungen des LDA unter dem Kornmarkt (Neubau des Verwaltungsgebäudes Prinz Carl). Funde aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, vor allem Keramik- und Glasfunde für den Alltagsgebrauch. (vgl. 15. Oktober-16. November 1987)

25. September 1986: „Die Gehwege von parkenden Autos zu befreien und sie wieder ganz jenen Verkehrsteilnehmern zurückzugeben, für die sie bestimmt sind - nämlich den Fußgängern und Rad fahrenden Kindern - ist das Ziel der Aktion zur Neuordnung des Parkens, mit der die Stadt Heidelberg in diesen Wochen in den Stadtteilen Boxberg und Emmertsgrund begonnen hat.“ (Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage)

27. September 1986: Einweihung des Montpellier-Hauses (Kettengasse 19. Leiter: Alban Zancchiello)

September 1986: der stellvertretende Vorsitzende des Ministerrats der DDR und Minister für Wissenschaft und Technik besucht den Technologiepark und das ZMBH

September 1986: Aufstellung der Bronzefigur „Zeitungsleser“ von Peter Sohl (Hauptstraße/St. Annagasse)

September 1986- September 1987: das Gebäude Ingrimstraße 20 (Backstube der Bäckerei Waldenmaier) wird innen und außen renoviert

3.- 5. Oktober 1986: 60jähriges Gründungsfest des Männerchors der Heidelberger Straßenbahner im Lutherhaus

4. Oktober 1986: Einweihung des Museums für sakrale Kunst und Liturgie in der Jesuitenkirche

12. Oktober 1986: Eröffnung der Festwoche zum Jubiläum "600 Jahre Universität Heidelberg". Hans-Georg Gadamer hält eine Rede über "Die Universität Heidelberg und die Geburt der modernen Wissenschaft"

14. Oktober 1986: Einweihung des umgebauten St. Vitus-Hauses Handschuhsheim

18. Oktober 1986: Paul Kirchhof hält einen Festvortrag beim Festakt in der Heiliggeistkirche ("Wissenschaft in verfaßter Freiheit") - Königin Sylvia von Schweden, BK Helmut Kohl, BP Richard von Weizsäcker in Heidelberg

19. Oktober 1986: die Studentenkantorei singt zum 600jährigen Universitätsjubiläum Carl Orffs "Carmina Burana" in der Heiliggeistkirche

7.-9. November 1986: Jubiläumsfeier 150 Jahre Helmholtzgymnasium

November 1986: die Stadt Heidelberg beauftragt eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, den historischen Grabmalbestand des Bergfriedhof zu erforschen und erfassen

November 1986: Wiedereröffnung des Alten- und Pflegeheims Wilhelm-Frommel-Haus (Plöck 45) nach zwei Jahren Instandsetzung

6. Dezember 1986: die Stadtbücherei Heidelberg verkauft bei einem Bücherflohmarkt aus ihren Beständen Taschenbücher für 1 DM, gebundene Bücher für 2 DM (darunter Theodor Heuss, Bilder meines Lebens. Tübingen 1964)

13. Dezember 1986-1. Februar 1987: König Ludwig von Bayern und die romantischen Künstler aus der Pfalz (Ausstellung im Kurpfälzischen Museum)

17. Dezember 1986: der Altneckar (Unterer Neckar zwischen Wehr Wieblingen und Neckarmündung, 736 ha) wird durch eine Rechtsverordnung unter Schutz gestellt (6 Naturschutzgebiete=187 ha, 5 Landschaftsschutzgebiete=549 ha)

1986: die Stadt Heidelberg übernimmt die Wohnungen der Neuen Heimat auf dem Emmertsgrund

1986: Gründung der Initiative zur Förderung von Arbeitsplätzen für psychisch Kranke (Ifa)

1986: Gründung der AIDS-Hilfe Heidelberg

1986: Gründung des Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH)

1986: Gründung der deutschen Sektion der Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information und Aktions-Netzwerk) in Heidelberg

1986: der Hauptbahnhof wird umgebaut

1986: Einführung des Gemeinschaftstarif für Zeitkarten des ÖPNV im Rhein-Neckar-Kreis

1986: Renovierung der Orgel in der Providenzkirche durch die Fa. Gebr. Link, Giengen/Brenz

1986: Wiedereröffnung des Völkerkundemuseums und Einweihung der Bootssammlung unter den Arkaden http://www.voelkerkundemuseum-vpst.de

1986: Einweihung des jüdischen Betraums in der Sophienstraße 9 (Darmstädter Hof Centrum; vgl. 1976)

1986: das Hotel Schrieder wird an die Fa. Holiday Inn verkauft, bis 1988 erweitert und renoviert (seit 1998 „Crown Plaza“)

1986: indische Ordensschwestern der Congregation of the Mother of Carmel beginnen mit der Betreuung kranker und alter Menschen in Wieblingen (Mariahaus, Kreuzstr. 1)

1986: die Abteilung für amerikanische Geschichte in der Bibliothek des Historischen Seminars wird in Schurman-Bibliothek umbenannt

1986: der Kaufhof baut eine neue Fassade zur Hauptstraße (vgl. 1962, 1968, 1969)

1986: der Heidelberger Zuckerladen (Plöck) wird eröffnet www.zuckerladen.de

1986: der Würzburger KMD Christian Kabitz wird Nachfolger von Erich Hübner als Leiter des Bachchors

1986: 100jähriges Jubiläum des Landhausschule

1986: die Straße „Schloßberg“ wird ab Nr. 11 hangaufwärts Fußgängerbereich (1988 verkehrsberuhigt)

1986: der Finanzierungsanteil der USA am Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) entfällt

1986: der Darmstädter Hof (DHC) wechselt aus der Trägerschaft der RWI in die der Allianz Immobilien GmbH ( vgl. 15. Mai 1977, 26. April 1976)

1986: das Versorgungszentrum im Neuenheimer Feld wird eröffnet

1986: Rainer Holm-Hadulla ist Leitender Arzt der Psychosozialen Beratung für Studierende der Universität Heidelberg

[1986: Einführung der Telefonkarte durch die Bundespost]

1986/1987: bei Grabungen im Innenhof der Neuen Universität werden römische Keramik- und Ziegelfragmente gefunden

Dezember 1986-1. Februar 1987: König Ludwig I. und die romantischen Künstler aus der Pfalz (Ausstellung im Kupferstichkabinett des Kurpfälzischen Museums)

1986-1988: Bau einer 14 km langen Fernwärme-Leitung Heidelberg-GKW Mannheim

31. Januar 1987: Eröffnung des Taeter Theater (seit 1984) im eigenen Haus (Halle im Landfriedhaus-Gelände)

Februar 1987: Beginn des Umbaus der Berliner Straße und der Verlängerung der Straßenbahnstrecke in Richtung Hans-Thoma-Platz (1. Bauabschnitt)

19. März 1987: der Gemeinderat bestellt die Mitglieder der künftigen Bezirksbeiräte

25. März 1987: Martin Hornig wird zum 2. Vorsitzenden des Stadtteilverein Handschuhsheim gewählt

März 1987: Bauten für die Universität (Ausstellung der Kammergruppe der Architektenkammer Baden-Württemberg, Rathausfoyer)

März 1987: die Stadt Heidelberg entsorgt künftig den Müll der amerikanischen Streitkräfte

März 1987: im Neubaugebiet Kirchheimer Weg/Franzosengewann entstehen zwischen Hardtstraße und projektierter Sickingenstraße Wohnanlagen, die durch zwei neue Straßen vom Kirchheimer Weg erschlossen werden. Auf Anregung des Bezirksbeirat Kirchheim beschließt der Gemeinderat, diese neuen Straßen Ilse-Krall-Straße und Karl-Menges-Straße zu nennen. (Heidelberger Amtsanzeiger 27. 3. 1987)

5. Mai 1987: Enthüllung des Goethe-Denkmals im Schloßgarten (Abguß einer Büste, die der Bildhauer David d`Anger 1829 in Weimar von Goethe gefertigt hat)

17. Mai 1987: 35 Jahre Haus der Jugend Römerstraße 87 (vgl. April 1952)

25. Mai 1987: Volkszählung in der Bundesrepublik (vgl. 1989)

Mai 1987: das Heidenloch auf dem Heiligenberg wird ausgegraben und mit einer Schutzhütte umbaut (vgl. 1936, 19. September 1987, 1995). Die Schutzgemeinschaft Heiligenberg spendet 50.000 DM für die Freilegung und Sicherung des Heidenlochs.

Mai 1987: 25 Jahre Geschwister-Scholl-Schule

Mai 1987: das Kurpfälzische Museum erwirbt eine Zeichnung des Frankfurter Künstlers Peter Philipp Rumpf, die das Handschuhsheimer Schlößchen im Jahre 1860 mit seinen damaligen Besitzern, Familie Graham, darstellt

2. Juni-30. September 1987: Gerhard Frommel 1906-1984. Ein Heidelberger Komponist. Ausstellung des Stadtarchiv Heidelberg (Rathausfoyer)

5. Juni 1987: der Grahampark (Handschuhsheim) wird nach Umgestaltung übergeben. Setzung eines Gedenksteins (Steinmetz: Walter Matthes)

17. Juni 1987: Gründung der akademischen Damenverbindung Nausikaa zu Heidelberg

Juni 1987: die Bismarcksäule wird nach Renovierung wieder geöffnet

Juni 1987: Übergabe der als Platz neu gestalteteten Kreuzung Römerstraße/Zähringerstraße

Juni 1987: Dr. Karl Korz erneut zum 1. Bürgermeister gewählt (vgl. 1967, 1975, 1992)

Juli 1987: der ADAC Nordbaden eröffnet die Verkehrsübungsanlage Rhein-Neckar in Heidelberg-Neurott

Juli 1987: die Akademie für Ältere zieht von der Blumenstraße 24 ins Volkshochschulhaus Bergheimer Straße 76

Juli 1987: „Dem alten Prinz Carl weinen wir keine Träne nach(Karl Mayer, Verein Alt Heidelberg, beim Baubeginn für das Verwaltungsgebäude am Kornmarkt, Heidelberger Amtsanzeiger, 23. 7. 1987, S. 3)

17. August 1987: die Volkshochschule Heidelberg zieht aus dem Haus der Stadtbücherei (Poststraße 15) in die Bergheimer Straße 76. Das Haus gehört der (städtischen) Stiftung „Allgemeiner Unterstützungsfonds für Erziehung, Berufsförderung und Erwachsenenbildung“, wurde 1903 gebaut, vorher Bauernhof. (Übergabe: 14. Oktober 1987)

August 1987: die historische Uhr am Gebäude Hauptstraße 56 (drei Zifferblätter, früher Firmenzeichen des Uhrmachers Bleck, dann des Juweliers Hans Faulhaber) wird mit städtischer Unterstützung repariert

[7. und 8. September 1987: SED-Generalsekretär Honecker und Bundeskanzler Kohl treffen in Bonn zu Gesprächen zusammen. "Es bestand Übereinstimmung, das Erreichte unter Beachtung des Grundsatzes zu bewahren und auszubauen, daß beide Staaten die Unabhängigkeit und Selbständigkeit jedes der beiden Staaten in seinen inneren und äußeren Angelegenheiten respektieren." (aus dem "Gemeinsamen Kommuniqué" vom 11. September 1987)]

10. September 1987: die Kopfklinik des Universitätsklinikums (390 Betten) wird eröffnet

11.-14. September 1987: Festtage 25 Jahre Heidelberg-Boxberg

19. September 1987: Erster Bürgermeister Dr. Korz übergibt das restaurierte Heidenloch auf dem Heiligenberg. Es ist jetzt mit einer gemauerten Schutzhütte umbaut. Innen umgibt eine Betonbrüstung den Schacht, mit Drahtgitter abgedeckt, mit elektrischen Lampen ausgeleuchtet. (vgl. 1936, Mai 1987)

26. September 1987: Gründung des Handwerker- und Gewerbevereins Heidelberg-Handschuhsheim

September 1987: die Kundenberatung der HSB wird in der Bergheimerstraße 155 eröffnet

Herbst 1987: die autonome Evangelische Studentengemeinde (aESG) spaltet sich von der ESG ab, als diese mit der Universitätsgemeinde verbunden und somit eine ESG "mit neuem, gemäßigterem Profil" installiert wird. Wichtigstes Organ ist die Gemeindevollversammlung (GVV), die zweimal pro Semester zusammentritt und Beschlüsse im Konsens trifft. (Domizil: Fischergasse 2)

10. Oktober 1987: Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffengrund in das neue Feuerwehrhaus am Schulplatz

15. Oktober-16. November 1987: Ausstellung der Funde aus den Grabungen des LDA (1. September 1986-30. September 1987) unter dem Kornmarkt aus dem 14. bis 17. Jahrhundert, vor allem Keramik- und Glasfunde für den Alltagsgebrauch (Rathausfoyer) (vgl. 1. September 1986)

Oktober 1987: die Stadt Heidelberg gewährt dem Arbeitslosenzentrum Heidelberg e. V. (Kurfürsten-Anlage 53) einen Zuschuß von 25.999 DM

Oktober 1987: das Marie-Luisen-Heim (Altenheim des DRK, Bienenstraße 2) wird zum Wohnhaus umgebaut

Oktober 1987: der Gustav-Radbruch-Platz (gegenüber dem Eingang des Krankenhaus Salem) wird gärtnerisch erneuert

4./5. Dezember 1987: 1. Heidelberger Festival für experimentelle Literatur und Musik im DAI (u.a. mit Jörg Burkhard, Otfried Rautenbach, Gerhard Rühm)

[8. Dezember 1987: die INF-Verträge (Intermediate Range Nuclear Forces, Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) werden als bilaterale Verträge über die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit mittlerer und kürzerer Reichweite und deren Produktionsverbot anlässlich des Gipfeltreffens von Washington zwischen der Sowjetunion und den USA unterzeichnet. Sie werden am 1. Juni 1988 während des Gipfeltreffens in Moskau in Kraft gesetzt. Neue Waffen dieser Kategorie werden verboten. („doppelte Nulllösung“) (vgl. 2018)]

[9. Dezember 1987: Beginn der (1.) Intifada in Palästina]

17. Dezember 1987-31. Januar 1988: Heidelberger Köpfe, gesehen mit den Augen eines Fotografen (Ausstellung von Gerhard Ballarin, Rathausfoyer; Porträt- und Gruppenfotos 1949-1981)

22. Dezember 1987: das neue Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ziegelhausen im Hof des ehemaligen Ziegelhäuser Rathauses (Kleingemünder Straße 18) wird eingeweiht

Dezember 1987: die Geschäftsstelle des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma zieht von der Bergheimer Straße 26 in die Bluntschlistraße 4 (vgl. 16. März 1997)

1987: Gründung des Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland, Heidelberg (Bienenstraße 5) http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/

1987: Gründung der Studentenzeitung Ruprecht

1987: Gründung der Deutsch-Englischen Gesellschaft, Arbeitskreis Rhein-Neckar

1987: Gründung der Eichendorff-Gesellschaft Heidelberg (Vorsitzende: Rudolf Sühnel und Jakob Kollhöfer)

1987: Gründung des Verein Landhaus Oberdielbach (Tagungs- und Erholungsstätte für städtische Bedienstete)

1987: Aufstellung des Seegarten-Brunnens ("Sparkassenbrunnen") von Rainer Scheithauer, den die Bezirkssparkasse 1988 der Stadt schenkt

1987: die Stahlbetontreppe am Eingang zum Kurfürst-Friedrich-Gymnasium wird abgerissen und eine neue Treppenanlage gebaut (mit Naturstein verkleidet, unter Verwendung von Sandsteinornamentplatten der alten Post in der Rohrbacher Straße)

1987: die Stadt Heidelberg kauft das Gelände der ehemaligen Brauerei Schroedel (zwischen Kirchstraße, Bergheimer Straße, Eppelheimer Straße) und verkauft es mit zwei angrenzenden stadteigenen Grundstücken an die Heidelberger Druckmaschinen AG

1987: Aufbau des Geographisch-Technischen Informationssystems (GTIS-HD) mit dem Ziel, ein digitales Modell Heidelberg zu schaffen

1987: die Anthroposophische Gesellschaft erwirbt das Freimaurer-Haus in der Klingenteichstraße 8

1987?: der Forstweg Unterer Sankt Nikolausweg (zwischen dem MPI für Kernphysik und Drei Eichen) wird "vorübergehend" für den motorisierten Individualverkehr geöffnet (2006 wieder gesperrt; vgl. 5. Dezember 1985)

1987: Dörte Klages und Ursula von Dallwitz-Wegner gründen den Verein Betreute Wohngruppen für alleinstehende Menschen e.V. (seit 2004: Obdach e.V.; vgl. 1999)

1987: Gründung der Psychosozialen Hilfe (PSH)

1987: der Gemeinderat beschließt mit den Stimmen von SPD, FWV, GAL, OB Reinhold Zundel und CDU-Stadtrat Ernst Schwemmer eine Weisung an die GGH, für 90 Millionen DM 610 Wohnungen im Emmertsgrund zu kaufen

1987: in Heidelberg leben ca. 500 iranische Asylbewerber

1987: das Sozial- und Jugendamt der Stadt Heidelberg zieht von der Plöck 24 bzw. 2a in das neue Verwaltungsgebäude am Fischmarkt um (heute: Amt für Soziales und Senioren)

1987: der Stadtteilverein Handschuhsheim errichtet im Hof des Handschuhsheimer Schlößchens einen Gedenkstein zur Erinnerung an Carl Rottmann (17797-1850; Bildhauer: Helmut Heckmann, Dossenheim)

1987: Erneuerung des Steinpflasters der Alten Brücke

1987: die Handelslehranstalt II nennt sich Julius-Springer-Schule (vgl. 1973)

1987: die 1929 gegründete Siedlung Im Höllenstein in Kirchheim zählt 45 Gebäude, 316 Wohnungen, 4 Läden

[1987: die Todesstrafe in Liechtenstein wird abgeschafft]

1987/1988: das Theater der Stadt Heidelberg mit Jugendtheater und Studio (heute: "Zwinger 1") hat in der Spielzeit 1987/1988 151.032 Besucher in 530 Vorstellungen (Auslastung Theater in öffentlichen Vorstellungen: 93%)

1987-1988: die Stützmauern (Trockenmauern) des Schlangenwegs werden für 850.000 DM saniert („Verpressen des Mauerkerns und selbsttragende Erdvernagelungen“)

1. Januar 1988: Thomas Grade (*1945), bisher Presseamtsleiter der Stadt Wesel, wird als Nachfolger von Dr. Günter Heinemann Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit. Dr. Günter Heinemann wird Geschäftsführer der Projektgruppe Reichspräsident-Ebert-Gedenkstätte. Das Stadtarchiv Heidelberg, bisher eine Abteilung des Amts für Öffentlichkeitsarbeit, wird unter der Leitung des bisherigen Abteilungsleiters seit 1984 städtischer Archivar Dr. Rudolf Benl selbständig.

Januar-22. März 1988: 425 Jahre Heidelberger Katechismus (Ausstellung im Rathausfoyer)

Februar 1988: Im Schatten des Hexenturms (Ausstellung archäologischer Funde im Hof der Neuen Universität in der Alten Universität)

14. März 1988: Die Gehwege von parkenden Fahrzeugen zu befreien und sie wieder ganz jenen Verkehrsteilnehmern zurückzugeben, für die sie bestimmt sind - den Fußgängern und Rad fahrenden Kindern - ist das Ziel der Aktion zur Neuordnung des Parkens, mit der die Stadt Heidelberg seit Montag, dem 11. April, auch im gesamten Pfaffengrund einschließlich Industriegebiet, begann“ (Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage)

14. März 1988: „Der Vorschlag von GAL-Stadtrat Reinhard Bütikofer, diesen Jugendtreffpunkt [„Haus am Harbigweg“] „Susanne-Pfisterer-Haus“ zu benennen, wurde unter scharfem Protest der SPD-Fraktion [des Gemeinderats] abgelehnt.“ (Heidelberger Amtsanzeiger vom Tage)

17. März 1988:: Hochwasser des Neckar (Pegel Karlstor 8,50 m)

20. März 1988: Landtagswahl in Baden-Württemberg. Reinhard Bütikofer wird in den Landtag gewählt

24. März 1988: das Verwaltungsgericht Mannheim verpflichtet die Stadt Heidelberg, über die Schaffung einer wirksamen Verkehrsberuhigung der Neuen Schloßstraße durch Sperrung für Touristenbusse zu entscheiden

März 1988: Bodenfunde vom Heiligenberg (Ausstellung des Kurpfälzischen Museums in der Bezirkssparkasse, Geschäftsstelle Handschuhsheim)

März 1988: der Erweiterungsbau des St. Josefkrankenhauses wird von Erzbischof Oscar Saier eingeweiht

März 1988: der Gemeinderat diskutiert über den Transport des Heidelberger Mülls nach Frankreich

März-April 1988: 200 Jahre Alte Brücke (Ausstellung im Rathausfoyer)

April 1988-Juni 1989: Restaurierung der Brückenfiguren der Alten Brücke und der des hl. Nepomuk durch Bildhauer Hans-Volker Dursy, Ladenburg http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017120935

Mai 1988: Nikolaus Frey Nachfolger von Jutta Wagner als Leiter der städtischen Musik- und Singschule (vgl. 1971)

Juni 1988: 100 Jahre Kurpfalzschule Kirchheim. Eröffnung der „Alten Scheune“ („Ochsenscheuer“, mit Aula und Heimatmuseum;, vgl. 1982)

Juni 1988: Einweihung der neuen Räume des Verkehrsverein Ziegelhausen am Ebertplatz

12. Juni-2. Oktober 1988: Codex Manesse (Ausstellung in der Universitätsbibliothek Heidelberg)

29. Juni 1988: Verkehrsfreigabe der Czernybrücke (Baukosten: 28,5 Millionen DM)

30. Juni 1988: Reinhard Bütikofer (MdL) scheidet aus dem Gemeinderat aus. Nachfolgerin: Caja Thimm

August-September 1988: Schloßfeste 1613 und 1913 (Ausstellung des Stadtarchiv im Rathausfoyer)

19. August 1988: die neugestaltete Kleingemünder Straße (Ziegelhausen) wird als verkehrsberuhigter Bereich übergeben

1. September 1988: die Stadt Heidelberg übernimmt die Sportanlage des HTV

1. September 1988: Martin Hornig wird 1. Vorsitzender des Stadtteilvereins Handschuhsheim

5. September 1988: die Ausstellung Neues Leben in alter Stadt wird in der Stadthalle eröffnet (Dokumente über die Stadtsanierung in Heidelberg; bis 28. 9. 1988 im Rathausfoyer)

6:-9. September 1988: Internationaler Kongreß der Vereinigung „Europa Nostra“ in Heidelberg

12.-15. September 1988: 1. Internationaler Mittellateiner-Kongreß in Heidelberg

15. September 1988: Eröffnung des Hotel Holiday Inn City Center (früher: Schrieder; vgl. 1986; seit 1998 „Crown Plaza“)

17. September 1988: Jubiläumsveranstaltung 200 Jahre Alte Brücke

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BORDER=0>’Ãâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’…ÃÃâ€&xnbsp;’‚¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’‚¦ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¾ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’…ÃÃâ€&xnbsp;’‚¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’…¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€žÂ¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’‚ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¾ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’…¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’…¾ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€žÂ¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’…¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’…ÃÃâ€&xnbsp;’‚¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’…ÃÃâ€&xnbsp;’‚¾ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€žÂ¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’‚ÂÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¾ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’‚¬ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’…ÃÃâ€&xnbsp;’‚¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’¢ÃÃâ€&xnbsp;’¢â€šÂ¬ÃÃâ€&xnbsp;’…¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬Å¡ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’‚ÃÃâ€&xnbsp;’‚¢ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’Ãâ€ÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’â€ÂÂÂ&xnbsp;’ÃÃâ€&xnbsp;’Ãâ€Â&xnbsp;’â€ÂÂÂÂ&xnbsp;ÃÃâ€&xnbsp;’¢â‚¬â„¢ÃÃâ€&xn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