Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Kirchtürme

Tore, Türme, Schanzen, Masten und Befestigungen in Heidelberg südlich des Neckar

Tore und Türme des Schlosses

*=nicht mehr vorhanden

Achteckige Turm (Glockenturm; Schloß; 35 Meter Höhe)

*Affennest (Schanze) vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 183)

*Affenturm (vgl. Eiserner Pfahl; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 17)

*AFN-Sendemast (65 Meter hoch, Anfang der 1950er Jahre bis Juni 1968 in Bergheim (östlich des Brückenkopf Ernst-Walz-Brücke), dann abgerissen und in Wieblingen (Sandhofer Weg) wieder aufgebaut, im Dezember 2020 abgerissen und verschrottet)

*St. Annapforte (Seetor; vgl. Derwein 1940 Nr. 22, 838)

*St. Annaturm (Blaue Turm, vgl. Derwein 1940 Nr. 23

Apothekerturm (Schloß)

*Aussichtsturm auf dem Königstuhl vgl. Königstuhlturm

*Bismarckhöhe 9 m hoher Aussichtsturms aus Holz, 394/441 (?) m über dem Meer, am Schloßhang östlich des Schlosses, unterhalb des Wildererkreuzes, 1891 vom Gemeinnützigen Verein erbaut, 1970 zerstört (Ratsprotokoll vom 14. 5. 1891, UA 114/4; Hinweis von Markus Schott) (vgl. Derwein 1940, Nr. 65) (>Bismarckhöhenweg)

Bismarcksäule (oberhalb des Philosophenwegs) http://www.bismarcktuerme.de/ebene4/bawue/heidelb.html

*Blaue Hut vgl. Derwein 1940 Nr. 367

*Blaue Turm (St. Annaturm, Pulverturm, Befestigungswerk des Böhmisch-Pfälzischen Krieges, 1621/1622 erbaut, NW-Ecke des Stadtgartens); vgl. Derwein 1940 Nr. 23, 711, 954f.; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 202

*Blockhaus (militärisches Bauwerk, 382 Meter über NN) "da wo die Kohlhofer Straße mit dem nach Gaiberg führenden Weg zusammentrifft", vgl. Derwein 1940, Nr. 67

Brückentor (Alte Brücke, Türme 28 Meter hoch, diente auch als Gefängnis), barocker Neubau 1709/11 (Türme anstelle ihrer mittelalterlichen Kegeldächer mit geschweiften Hauben überfangen), 1784 zerstört, 1. Steinbrücke 1786-88 erbaut; 1946 das Innere von Architekt Rudolf Steinbach als Wohnung hergerichtet und bezogen (vgl. Derwein 1940 Nr. 81; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 198f.)http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/205344

Dicke Turm (Schloß; 40 Meter Höhe, 7 m Mauerstärke)

Diebsturm (1468 erstmals erwähnt, vgl. Derwein 1940 Nr. 118; vgl. Hexenturm, Augustinerkloster)

*Dionyserpforte (Mitteltor, 1570 genannt; vgl. Derwein 1940 Nr. 120)

*Eiserne Pfahl (turris pontis Neccari; Turm auf der Heidelberger Neckarbrücke, erstes Joch von der Nordseite, siebter Pfeiler von der Südseite, 1426 erstmals erwähnt, bezeichnet bis 1461 die Landesgrenze zum Gebiet des Hochstift Mainz; fälschlich als „Affenturm“ bezeichnet; vgl. Derwein 1940, Nr. 690)

*Eselpfadsturm vgl. Derwein 1940 Nr. 166; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 200 "Hier stand der Eselspfadturm / der mittelalterlichen Stadtbefestigung / genannt nach den Eseln, welche das Mehl aus / der Herrenmühle nach dem Schloß trugen / erbaut im 13. Jahrhundert, zerstört 1689-1693" (Inschrift am Hause Eselspfad 1)

*Fasanengarten, Fasanenschanze (1622, im Ziegelried, hinter dem Schloßhotel; heute Schloß-Wolfsbrunnenweg 5, auf dem Boden des 1919 abgebrannten Hotel Bellevue; vgl. Derwein 1940, Nr. 173; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 183)

Fernmeldeturm der US-Streitkräfte (Königstuhl, Richtfunkturm, Mikrowellenanlagen, stillgelegt, 2007 an das Land Baden-Württemberg zurückgegeben, ehemals von den US-Streitkräften betrieben. In Stahlbetonbauweise ausgeführt. Ersetzte Ende der 1950er-Jahre Stahlfachwerktürme aus den späten 1940er-Jahren)

Fernsehturm vgl. Königstuhlturm

Fischerpforte (Fischertor, Tränktor) 1435 erstmals erwähnt, vgl. Derwein 1940 Nr. 183, 943; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 199

Frauenturm (Mantelturm, Gefängnis, bis 1392 nordwestliche Bastion der Stadtbefestigung, Turmstumpf bis 9,5 m Höhe erhalten, in der Heuscheuer verbaut) vgl. Derwein 1940 Nr. 198, 395, 571; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 197f.

Gaisbergturm (1876 aus Steinen des Trutzkaisers durch den Schloßverein erbaut, 375 Meter Meereshöhe, Plattform in 13 Meter Höhe, Architekt: Fritz Seitz, 1926/27 und 2003/04 restauriert)

*Gasometer Pfaffengrund („Gaskessel“, „Dicker Bergmaier“, 72 m hoch, 38 m Durchmesser, Kreuzung Diebsweg/Eppelheimer Straße, am 27. März 1951 eingeweiht, im August 1985 abgerissen)

sog. Glockenturm (Alte Glockengießerei, Bergheim, zwischen Kurfürsten-Anlage, Römerstraße und Alter Bergheimer Straße, 2003 eingeweiht)

*Graf-Johannes-Schanze (Schanze des Böhmisch-Pfälzischen Kriegs „an der Rombachhöhle“, Ludwig Merz) (oberer Wolfsbrunnenweg)

*Häuselsberg (Rohrbach, Schanzen) (vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 183)

*Haspelpforte (Haspelgasse zum Neckar)

Heiliggeistkirche (Turm 1441-1544; nach 1697 barocke Haube)

Hexenturm (im Mittelalter: Diebsturm, am Graben, 34 Meter Höhe; Kernaltstadt; spätes 13. Jahrhundert, 1684 erstmals als Hexenthurm erwähnt, bis 1930 im Eigentum der Stadt, dann Teil der Neuen Universität). (vgl. Derwein 1940 Nr. 320, 956; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 196; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 217)

*Hilsbacher Tor (Kohlhof, 1748/1793)

*Jakobspforte (Inneres Obertor, 1750 zerstört) vgl. Derwein 1940 Nr. 374, 937 "Hier stand das innere Obertor / auch Jakobspforte genannt / der mittelalterlichen Stadtbefestigung / erbaut im 13. Jahrhundert - abgetragen 1750 / ersetzt durch das östlich der Herrenmühle gelegene / hintere oder äußere Obertor / und später durch das Karlstor" (Inschrift über dem Gartentor des Hauses Hauptstraße 233)

*Judentor (Kernaltstadt; in der Stadtmauer nördlich der Judengasse, Zugang zum Lauer, 1566 erstmals erwähnt, 1689/1693 zerstört, Torbogen steht bis 1805); vgl. Derwein 1940 Nr. 392; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 198

*Käfig vgl. Frauenturm, Mantelturm vgl. Derwein 1940 Nr. 395

*Käfigtor vgl. Derwein 1940 Nr. 396

*Kaltentalturm (Pulverturm, Kernaltstadt, Gedenktafel an Karlsstraße 22) vgl. Derwein 1940 Nr. 404, 711, 953; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 200 "Hier stand der Kaltetalturm der mittelalterlichen / Stadtbefestigung erbaut im 13. Jahrhundert / zerstört 1689-93" (Inschrift am Hause Karlstraße 22)

Karlstor (Carl-Theodor-Thor, obere Thor, Stadttor, Zahlstelle für Pflaster- und Wegegeld, Gefängnis, erbaut 1773-1781 nach Plänen von Nicolo de Pigage zu Ehren von Kurfürst Karl Theodor. Bildnerischer Schmuck: Hofbildhauer Lamine) (Östliche Vorstadt) vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 204; vgl. Derwein 1940, Nr. 416. (Ein Ölgemälde von Heinrich Vulcanus zeigt die Grundsteinlegung in Heidelberg im Jahre 1775)



*Karlsturm vgl. Blaue Hut; vgl. Derwein 1940 Nr. 367

*Karlsturm (Schloß, 1681-1685 unter Kurfürst Karl mit der Karlsschanze und der und Infanterie-Redoute zur Verteidigung der Nordostecke des Heidelberger Schlosses an der Stelle des Ballspielhauses errichtet, 1689/1693 durch die französische Besatzung gesprengt, heute nahezu vollständig verschwunden)

*Keltertor, Kelterturm („Kellertor“, Untere Burgtor; Schloßberg 14 (lt. Adressbuch 1839); mit dem Hexenturm durch die Stadtmauer verbunden; am 3. August 1877 zerstört); vgl. Jochen Goetze, Der Kelterturm, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Nr. 4/1999; Derwein 1940 Nr. 429; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 201; Karl Christ, Alt-Heidelberger Wirtschaften. 1925, S. 16)

*Kettentor vgl. Derwein 1940 Nr. 436 siehe Markbronner Tor

Klingentor (Westliche Vorstadt, 1620/1622 als Teil der damals hergestellten Befestigungen erbaut. Einziges erhaltenes Stadttor außer dem Brückentor); vgl. Derwein 1940 Nr. 456; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 201

*Königstuhlturm (1) (auf dem Nasenplatz, achteckig, 26 m hoch; am 28. September 1832 Grundsteinlegung, 1835 eröffnet, 1911 Inbetriebnahme des elektrischen Personenaufzugs, 1959 zerstört; siehe dazu Heinrich Liedvogel, Ein Nachruf auf den alten Königstuhlturm, in: Heidelberger Fremdenblatt 62/1961, Ausg. 13)

Königstuhlturm (2) (Aussichts-, Wasser- und Sendeturm für Hörfunk und Fernsehen, 1958-1960 erbaut, mit Antenne 82 m hoch, Aussichtsplattform in 33 (oder 38?) m Höhe). Er befindet sich im Eigentum des Südwestrundfunks (SWR) und wird unter anderem auch von diesem benutzt. Von dort werden vier UKW-Hörfunkprogramme des SWR, das landesweite DAB-Ensemble der Digital Radio Südwest auf Kanal 12B mit 0,8 kW, sowie das DVB-T-Angebot von ARD/SWR und ZDF abgestrahlt. Seit 2001 wegen „Schäden am Beton“ für Besucher gesperrt.

*Krähennest (Schanze, um 1622; vgl. Derwein 1940, Nr. 478)

*Kuhtor, Kühtor (südwestlich der Peterskirche; 1621/22 erbaut, um 1650 zerstört); vgl. Derwein 1940 Nr. 502; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 201

*Leyertor (1607 erstmals erwähnt, Tor in der alten Stadtummauerung am nördlichen Ende der Leyergasse) vgl. Derwein 1940 Nr. 539

*Linsentörlein (am Brückentor) vgl. Derwein 1940 Nr. 550; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 198

*Luginsland (beim Oberen Schloß) vgl. Derwein 1940 Nr. 563

*Malakow vgl. Derwein 1940 Nr. 567

*Mannheimer Tor (1752 anstelle des Speyerer Tors erbaut, 1851/1856 zerstört) (Westliche Vorstadt) vgl. Derwein 1940 Nr. 934; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 203 („ein massives Gebäude mit Wohnungen, Wacht-, Zollhaus und Gefängnissen“, nach J. G. Rieger, Historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Mannheim und seiner Umgebung...1824) 1811/1812 waren hier die "Hemsbach-Räuber" gefangen. - Am 15. Oktober 1989 wird das Schützenhäusel (Wachhäuschen des ehemaligen Mannheimer Tor, welches im Gewann Pfaffengrund als Unterstand für den Feldhüter aufgestellt war) an der Ecke Marktstraße/Schützenstraße, Pfaffengrund, aufgestellt)

Mantelturm (Frauenturm, nordwestliche Bastion der Stadtbefestigung, in großen Teilen erhalten, in die Heuscheuer eingebaut) vgl. Derwein 1940 Nr. 571

*Markbronner Tor, Marckbronner Thor, Markbronnentor (Kettentor, auf der Inschrifttafel fälschlich „Marktbronner Tor“; Kettengasse 25) (vgl. Derwein 1940 Nr. 575; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 200 Markbronnertor) (vgl. Hans-Martin Mumm, Vor der Stadtgründung. Drei Studien, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, 13/2009, S. 13f.)

Marstallbogen (vgl. Derwein 1940, Nr. 584)

*Martinsturm (Mitteltorturm?) vgl. Derwein 1940 Nr. 585

*Mitteltor(turm) (innere Speyerer Tor, Dionyserporten, niedere Tor, untere Tor) Kernaltstadt, am Graben, zwischen Hauptstraße 126 und 135; um 1370/1400 am Graben als Teil der westlichen Stadtbefestigung mit Zugbrücke und Fallgatter erbaut. 1693 von den Franzosen zerstört, danach mit welscher Haube wieder aufgebaut. Im mittleren Stock hat der Stadtuhrmacher Wohnung und Werkstatt, über ihm wohnt der Stadtwächter. In den Jahren 1714ff. bekommt der Turm ein achteckiges Obergeschoß (Plan: Johann Jakob Rischer?). 1827 wird der Mitteltorturm endgültig zerstört. Der Hochwächter (Feuerwache) zieht auf den Turm der Heiliggeistkirche. Auf dem Gebäude der Universität wird ein Türmchen errichtet, das die Uhr und zwei Glocken (von 1719 und 1630) des Mitteltorturms aufnimmt. - vgl. Derwein 1940 Nr. 120, 605, 933, 936, 941; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 196f. (vgl. Martinsturm)

*Motte vgl. Luginsland

Münzturm (Teil der 1700 hierher verlegten kurfürstlichen Münze; um 1750 Pulvermagazin;   in Haus Neckarmünzgasse 6 verbaut; vgl. Derwein 1940, Nr. 641) „Zu Heidelberg steht noch hinter den Häusern der Neckarmünzgasse versteckt die Ruine eines Stadtturms, wobei im 17. Jahrhundert eine Stückgießerei bestand, also eine Art Schmelzwerk für Geschütze, woher sein alter Name Münzturm zu stammen scheint, während die wirkliche kurfürstliche Münze zu Füßen des Schlosses lag“ (Karl Christ, Die Bezeichnung „Münze“ für Burgbauten, in: Pfälzische Heimatkunde. Monatsschrift für Natur- und Landeskunde der Pfalz, XII. Jg., Nr. 11, November 1916, S. 171) (vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 375f.)

*Neckargemünder Tor vgl. äußere Obertor

Neckarmünzgasse vgl. Münzturm

*Neckartor (Brückentor)

*Neckarmünzturm vgl. Münzturm

*Oberlinsturm (Äußere obere Tor?; vgl. Derwein 1940 Nr. 666, 938, 550)

*Obertor, äußere (Neckargemünder Tor) (Östliche Vorstadt, bei Hauptstraße 246) vgl. Derwein 1940 Nr. 374, 935, 937, 938, 987; vgl. Obertor) (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 203)

*Obertor, vordere oder innere (zerstört 1750) (Kernaltstadt)

*St. Peterstor (Niedere Tor?; vgl. Derwein 1940 Nr. 685)

Posseltslust (Königstuhl-Gebiet beim Kohlhof, 481 Meter über NN, Turm 15 m hoch, am 21. August 1881 aufgrund einer Stiftung von Ernst Carl Louis Posselt (1817-1880), Professor der Pharmazie, Industrieller, Stadtrat, durch die Architekten Obermeyer und Stadtbaumeister Gustav Schaber erbaut). Inschrift der verschwundenen Tafel: „Dem Stifter dieses Lusthauses, Stadtrat Prof. Dr. Louis Posselt. Seine dankbare Vaterstadt Heidelberg, 21. August 1881“ (vgl. Derwein 1940, Nr. 706)

Providenzkirche (Glockenturm 1715/1738 erbaut, Baumeister: Johann Jakob Rischer?)

*Pulverturm (Westliche Vorstadt, Sophienstraße 1) vgl. Derwein 1940 Nr. 711; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 203

*Pulverturm siehe Blaue Turm, Rote Turm, Kalte-Tal-Turm

*Rote Turm (Pulverturm) (Westliche Vorstadt, Neckarstaden) vgl. Derwein 1940 Nr. 711, 957, 959; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 203

Schanzen vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 182ff.

*Schantz vgl. Trutzbayer

*Schießtor (Anfang 17. Jh.) (Westliche Vorstadt), um 1607 erbaut (das new Thor am Newen schießhauß), 1689/1693 zerstört, um 1700 wieder hergestellt, 1803 wegen Baufälligkeit niedergerissen und neu erbaut, in den 1840er Jahren endgültig niedergelegt, nach dem Schießhaus am Stadtgraben benannt. (vgl. Merianstich von 1620; vgl. Derwein 1940, Nr. 782ff., 786f.; vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 201).

*Seegartentor

*Signalturm (Königstuhlsturm; vgl. Plan der Heidelberger Stadtwaldungen nach dem Stand von 1902 auf Grund des städtischen Planmaterials hg. von Otto Petters, 3. Aufl., Maßstab 1:16.000 (Verlag von Otto Petters). Heidelberg [1902])

*Speyerer Tor, äußere (niedere Tor, Spitaltor; zerstört nach 1752?) (Westliche Vorstadt) vgl. Derwein 1940 Nr. 859, 932; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 202f.

*Speyerer Tor (Mitteltor; Mannheimer Tor; am Graben, 1856 zerstört) vgl. Derwein 1940 Nr. 932, 939, 940

*Spitaltor (äußere Speyerer Tor) vgl. Derwein 1940 Nr. 859

*Stadtmauer vgl. Derwein 1940, Nr. 869

*Sternschanz(e) vgl. Trutzkaiser (auch die Motte bei der Molkenkur wird so genannt, vgl. Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Verlag Otto Petters Heidelberg. (Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 21902)) http://trutzkaiser.elmartino.de/

*Tabakspfeife (Schanze des Böhmisch-Pfälzischen Kriegs, 1621/1622 erbaut) vgl. Derwein 1940, Nr. 924

Telekom Telekommunikationsturm (Königstuhl, Ende der 1950er Jahre erbaut, 102 Meter hoch, ursprünglich 80 Meter, in den 1980er Jahren erhöht)

*Tillys Lager (I. Oberer Hutzelwald/Riesenstein, II. Sprunghöhe; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 214, 464)

Torturm (Schloß; 52 Meter Höhe?)

Tränktor (Kernaltstadt; Fischertor; 1622: Trenkthor; früher: Ausfluß eines Entwässerungskanals, heute: Durchgang mit Treppe zum Neckarufer) vgl. Derwein 1940 Nr. 943; Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 199

*Trutzbayer (Vorwerk des Böhmisch-Pfälzischen Kriegs am Westhang des Gaisberg, am Wolfshöhlenweg, oberhalb des Trutzkaisers, 1621/1622 mit Tabakspfeife und Blauem Turm erbaut. - Am 16. September 1622 von bayerischen Truppen der katholischen Liga unter Tilly erobert, spätestens 1693 zerstört; Reste heute noch sichtbar, Gedenkstein vorhanden) vgl. Derwein 1940, Nr. 949 (vgl. FN Unterm Trutzbayer) (vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 214f.)

*Trutzkaiser („nüwen thorn“, Vorwerk, 1462 von Kurfürst Friedrich I. dem Siegreichen gegen Kaiser Friedrich III. von Habsburg am Westhang des Gaisberg erbaut (Pfalzgraf Friedrich I. hatte sich 1452 zum Kurfürsten erklärt, obwohl er Regent für seinen Neffen und Mündel Philipp (als Kurfürst „der Aufrichtige“, reg. 1476-1508) war und Kaiser Friedrich III. der Thronfolgeregelung nicht zugestimmt hatte). Der Trutzkaiser wird später Sternschanze genannt, er wird auf dem Kupferstich von Merian (1620) als „alt Gebäu“ bezeichnet, 1620 unter Gouverneur Heinrich van der Merven instandgesetzt und umgebaut, dabei wird die Spitze zu einer offenen Kampfplattform umgestaltet und ein Mast angebracht, der ein ballartiges Gebilde (Signalkorb?) trägt. Ein Laufgraben mit Brustwehr wird vom Trutzkaiser bis zur Stadtbefestigung errichtet, er mündet am Blauen Turm. – Im September 1622 wird der Trutzkaiser von Truppen der katholischen Liga unter Tilly erobert. Nach dem 30jährigen Krieg wird der Trutzkaiser durch Kurfürst Karl Ludwig wieder aufgebaut, 1693 durch die Truppen Melacs kampflos eingenommen und danach gesprengt. 1876 wird aus den Steinen des Trutzkaisers der Gaisbergturm errichtet) vgl. Derwein 1940, Nr. 894, 950, 958; Ludwig Merz, Der „Trutzkaiser“ oder „Stern“ – ein Bollwerk der Heidelberger Stadtverteidigung, in: Ruperto Carola, Bd. 42/1967, S. 48-52 http://trutzkaiser.elmartino.de/ (Abbildung: Matthaeus Merian, Heidelberg von Westen, 1619) (vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, I, S. 215)

*Trutzpfaffe (legendärer Turm Friedrich I. des Siegreichen) vgl. Derwein 1940, Nr. 951

Tunnelentlüftung (Kamin und Maschinenhaus im Klingenteich, Johannes-Hoops-Weg 8, zur Entlüftung des Königstuhltunnels, 1906-1913 erbaut, 1971 außer Betrieb gesetzt, heute Wohngebäude)

*Uferpforten (Brunnengasse/Karpfengasse)

Uhrturm (Schloß)

*Untere Burgtor vgl. Keltertor

*Venninger Tor (?) (im 18. Jh.: von Weiler) (Kernaltstadt)

Zeughaus-Nord-Westturm

Wassertürme