Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

www.haidelberg.de

Orte und Landschaften

Agri decumani (Agri decumates)

374 sicherte sich der römische Kaiser Valentinian I. durch einen Vertrag mit dem alamannischen Gaukönig Makrian die Steinbruch- und Durchgangsrechte in dem von den Alamannen eroberten rechtsrheinischen Dekumatenland (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 62ff.; Ernst Wahle, Vor- und Frühgeschichte des unteren Neckarlandes. 1925) (vgl. >Decumates agri)

Aquae Aureliae

(lat.) Baden-Baden

Arae Flaviae

römischer Name von Rottweil

Aremorica

Bezeichnung der alten Römer für die damals keltisch („gallisch“) besiedelte Region zwischen den Flüssen Loire und Seine

Augusta Nemetum

(lat.) Speyer

Austrasien

der östliche Teil des Frankenreichs im Gegensatz zu Neustrien (dem Westreich), die Wiege der Karolinger. Seit dem Tod Chlodwigs I. 511 bis zu Pippin dem Jüngeren (†768) ist Austrasien meist ein selbständiges fränkisches Teilkönigreich mit der Hauptstadt Metz. Das Gebiet umfasste die fränkischen Gebiete um Rhein, Maas und Mosel und neben Metz die Orte Reims, Köln und Trier, dazu die Gebiete der besiegten germanischen Stämme: unter dem ersten Teilkönig Theuderich (†533) anfangs nur Alemannien, später auch Thüringen und Bayern. Nach der erneuten Reichseinigung unter den Karolingern im 8. Jahrhundert verschwanden die Namen Austrasien und Neustrien aus der Geschichte. Durch die neuen Reichsteilungen unter den Nachkommen Karls des Großen entstanden im 9. Jahrhundert die neuen Teilreiche Ostfrankenreich und Westfrankenreich.

Baudobriga

keltisch-römischer Name von Boppard

Birkighöfe

Gehöft, zur Stadt Eppelheim

Borbetomagus

Worms

Bouvines

Am 27. Juli 1214 siegt das französisch-staufische Heer unter König Philipp II. August bei Bouvines/Flandern über das englisch-welfische Heer. England verliert den größten Teil seines Festlandbesitzes. Beginn des politischen Aufstiegs Frankreichs (vgl. Georges Duby, Der Sonntag von Bouvines. Der Tag, an dem Frankreich entstand. Berlin 2002)

Bruchhausen

Domäne südwestlich Kirchheim, „Erbhofsiedlung“, am 27. Juni 1938 geweiht; vgl. Wirtschaftsplan der Stadt Heidelberg. Sonderdezernat für Neuordnung der Gemarkung. Januar 1935; heute zu Sandhausen

Budoris

1. antike Bezeichnung für den Drachenfels bei Dürkheim;

2. (fälschliche) Bezeichnung der Humanisten für Heidelberg, 1518 erstmals erwähnt; vgl. Derwein 1940 Nr. 97, 629 vgl. Myrtilletus (vgl. Nachrichten von einem Alterthumsnamen, der der Stadt Durlach beigelegt wird, und von einer Namenschwesterschaft dieser Stadt [„Budoris”], in: Vaterländische Blätter, (hg. von Aloys Schreiber), No. 8, 25. April 1812, S. 57, Heidelberg 1812)

Cambodunum

keltisch-römischer Name von Kempten

Civitas Alisinensium

(lat.) Elsenzgau

Civitas Nemetum vgl. Noviomagus Nemetum

(lat.) Speyer(gau)

Civitas Ulpia Sueborum Nícrensium

Civitas der Neckarsueben. 85-150 n. Chr. wurde das untere Neckarland mit dem Hauptort Lopodunum (98 n. Chr. von Kaiser Traianus gegründet) zur römischen Civitas Ulpia Sueborum Nícrensium (vgl. Suebi Nícrenses) (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Teil I, in: Kraichgau 10/1987, S. 85f.; Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 64)

Civitas Vangonium vgl. Borbetomagus

(lat.) Worms(gau)

Colonia Augusta Treverorum

(Provinz Belgica) römische Kaiserresidenz des Westens

Colonia Claudia Ara Agrippinensium

Hauptstadt der römischen Provinz Germania Inferior

Colonia Ulpia Traiana

römischer Name von Xanten

Crucenacum

(mlat.) Kreuznach

Decumates agri

vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 62ff.

Divodurum

keltisch-römischer Name von Metz

Durocotorum

keltisch-römischer Name von Reims

Eburodunum

keltisch-römischer Name von Brünn (Brno)

Ellwangen

764: erste Erwähnung des Dorfes Scriezesheim (Schriesheim) in einer Urkunde des Kloster Ellwangen. In der (gefälschten) Urkunde übergibt der Grundherr Suonhar (Gefolgsmann von Karl des Großen Bruder Karlmann, †771) dem Kloster seinen gesamten Besitz und tritt in das Kloster ein.

um 1140: die Grafen von Lauffen, Lehnsmänner des Königs und der Wormser Bischöfe, verlegen ihre Residenz von Wiesenbach auf den Dilsberg und schenken ihre Wiesenbacher Grundherrschaft mit Besitz und Rechten in den Nachbargemarkungen der Abtei Ellwangen zur Gründung eines (Benediktiner-)Klosters. Dieses verwaltet als Propstei bald den gesamten ellwangischen Streubesitz im Rhein-Neckar-Raum (1560 aufgehoben)

um 1237: Konrad I. von Strahlenberg (†vor 1250) baut die Burg Strahlenberg bei Schriesheim auf dem Grund des Klosters Ellwangen

1482: die Abtei Ellwangen verkauft die Propstei Wiesenbach an das Kloster Schönau

Gabrēta

von kelt. *gabro „Ziege“, antike Bezeichnung des Böhmerwalds

Grenzhof

ehemaliges Dorf der Merowingerzeit, 1184 von Pfalzgraf Konrad von Staufen dem Kloster Schönau verkauft (seither "Grenzhof"), 1935 zu Heidelberg eingemeindet, seit 1920 „Nebenort“, 96 Einwohner, 445 ha Gemarkungsfläche. (vgl. Grenzhöfer Weg, siehe Derwein 1940 Nr,1005)

Gurs

(Pyrénées orientales) Am 22. Oktober 1940 werden 282 Juden aus Heidelberg und ca. 114 aus den Gemeinden des Landkreises mit anderen Juden aus Baden und der Pfalz vom Hauptbahnhof Heidelberg aus in das Internierungslager Gurs verschleppt. In einer der ersten Massendeportationen werden 6504 in Baden, der Pfalz und im Saarland beheimatete Juden festgenommen und zu Fuß, mit Lastwagen, Militärfahrzeugen zu den bereitstehenden Zügen verfrachtet. Der Anteil von sehr alten Leuten ist besonders groß. 55 Heidelberger sterben in Gurs, 31 an anderen Orten Frankreichs, 109 finden in den Vernichtungslagern des Ostens den Tod. 91 der Deportierten überleben. Das Schicksal von 13 Personen aus Heidelberg ist unbekannt.

Bericht einer Deportierten

Brief Alfred Momberts vom 30. Oktober 1940

http://www.lpb.bwue.de/publikat/helllichten/tag04.htm (mehr zum Thema)

http://www.aloumim.org.il/histoire/gurs.html (L´Enfer de Gurs)

Haga comitis

(mlat.) Den Haag

Hegenichhof

gehört zu Eppelheim, Adressierung jedoch über „69124 Heidelberg“

Heiligenberg

(bei Heidelberg – keltischer Mittelpunkt als Handelszentrum am Unteren Neckar, beschilderter Weg, Funde insbesonder der letzten Jahrzehnte im Kurpfälzischen Museum)



Herbipolis

(mlat.) Würzburg

Hercynischer Wald

Mittelgebirgsgürtel Deutschlands und Böhmens (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 43ff.)

Hippokrene

Musenquelle auf dem Helikon (Böotien)

Hutzelwald

Revier des Heidelberger Stadtwalds (am Westhang des Gaisbergs)

Illenau

Schloß bei Achern, badische Irrenanstalt. 1842 wurde die Heidelberger Irrenheilanstalt (im Seminarium Carolinum) nach Illenau verlegt. 1842 kam Dr. Karl Hergt als Assistent von Dr. Christian Roller mit den ersten 49 Patienten aus Heidelberg in Illenau an. Nach dem Tod Rollers 1878 wurde er Direktor der Heilanstalt. Nach dem Tod von Dr. Hergt ernannte Großherzog Friedrich 1890 Dr. Heinrich Schüle zu dessen Nachfolger. Dr. Ernst Thoma übernahm nach dem Tod Schüles ab 1917 die Leitung der Illenau. Ihm folgte im Jahr 1929 Dr. Hans Römer. Dieser ließ sich 1940 aus Protest gegen die "Euthanasie" in den Ruhestand versetzen. Zwischen 1940 und 1945 waren in der lllenau NS-Schulen untergebracht. 1945-1994 benutzte sie die französische Armee als Kaserne („Kaserne Turenne“). Richard Freiherr von Krafft-Ebing war 1864-1868 Assistenzarzt in Illenau. http://www.koerber-freiburg.de/illenau/geschichte_3.htm

Kraichgau

Hügellandschaft zwischen dem Schwarzwald im Süden, dem Odenwald im Norden, der Rheinebene im Westen und dem Neckar bei Heilbronn im Osten. Namensgeber dieser Landschaft ist der Kraichbach, der bei Sternenfels entspringt und in der Nähe von Ketsch in den Rhein mündet . Die Grenzen des Kraichgaus sind jedoch stark fließend.

Die Bezeichnung Kraichgau für das heutige Gesamtgebiet ist neuzeitlichen Ursprungs. Ursprünglich beschränkte sich der Name auf den Teil des Kraichgaues, der zum Einzugsgebiet des Kraichbaches gehörte, teilweise auch auf Orte an Waldangelbach und Saalbach. Die übrigen Gebiete gehörten zum Elsenzgau, dem Pfinzgau oder dem Gartachgau. Orte im Gebiet des Leimbaches wurden zum Lobdengau gerechnet, für das Einzugsgebiet des Saalbaches wurde auch der Begriff Salzgau verwendet. Die Bezeichnung Kraichgau hat sich im Laufe der Zeit als Oberbegriff für die früheren Kleingaue Elsenzgau, Neckargau, Gartachgau, Zabergäu, Pfinzgau, Anglachgau und Salzgau herausgebildet

Im Lorscher Codex wird der Kraichgau zum ersten Mal urkundlich als Creichgowe (769) erwähnt. Der Name Kraich soll auf das keltische Wort Creuch für „Schlamm, Lehm“ zurückgehen. Der Begriff Gau bezeichnet ein offenes waldfreies Gebiet bzw. Ackerland. http://de.wikipedia.org/wiki/Kraichgau

Kühler Grund

Platz im Erbacher Tal bei Heppenheim, 1896 in Anlehnung an Joseph von Eichendorffs Gedicht „In einem kühlen Grunde“ so benannt (1929 wird der Bierhelder Weg in Rohrbach in Kühler Grund umbenannt)

Langsee

Lago Maggiore

Leimen

von ahd. leimo=“Lehm“ (vgl. FN Leimengrube, liefert das Baumaterial für die Gefache der gezimmerten Fachwerkhäuser)

Lobdengau

Lopodunum

85-150 n. Chr. wird das untere Neckarland mit dem Hauptort Lopodunum (98 n. Chr. von Kaiser Traianus gegründet) zur römischen >Civitas Ulpia Sueborum Nícrensium (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Teil I, in: Kraichgau 10/1987, S. 85f.) (vgl. Suebi Nícrenses)

Lußhardt

(1056 von König Heinrich III. dem Bistum Speyer geschenkt; von ahd. lus=“Riedgras“; vgl. Hansjörg Probst, Das Mannheimer Flurnamenlexikon (Mannheimer historische Schriften Bd. 4., hg. vom Mannheimer Altertumsverein von 1859). Ubstadt-Weiher 2010, S. 273)

Lutra Caesarea

(nlat.) Kaiserslautern

Marcianae Silvae

Bez. für den Schwarzwald bei Ammianus Marcellinus (XXII, 8, 2) vgl Abnoba

Melibocus mons

(lat.) in der Antike Bezeichnung. für das Gebirge vom Brocken bis zum mittelsächsischen Hügelland. (Der Melibokus im Odenwald hieß bis zum Ende des 15. Jahrhunderts Mons Malscus und erhielt seinen Namen erst in humanistischer Zeit, vermutlich von Beatus Rhenanus)

Menzingen

Schloß Menzingen, Wasserburg der ehemaligen Reichsritter von Mentzingen, Auslagerungsort für Bestände der Universitätsbibliothek Heidelberg, am 2. April 1945 durch einen amerikanischen Fliegerangriff mit Brandbomben zerstört.

Molkenkur

(vgl. Die neue Molkenkuranstalt auf dem alten Schloße, in: Heidelberger Journal, Beilage Nr. 76, 20. Juni 1852) (siehe unter „Burgen“)

Mons piri

Römische Truppen stoßen 369 vertragswidrig nach Osten vor, um auf dem mons piri eine Befestigung anzulegen. Noch während der Schanzarbeiten reiben alamannische Krieger die römische Einheit auf (nach den "res gestae" des römischen Geschichtsschreibers Ammianus Marcellinus.) Der mons piri wird von Marquard Freher 1599 mit dem Heiligenberg bei Heidelberg in Verbindung gebracht. (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 53ff.; http://www.heinrich-tischner.de/22-sp/8namen/1ort/sn05/orte/pq/pirus.htm; http://www.derpunker.de/archiv/2005/0506_mons_piri.html)

Myrtilletus (Bezeichnung der Humanisten für Heidelberg; vgl. Derwein 1940 Nr. 97, 629; vgl. Budoris)

Neustrien vgl. Austrasien

Noviomagus

keltisch-römischer Name von Neumagen/Mosel, Nijmegen, Speyer etc.

Noviomagus Nemetum, Spira Nemetum

keltisch-römischer Name von Speyer, Hauptort der Civitas Nemetum

Oberpfalz

Regierungsbezirk in Bayern, mit Amberg, Neumarkt, Schwandorf, Weiden, Hauptstadt Regensburg. Die Oberpfalz ist aus bayerischen Nordgau hervorgegangen. Bei der wittelsbachischen Teilung von 1329 (Hausvertrag von >Pavia) kam sie zur Kurpfalz („Unterpfalz“), 1623 aber zu Bayern (damalige Hauptstadt: Amberg). 1513 kam erstmals der bezeugte Name „die Obere Pfalz" auf. Zuvor nannte man sie "der Pfalz Land in Baiern" oder "unsere Pfalz gen Amberg". (vgl. Anna Schiener, Kleine Geschichte der Oberpfalz. Regensburg 2011)

Ochsenkopf

Gewann großer/kleiner Ochsenkopf (vgl. Derwein 1940, Nr. 667) (1563 erstmals erwähnt) (Die 1919-1921 entstandene Bahnarbeitersiedlung der Gemeinnützige Bezirks-Baugenossenschaft („Ochsenkopf“) entlang des Wieblinger Weges beim Bahnbetriebswerk Heidelberg liegt in den Gewannen Großer Ochsenkopf, Oberer Rittel, Unteres und Oberes Krummes Horn, gehört heute zu Wieblingen)

http://rhein-neckar-wiki.de/Ochsenkopf

Odenwald

(vgl. Hansjörg Probst, Das Mannheimer Flurnamenlexikon (Mannheimer historische Schriften Bd. 4., hg. vom Mannheimer Altertumsverein von 1859). Ubstadt-Weiher 2010, S. 282f.)

Odenwald, kleine

(Mittelgebirge östlich der Rheinebene, südlich des Neckartals bis zum Kraichgau. Höchste Erhebung: Königstuhl bei Heidelberg (566 m)

Partnerstädte von Heidelberg

Pyrene

(Herodot) – Heuneburg bei Hundersingen, keltische Stadt

Rhein-Neckar-Kreis

Am 1. Januar 1973 trat die baden-württembergische Kreisreform in Kraft. Der >Landkreis Heidelberg wurde mit dem Landkreis Mannheim zum Rhein-Neckar-Kreis vereinigt. Heidelberg blieb kreisfreie Stadt und wurde Kreisstadt des neuen Landkreises.

Rufiniana

Rheingönheim

Salem, Kloster

Am 23. November 1804 wird die Zisterzienserabtei Salem im Linzgau geschlossen. Die Aufhebung wird vertraglich geregelt und die Patres mit Pensionen entschädigt. Ca. 30.000 Drucke und 450 Handschriften aus der Klosterbibliothek werden 1826 in die Universitätsbibliothek Heidelberg verbracht („Codices Salemitani“), während die Münzsammlung und viele Kunstgegenstände bis heute verschollen sind.

Saravi Pons

(mlat.) Saarbrücken

Segodunum

keltisch-römischer Name von Wimpfen

Siedlung Wieblinger Weg vgl. Ochsenkopf

Simferopol

Stadt in der ASSR Krim (bis 1945), seit 1954 im Gebiet Krim der Ukrainischen SSR, jetzt Hauptstadt der Autonomen Republik Krim. Im Altertum lag hier die griechische Kolonie Neapolis, seit dem 16. Jahrhundert die tatarische Stadt Ak-Metschet. Am 28. April 1784 gründete Zarin Katharina II. das russische Simferopol. Am 2. November 1941 wurde die Stadt von deutschen Truppen erobert, am 13. April 1944 wieder befreit. 28. September 1989: Beginn einer Schulpartnerschaft der Internationalen Gesamtschule Heidelberg mit der Mittelschule Nr. 3 in Simferopol. Juli 1991: erster Jugendaustausch zwischen dem Stadtjugendring HD e.V. und Jugendlichen aus Simferopol. 20.-29. September 1991: Ausstellung von Künstlern aus Simferopol zum Heidelberger Herbst. 26. Dezember 1991: Auflösung der UdSSR. Januar 1992: Gründung des Freundeskreises Heidelberg-Simferopol. 28. Oktober 1992: Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen Handschuhsheim und dem Stadtteil Kievskij Rajon in Simferopol. 21. Juli 1995: Gründung des gemeinnützigen Vereins Rehabilitationszentrum Simferopol (Hilfeleistung bei Aufbau eines Rehabilitationszentrums in Simferopol). 7. Juni 1996: Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages zwischen den Berufsschulen Nr. 15 und 25 in Simferopol und der Johannes-Gutenberg-Berufsschule Heidelberg. 2000: Eröffnung des Heidelberg-Hauses in Simferopol.

Stahlbühel, Stahlbühl

fränkische Grafschaft (comecia), benannt nach der Gerichtsstätte NO Ladenburg. Das Grafengericht Stahlbühl über Freie unter freiem Himmel wurde 1011 dem Wormser Bischof übertragen. Dieser belehnte damit den Adligen Poppo (1127: „von Lauffen“). Am 24. März 1225 belehnte Bischof Heinrich von Worms den Wittelsbacher Ludwig I., Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein mit Burg und Burgflecken Heidelberg sowie mit der Grafschaft (comecia, d.h. Gerichtsbarkeit) Stahlbühel bei Ladenburg.

Südvicus

Bezeichnung der römischen Siedlung an der Stelle des heutigen Heidelberg-Bergheim (lateinischer Name nicht bekannt; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, S. 23f.)

Tarodunum

1. antike Bezeichnung für Riegel am Kaiserstuhl;

2. moderne Bezeichnung einer keltischen Siedlung bei Kirchzarten

Troia Minor, Troia Francorum

Xanten (um 1100 erzählt das Annolied von der Gründung Xantens durch die im Trojanischen Krieg unterlegenen Trojaner)

Tuskulanum

(etr.-lat.) Ciceros Villa bei Tusculum

Unterpfalz

Als Unterpfalz wurden im 17. Jahrhundert die rheinischen Gebiete des Kurfürstentums Pfalz bezeichnet, im Gegensatz zur Oberpfalz in Bayern. Die damalige Unterpfalz umfaßte ungefähr die heutigen Regionen Pfalz, Rheinhessen und Nordbaden, mit dem Rhein-Neckar-Raum und der Residenzstadt Heidelberg als Zentrum. Im dreißigjährigen Krieg stand der rechtsrheinische Teil der Unterpfalz unter bayerischer, der linksrheinische Teil unter spanischer Besatzung und Verwaltung.

Veltenhof

Pfälzische Kolonie im Herzogtum Braunschweig, 1750 (vgl. Alfred Bechtel, Pfälzer Kolonisten in Veltenhof, in: Jahrbuch des Stadtteilvereins Handschuhsheim 2004, S. 81-85; Timo Teufert, Eine Pfälzer Kolonie in Niedersachsen, in: RNZ, 15. 12. 2009)

Vermayze

(jidd.) Worms

Vicus Nediensis (Vicus Nediensium)

römischer Name einer Siedlung, die sich in antiker Zeit auf der Gemarkung der heutigen Gemeinde Spechbach befand. Die Siedlung wurde vermutlich zu keltischer Zeit gegründet und verkam beim Abzug der Römer im 3. Jahrhundert. Der heutige Ort Spechbach wurde erst etwa tausend Jahre später erstmals erwähnt.

Wasgau

Mittelgebirgslandschaft im südlichen Teil des Pfälzerwaldes an der Grenze zum Elsaß. Dort setzt sich der Wasgau in den Vogesen fort. Der Wasgau reicht von der Queich im Norden bis zur französischen Grenze im Süden und vom Dahner Felsenland im Westen bis zum Beginn der Rheinebene im Osten. Die Erhebungen des Wasgaus unterscheiden sich von denen des restlichen Pfälzerwaldes durch stärker gegliederten Verlauf und deutlich abgerundete Bergkuppen.

Wasgau und Vogesen haben denselben sprachlichen Ursprung, lat. Vosegus/Vosagus (mons). Dieser Name wurde im Französischen zu Vosges, im Mittelhochdeutschen zu Wasigen(wald). Er bezeichnete also das gesamte Gebirge vom Oberelsaß bis in die Pfalz.

Erst allmählich haben sich die Bezeichnungen auseinander entwickelt. Der elsässische Gebirgsteil heißt heute Vogesen, der pfälzische Wasgau. 1871-1919, als das Elsaß und Teile Lothringens zu Deutschland gehörten, wurden die Vogesen meist mit „Wasgenwald“ bezeichnet, um die Distanz vom romanisch-lateinischen Begriff zu betonen. http://de.wikipedia.org/wiki/Wasgau

Welschland

Frankreich

Wersau

Burg zwischen den heutigen Orten Reilingen und St. Leon. Dort übergaben am 24. Juni 1386 Gesandte des Papstes Urban VI. nach Bezahlung der Botengebühr die päpstliche Erlaubnis zur Errichtung eines Generalstudiums zu Heidelberg (In supremae dignitatis; vgl. 23. Oktober 1385). 1622 und 1689 wurde die Burg zerstört. (Wersau ist auf Karten ab 1555 häufig als "Winom" verzeichnet)

Wersau Vorburg, Ausgrabung 2012

http://www.burg-wersau.de/geschichte.html

http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Wersau_1690.jpg (Skizze)

Westrich ("Westrasia")

Region zwischen Vogesen und Hunsrück im Westen des Deutschen Reiches. Gebietsbezeichnung, die wie Schwaben, Franken oder Elsaß keine Territorien meint, sondern ehemaliges Königsland, das politisch zersplittert ist.

Wingarteiba

fränkischer Gau zwischen der unteren Jagst und dem Odenwald, mit Buchen, Dallau, Hartheim, Mosbach

Württemberg-Baden

ehemaliges Land der Bundesrepublik Deutschland. Das Land umfaßte den nördlichen Teil des ehemaligen Landes Baden und den nördlichen Teil des ehemaligen Landes Württemberg.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die nördlichen Teile der ehemaligen Länder Baden und Württemberg Teil der amerikanischen Besatzungszone. Deren Südgrenze wurde so gewählt, daß die Autobahn Karlsruhe-München auf der ganzen Strecke innerhalb der amerikanischen Besatzungszone lag. Die amerikanische Militärregierung gab am 19. September 1945 die Gründung Groß-Hessens, Württemberg-Badens sowie Bayerns bekannt und berief für Württemberg-Baden am 21. Dezember 1945 eine Vorläufige Volksvertretung mit Mitgliedern aus den Parteien, den Landräten und Oberbürgermeistern sowie Vertretern der Berufsstände, Hochschulen und Kirchen ein. Hauptstadt des Landes war Stuttgart. Württemberg-Baden hatte über 3,5 Millionen Einwohner und eine Größe von 15.700 km². Die Verfassunggebende Landesversammlung wurde am 30. Juni 1946 gewählt. Die Verfassung wurde bis Oktober 1946 ausgearbeitet und am 24. November 1946 durch eine Volksabstimmung bestätigt. Der erste Landtag wurde zeitgleich gewählt. Von 1946 bis 1952 war Reinhold Maier (DVP) Ministerpräsident von Württemberg-Baden.

Die württembergischen und badischen Landesteile wurden innerhalb des Landes als „Landesbezirke“ geführt. Der Landesbezirk Baden hatte seinen Sitz in Karlsruhe und war nur annähernd halb so groß wie der württembergische Landesbezirk.

Bei ihrer Gründung am 23. Mai 1949 wurde Württemberg-Baden Teil der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz enthielt über den Artikel 29 GG den Auftrag zur Neugliederung von Bundesländern. Um eine Regelung durch den Bund zu vermeiden, führten die Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern am 24. September 1950 eine Probeabstimmung und am 16. Dezember 1951 eine Volksabstimmung zur Vereinigung durch. In beiden Abstimmungen votierten die Wähler in Württemberg-Baden mit klarer Mehrheit für eine Länderfusion. Das Bundesland Baden-Württemberg wurde am 25. April 1952 gegründet.

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrttemberg-Baden

Zelemokum

(von hebr. selem „Bild“), (jidd. ON) Kreuznach, Heiligkreuz

Ziegelhausen

(Dorf, 1975 zu Heidelberg eingemeindet)

http://archivum-laureshamense-digital.de/de/index.html (CL online)




https://www.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/lorschercodex.cgi (Ortsliste zum Lorscher Codex)

https://www.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/lorschercodex.cgi?person= (Personenliste zum Lorscher Codex)