Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Topographische Namen und Flurdenkmäler nördlich des Neckar

Aberinesberg (am 18. Januar 882 schenkt König Ludwig III. dem Kloster Lorsch den Aberinesberg oder die Aberinesburg, =Heiligenberg?)

Abrahamsberg (876 erstmals im Codex Laureshamensis erwähnt, "in monte Abrahae"=Heiligenberg?)

Allerheiligenberg vgl. Heiligenberg

Allmendstein (Grenzstein mit Handschuh, Heiligenberg, zwischen Zollstock und Michaelskloster, am Schnittpunkt von Hagelsteigweg, Unterer Bittersbrunnenweg und Fußweg vom Michaelskloster; vgl. Adolf Oechelhäuser (Bearb.), Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg. (Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, Bd. VIII, 2) Tübingen 1913, S. 526)

Apfelkopf (Ziegelhausen, 448 Meter über NN)

Auerstein (Handschuhsheim; vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 68; (vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 44)

Beiselstück (Neuenheim, Ziegelhäuser Landstraße 65-69, Gewann Oberes Lobenfeld; gehörte bis 1881 zu Ziegelhausen; nach der Familie Beisel; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 60; Reinhard Hoppe, 750 Jahre Ziegelhausen 1220-1970. Heidelberg o. J. [1970], S. 12, 21)

Bismarcksäule (Neuenheim, oberalb des Philosophenwegs, 224 Meter über NN)

Bitterbrunnen, Bittersbrunnen (Heiligenberg, 1840 erwähnt) (Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 49)

Blöck (Neuenheim, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 73; Derwein 1940, S. 225; vgl. Flecke)

Busendal, Busental, Busenthal (Handschuhsheim/Neuenheim), 1094 erwähnt. Unterhalb des Busentals lag 1857-1876 der Neuenheimer Friedhof (vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 68; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 106; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 106, 240)

Busentalweg (östlich der Kreuzäcker, oberhalb der Handschuhsheimer Landstraße, mündete in den Haisbergweg, 1898 in der Bergstraße aufgegangen)

Centallmend (vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 118ff.)

Collegefeld (Sportplatz im Neuenheimer Feld nördlich der Tiergartenstraße; vgl. Heidelberg. Stadtplan. (Brausdruck GmbH). Heidelberg o. J.; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 139)

Darmuth (Weiße Stein, 548,1 Meter über NN; 1790 erwähnt, on kelt. *dar = "Eiche" und kelt. *monedon = "Berg"?; vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 79; vgl. Christian Burkhart, Woher kommt der alte Flurname „Weißer Stein“? Höchste Erhebung auf Dossenheimer Gemarkung, in: Unser Land. Heimatkalender für Neckartal, Odenwald, Bauland und Kraichgau. Heidelberg 2007, S. 225-227

Darsbach (Ortswüstung, Hirschgasse); vgl. Adolf Oechelhäuser (Bearb.), Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg. (Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, Bd. VIII, 2) Tübingen 1913, S. 526; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 138, 148-156 (vgl. Darmuth)

Dorfgraben (Handschuhsheim, der alte Bachlauf des Mühlbaches, auch Bezeichnung für die heutige Friedensstraße. Der Graben wurde nach 1830 aufgefüllt und die Straße angelegt)

Dossenheimer Kopf (Peterstal; 538,9 Meter über NN; vgl. Reinhard Hoppe, Die Flurnamen von Ziegelhausen (= Oberrheinische Flurnamen Bd. 3 / Heft 6), Heidelberg 1956, S. 71, Nr. 28: Erstmals erwähnt 1541, dann 1765, 1769 und 1790 )

Dossenheimer Tal (Peterstal; vgl. Reinhard Hoppe, Die Flurnamen von Ziegelhausen (= Oberrheinische Flurnamen Bd. 3 / Heft 6), Heidelberg 1956, S. 73, Nr. 49: 1769 erstmals erwähnt, dann 1790, 1818 und 1820, zur Erläuterung S. 24: "Als die Franzosen die Dörfer der Pfalz zerstörten, entflohen die Bewohner von Dossenheim mit ihrem Vieh und ihrer beweglichen Habe. Auf einem Bergrücken vor ihrem Dorfe häuften sie ihre Heuvorräte zusammen und steckten Sie in Brand, damit die Feinde durch die aufsteigende Rauchsäule getäuscht werden und meinen sollten, das Dorf würde schon brennen. Dann zogen die Dossenheimer über das Gebirge und ließen sich in einem von den rauhen Winden geschützten Tal, dem heutigen Dossenheimer Tal nieder.")

Drehscheib (Platz vor der katholischen Kirche Ziegelhausen, 1933-1945 Adolf-Hitler-Platz)

Engelswiese (Neuenheim, am oberen Ende der >Hirschgasse, Gewann >Judenhütte, vom >Dagersbach durchflossen; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 186ff.; Gegen Verbauunug der Engelswiese, in: Heidelberger Amtsanzeiger, 5. 1. 1951, S. 1) (vgl. Darsbach)

Eselsstall (Handschuhsheim, vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 68ff.; vgl. Isental, Isandal)

Fähren über den Neckar vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 203ff.

Feierstätte, Thingstätte (Heiligenberg, 1933 erstmals erwähnt, am 22. Juni 1935 eingeweiht; vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 107)

Felseck (Neuenheim) http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/gesch/Gesch_Erg/Felseck

Feuerfels (kleiner Felsen im Neckar auf Neuenheimer Seite; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 223)

Flecke (Neuenheim, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 227; vgl. Blöck)

Freischarenschanzen (Heiligenberg, beim Zollstock; am 21. Juni 1849 gab es hier ein Gefecht zwischen badischen und preußischen Truppen; vgl. Annemarie Lindig, Ein Gang über die Freischarenschanzen [des Heiligenberg], in: Jahrbuch des Stadtteilvereins Handschuhsheim 1999, S. 53-56; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 237)

Fuchstrapp (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 48ff.)

Fürstenweiher (Ziegelhausen, drei Weiher, ab dem 15. Jahrhundert von den Kurfürsten zur Fischzucht angelegt, 1753, 1793 und 1801 trockengelegt; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, II, S. 636)

Gabelacker (Neuenheim, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 257f.)

Galgen der Herrschaft Schauenburg auf dem Galgenbuckel an der Grenze zwischen Handschuhsheim und Neuenheim ("Schuckengalgen", vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 264ff.)

Galgenbuckel (etwa an der Stelle des heutigen Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Im Neuenheimer Feld 535) (Frey Nr. 129; Jaeger 1988 Nr. 265)

Gewannhöhe (Neuwegsberg, Nistler) (462 Meter über NN; 1790 erwähnt; vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 139) (vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46)

Grenzsteine zwischen Handschuhsheim und Neuenheim vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 316

Haarlaß (Neuenheim, Hofgut, 1399 erwähnt, 1776 Gerberei, 1895 verlegt der Rotgerbermeister Karl Pirsch (1829-1899) seine Gerberei nach dem Haarlaß; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 333f.) vgl. niedere Ziegelhaus

Handschuhsheim (Dorf, 765 erstmals erwähnt, 1903 zu Heidelberg eingemeindet)

Handschuhsheimer Feld (in der Oberrheinebene im Nordwesten von Heidelberg, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche, Sondergebiet für Erwerbsgartenbau, 20 Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe, und Naherholungsgebiet. Zum Handschuhsheimer Feld gehört auch der Teil des sog. Neuenheimer Feldes nördlich der Straße Im Neuenheimer Feld.)

Hasenbaum (Gewannbezeichnung, Handschuhsheimer Feld) 1571 erwähnt (Fritz Frey 1944, Nr. 155)

Heidelberger Fahr (schräge Neckarquerung zwischen Ziegelgasse und heutiger Neuenheimer Landstraße; vgl. Plan von Heidelberg, bei Joseph Engelmann, Gezeichnet v. F.L. Hoffmeister. Lithographie von C. Wagner in Carlsruhe 1821) (vgl. Fahr, Neuenheimer Fahr)

Heidenacker (Ziegelhausen; 1466; vgl. Hoppe 1940, S. 23, 53f ; Hoppe 1956, Nr. 112; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, II, S. 662)

Heidenknörzel (Höhenrücken östlich des Heiligenberg, mit vorgeschichtlichen Funden, 439,8 Meter Höhe)

Heidenloch (Heiligenberg, 56 Meter tiefer vorgeschichtlicher Schacht, wenige Meter westlich vom Aussichtsturm bzw Stefanskloster an der Straße, die ins Tal führt. 1936-1938 durch Paul H. Stemmermann untersucht, ab Mai 1987 ausgegraben und mit einer Schutzhütte umbaut) http://de.wikipedia.org/wiki/Heidenloch_(Heidelberg)

Heiligenberg (439,7 Meter über NN) Der Name Heiligenberg kommt nach dem 1248 erfolgten Übergang des Kloster Lorsch und seiner Filialen an die Prämonstratenser auf. vgl. Aberinesberg/Abrahamsberg http://de.wikipedia.org/wiki/Heiligenberg_(Heidelberg)

Heiligenberg-Aussichtsturm (375 Meter über NN)

Heiligenhäusel (Neuenheim, Feldkapelle am Neckar bei der Bergheimer Fähre/Furchgasse, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 342)

Hellenbach (1941 Bau des Sportplatzes des TV Handschuhsheim, Dossenheimer Landstraße 125)

Hellenbacher Stein (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 44)

Hillenbach (Wüstung, erstmals 767 erwähnt) (vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 200; von ahd. hille=“geneigte Fläche“, vgl. Hansjörg Probst, Das Mannheimer Flurnamenlexikon (Mannheimer historische Schriften Bd. 4., hg. vom Mannheimer Altertumsverein von 1859). Ubstadt-Weiher 2010, S. 272; Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 43-51)

Hillig (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 44)

Holdermannseiche (Heiligenberg, 420 Meter über NN), An des Hollermanns Baum (1791/93). Friedrich Holdermann war ein vermögender Heidelberger Bürger und Gastwirt. Neben dem Weißen Bären in der Kettengasse 19 besaß er das Heldische Bierhaus und das Holdermannsche Kaffeehaus in der Hauptstraße 124-126 am Ludwigsplatz, heute Universitätsplatz. 1764 soll er sich bei der Eiche erschossen haben.

Isental, Isandal (Handschuhsheim, vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 68f.)

Jesuiten (vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 140, 428f.)

Katz (nördlich von Handschuhsheim, 1571 erwähnt; vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 226; Hansjörg Probst, Das Mannheimer Flurnamenlexikon (Mannheimer historische Schriften Bd. 4., hg. vom Mannheimer Altertumsverein von 1859). Ubstadt-Weiher 2010, S. 274; Peter Sinn, „Katz“ und „Hühnerstein“ – Zwei seltsame Flurnamen auf Handschuhsheimer Gemarkung, in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2009, S. 47ff.; Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 47)

Kreuz (Neuenheim, zwischen Chaussee und Neckar, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 141f.)

Kreuz an der Fahr (Neuenheim, an der Landstraße am Neckar, 1747 errichtet, 1850 erneuert, vgl. Jaeger 1988, Nr. 494)

Kühe Ruhe (Handschuhsheim, früherer Weideplatz im Walde, südöstlicher Teil der Wiesen im oberen Hellenbachtal (Oberer Hellgrund, nördlich der Abzweigung des Schrägen Wegs vom Oberen Bahofweg); erstmals erwähnt 1790/02. In der Nähe: Vieh Trenk und Salzlack, vgl. Frey 1944, Nr. 257)

Kühruhe (Neuenheim, Obere und untere Kühruhe, Gemeindegut aufwärts des oberen Philosophenwegs zum Heidenknörzel ziehend, erstmals erwähnt 1715, In der Nähe: Kühruhweg, Unterer Kühruhweg, Webersbrunnen; vgl. Jaeger 1988, Nr. 813)

Kutzelhecke (Südhang des Heiligenberg, am Ende des Schweizerweg, oberhalb des Philosophenweg; früher „Lar“ oder „Loch“ genannt.) (Kutzeln=getrocknete Umhüllungen der Kastanienfrucht, früher als Brennmaterial genutzt); vgl. Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Verlag Otto Petters Heidelberg. (Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 21902); vgl. Stadt Heidelberg, Kultur- und Presseamt, Heidelberger Frühgeschichte: Ausgrabungen, Funde u. dgl. (u.a. Maßburg - Dossenheim, Kutzelhecke, Heidenloch betr.). 1928/1940 [enthält 1936 entstandene Fotodokumentation der Mauerreste im Gewann Kutzelhecke am Heiligenberg] [UA 207/3]; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 521; Fritz Frey 1944, Nr. 258 (1874) Mauerreste im Gewann Kutzelhecke. (s.a. Rötelsweg (Fortsetzung des Schweizerwegs): „...Als Rötelsweg (1a) zieht er durch das „Loch“ (D) an den alten Steinbrüchen entlang und an den Fundamenten eines Hauses (C) vorbei. Dieses Haus, auf einem planierten Gelände günstig gelegen, läßt sich auf der Zeichnung eines niederländischen Malers vom Ende des 16. Jahrhunderts nachweisen. Der Weg setzt sich dann als Fußpfad auf dem Grat des Westhanges fort bis zum inneren Ringwall. (...)“ (Ludwig Merz, Alte Paßwege, Steigen und Hohlen im Stadtwald, in: Ruperto-Carola, XII. Jahrgang, Band 28, Dezember 1960, S. 307-313)

Lange Kirschbaum (497,1 Meter über NN)

Lärchengarten (401,3 Meter über NN im Stadtwald östlich Ziegelhausen an der Grenze zu Schönau (vgl. Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Nr. 7 (2002), S. 107, 110f.)) http://zwangsarbeit.igmh.de/Zwangsarbeit%20Rhein-Neckar-Raum/ortederzwangsarbeit/heidelberglaerchengarten/index.html

Lauer (Neuenheim, zwischen Neuenheimer Landstraße und Neckar; vgl. Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Verlag Otto Petters Heidelberg. (Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 21902))

Lawn Tennis Platz (Neuenheim, zwischen Werderstraße, Keplerstraße, Schröderstraße und Mönchhofstraße, 6027 qm; vgl. Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Verlag Otto Petters. (Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 1897)

Leinpfad (zieht sich am gesamten nördlichen Neckarufer Ziegelhausens, des Neuenheimer und des Handschuhsheimer Neckars entlang über Ladenburg bis zur Mündung des Neckars in den Rhein. Vgl. Schiffsweg; vgl. Jaeger 1988, Nr. 883)

Linsenbühl (Südhang des Heiligenberg) von lisen=“Ausschau halten“? (vgl. Derwein 1944) vgl. Linsenbühl (Osthang des Königstuhls)

Löwenfahrt (Ziegelhausen, Überfahrt über den Neckar gegenüber der Rombachmündung) vgl. Derwein 1940, Nr. 559, 169

Lobdengau

Manganerzbergwerk (1893 im Mausbachtal angelegt. 460 m langer Stollen, das Erzlager wird bei 393,5 m Tiefe erreicht. 130 Tonnen Erz werden abgebaut und von den Röchling Stahlwerken in Völklingen verhüttetet; Abbau wegen der geringen Qualität des Erzes 1896 wieder eingestellt) http://www.stadtteilverein.de/Mausbachtal_Bergwerk_Lehn.htm

Meriankanzel (Heiligenberg, zwischen oberem und unterem Brandplattenweg, 279 Meter über NN, 1967 von Georg Kettenmann (Vermessungsamt) am Südhang des Heiligenberg entdeckt, 1988/89 und 2009 restauriert )

Michelsberg (Heiligenberg, 374,7 Meter über NN)

Mönchberg (Westhang des Heiligenbergs auf Neuenheimer Gemarkung, Mönchberghütte 252 Meter über NN)

Mönchhof, Schönauer (Neuenheim, durch den Ausbau der Mönchhofstraße 1908 verschwunden)

*Mons piri (369 stoßen römische Truppen „vertragswidrig“ vom Rhein nach Osten vor, um auf dem "mons piri" eine Befestigung anzulegen. Noch während der Schanzarbeiten reiben alamannische Krieger die römische Einheit auf (nach den "res gestae" des römischen Geschichtsschreibers Ammianus Marcellinus.) Der mons piri wird von Marquard Freher (Originum Palatinarum Commentarius...Marquardo Frehero... auctore... Heidelbergae...1599) mit dem Heiligenberg bei Heidelberg in Verbindung gebracht; vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Schluß, in: Kraichgau 12/1991, S. 53ff.)

Mühling-Kreuz (1851 von Pfarrer Mühling über dem Grab seiner Mutter  im Friedhof Handschuhsheim errichtet, 1999 renoviert)

Münchel (372,1 Meter über NN, auf Gemarkungsgrenze zwischen Ziegelhausen und Schönau)

Mutschler Karl sei Eck (Handschuhsheim, Mühltalstraße 52, wo einst die unterste Mühle des Tals stand, seit 1888 Metzgerei Karl Mutschler. 1964 wegen Straßenverbreiterung und Anlage eines Parkplatzes zerstört. 1967: Eindolung des Mühlbach)

Neckar

Nepomukdenkmal (Neuenheim, vgl. Derwein 1940, Nr. 648f.)

Nepomuk-Terrasse(n) (Neuenheim, Neckarufer östlich der Alten Brücke, schon 1951 so genannt; vgl. Werrner Popanda, in: RNZ, 29. 8. 2008)

Neuenheim (Dorf, 765 erstmals erwähnt, 1891 zu Heidelberg eingemeindet)

Neuenheimer Fahr (Neckarquerung zwischen Neckargäßchen und Ausmündung der heutigen Bergstraße; vgl. Plan von Heidelberg, bei Joseph Engelmann, Gezeichnet v. F.L. Hoffmeister. Lithographie von C. Wagner in Carlsruhe 1821) (vgl. Hans-Martin Mumm, Vor der Stadtgründung. Drei Studien, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, 13/2009, S. 10ff.) (vgl. Fahr, Heidelberger Fahr)

Neuenheimer Feld (Neubaugebiet im Westen von Neuenheim, bis in die 1960er Jahre weitgehend landwirtschaftlich genutzt. Der Teil nördlich der Straße Im Neuenheimer Feld liegt bereits im Stadtteil Handschuhsheim)


Neustel (Handschuhsheim; vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 69)

Neuwegsberg (Handschuhsheim, heute Gewannhöhe; vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46)

Nistler, Hohe (Handschuhsheim; vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 69)

Obere Darr (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46)

Obere Jagdhaus (509,1 Meter über NN)

Obere Steinberg (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46ff.)

Odenwald, große (Mittelgebirge zwischen Neckartal und Maintal. Höchste Erhebung: Katzenbuckel bei Eberbach (626 m)

Pfleck (Neuenheim, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 321, 783)

Prinzensitz (Ziegelhausen, Wald; „kam erst um 1845 bauf, als dort eine Aussichtsbank bei einem Besuch der zu Heidelberg studierenden badischen Prinzen errichtet wurde“, Karl Christ, Chronik von Ziegelhausen und dem Centwald. (23 S.). Heidelberg 21922, S. 23).

Rödelstein (Rötelstein, Gewann im Mönchberg am Schweizer Weg; vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim, Heidelberg 1988, Nr. 824, 832)

Rooloch (Rouloch, Rohlochsweg; Handschuhsheim, heute Rolloßweg. Das Rooloch führte in den „Creutzmannsgarten“, der in einer Mulde hinter den Häusern der Steckelsgasse lag)

Russenstein (Neuenheim, am 22. Juni 1815 ertrank hier Theodor Rudolph Perewicsch, Kutscher des Großfürsten Michael, beim Tränken der Pferde im Neckar)

Schanz (Handschuhsheim, 1786 erwähnt, vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 369)

Schiffsweg (Leinpfad am Neuenheimer Neckar) vgl. Jaeger 1988, Nr. 883

Sickerwasserstollen (Neuenheim, Gustav-Kirchhoff-Straße 5 und 14; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, II, S. 250)

Sieben Wege (Handschuhsheim, 464 Meter über NN)

Spielplatz (Heiligenberg, an der Bismarcksäule; vgl. Heidelberg. Stadtplan. (Brausdruck GmbH). Heidelberg o. J.)

Stagnaftberg (Handschuhsheim, 769 wird im Codex Laureshamensis ein Weinberg "in monte qui dicitur Stagnaftberge" bei Handschuhsheim genannt)

Steimbach (Ort im Steinbachtal (heute zu Ziegelhausen), 850 erwähnt ("in Steimbach occupationem ad decem huobas", CL II Nr. 410; vgl. Hoppe, Flurnamen 1956, Nr. 321)

Steinach (Handschuhsheim, vgl. Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46ff.)

Steinberg vgl. Obere Steinberg

Steinerne Ruhe (Ziegelhausen, westlich der Pforte von Stift Neuburg neben dem Kruzifix; vgl. Derwein 1940 Nr. 743)

Steinig vgl. Steinberg

Stift Neuburg (in den Felsen gehauenes Kreuz mit dem Neuburger Stiftswappen und der Inschrift „Stift Neuburg“ am unteren Guckkastenweg; vgl. Adolf Oechelhäuser (Bearb.), Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg. (Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, Bd. VIII, 2) Tübingen 1913, S. 671; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 330)

Stuhltor (Handschuhsheim, Teil der Dorfbefestigung, 1623 erwähnt) (Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 448)

Suhl (467,4 Meter über NN, auf Gemarkungsgrenze zu Schönau)

Tanzplatz (363,6 Meter über NN)

Thingstätte vgl. Feierstätte

Tiefentalweg (Weg zwischen Mühltalstraße und Kriegsweg/Bahofweg, der am Eleonorenhaus beginnt; vgl. Frey 1944 Nr. 461f.)

Unter Kies (Gewann, Neuenheim, F 8, Neckarufer westlich der Ernst-Walz-Brücke)(vgl. Jaeger 1988, Nr. 458, 1013). (vgl. die Gewannbezeichnungen Oberer und Mittlerer Kies)

Wälschenfurt (vgl. Hans-Martin Mumm, Vor der Stadtgründung. Drei Studien, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, 13/2009, S. 13)

Waldschmiede (Handschuhsheim, am Mönchbergweg, heute Forstwirte- und Gerätehaus des Heidelberger Forstamts, Revier Handschuhsheim. Hier wurden die für die Waldarbeit benötigten Werkzeuge repariert und geschärft. Die Waldschmiede wurde bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs betrieben.)

Walwart, Wälschenfurt, Walchenfurt, Walbron (zwischen Bergheim und Neuenheim) vgl. Derwein 1940, Nr. 996, 991; vgl. Hans-Martin Mumm, Vor der Stadtgründung. Drei Studien, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, 13/2009, S. 12

Wasserschachtel (Neuenheim, ehemalige Pferdetränke des Schönauer Mönchhofs am Neckar bei Neuenheim)

Weinberg ob der Bruck (Neuenheim, Eigentümer um 1964: Weingut Beck, Lützelsachsen)

Weiße Stein (Dreimärker, Gemarkung Dossenheim/Ziegelhausen/Handschuhsheim; 548,1 Meter über NN; vgl. Christian Burkhart, Woher kommt der alte Flurname „Weißer Stein“? Höchste Erhebung auf Dossenheimer Gemarkung, in: Unser Land. Heimatkalender für Neckartal, Odenwald, Bauland und Kraichgau. Heidelberg 2007, S. 225-227)

St. Wendel (Handschuhsheim, 1411 erwähnt; Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 496)

Wilckensfels (1895, Neuenheimer Schweiz; zum Andenken an Karl Wilckens (1851-1914), Oberbürgermeister, Ehrenbürger von Heidelberg)

Wildgraben (Handschuhsheim, Graben zwischen Wingert und Wald zum Schutz vor Wild; 1604 als wildtgraben erwähnt, vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 511; Peter Sinn, Hellenbachtal und Steinberg. Ein geologisch-geographischer Exkursionsbericht (Zur Geologie von Handschuhsheim V), in: Handschuhsheimer Jahrbuch 2010, S. 46) Grenzstein No. 318 von 1830 am Wildgraben

Ziegelhausen (Dorf, 1975 zu Heidelberg eingemeindet)

Zollstock (382 Meter über NN; 1609 erwähnt) Vielleicht stand hier ein Pfahl mit dem kurpfälzer Wappen als Hinweis auf die kurpfälzische Landstraße („Hohe Straße“), die durch den Allmendwald  und durch Kurmainzer Herrschaftsgebiet zog. (vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 523) (Auch der Tanzplatz bei Ziegelhausen hieß früher Bild- oder Zollstock)