Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Namen von Heiligen und biblischen Gestalten in Heidelberg

Albertus Magnus vgl. St. Albertkirche (Bergheim), Albertus-Magnus-Studentenwohnheim (Neuenheim)

Andreas (bei St. Andres Creutz, Ziegelried; vgl. Derwein 1940 Nr. 18)

Anna (hl. Mutter Anna; vgl. St. Annakapelle (Lorscher Hof, Handschuhsheim); St. Anna, Hospital mit Kapelle (Plöck 2a-6/Friedrich-Ebert-Anlage 1a-11/Nadlerstraße), St. Annakapelle auf dem St. Annenkirchhof; St. Annapforte (Derwein 1940 Nr. 22, 838), St. Annaturm (Derwein 1940 Nr. 23); vgl. Emil Joseph Vierneisel, Der Heidelberger St. Annenkirchhof und seine Stifterin Anna, in: Ruperto Carola 45 (1968), S. 54-59)

Antonius (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556). Nach Karl Christ (1906) soll es um 1476 in Handschuhsheim eine Antoniusbruderschaft gegeben haben, die zu Allerheiligen auf den Heiligenberg prozessierte. In Heidelberg wurde 1742 von den Franziskanern eine Antoniusbruderschaft gegründet. Antoniushaus (Hauptstraße 248, 1907 in der Plankengasse 2 gegründet), 1918 eingeweiht, 1959 wegen Baufälligkeit geschlossen; vgl. St. Paulusheim

Apollonia mittelalterliches Fresko in St. Vitus (Handschuhsheim)

Augustinus (Kirchenvater) vgl. Augustinerkloster, Augustinergasse

Barbara (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556; Fresko in der Gutleuthofkapelle, 1430 Schlierbach)

Bartholomäus (vgl. St. Bartholomäuskirche (alt) Abtei Neuburg, Wieblingen; vgl. Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Jg. 15 (2011), S. 20; Jaeger 1988, Nr. 860)

Benediktus (Patron der alten Rohrbacher Kirche)

Bonifatius vgl. St. Bonifatiuskirche (Weststadt, 1903 geweiht; vgl. Lioba)

Brigitte (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556)

Daniel von Schönau (Domherr in Köln, Mönch in der Zisterzienserabtei Himmerod, dort zum Prior gewählt, später Abt im Kloster Schönau, stirbt 1218 im Ruf der Heiligkeit)



Dreifaltigkeit (Kirche in Neuenheim, am 5. August 1137 erstmals erwähnt "geweiht im Namen der hl. Dreifaltigkeit und zu Ehren des hl. Johannes, des Täufers und Märtyrers...")

Elisabeth (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556)

Franziskus (Ordensgründer) vgl. Franziskanerkloster

Georg (Patron der Reiter) vgl. Patrozinium der St. Vituskirche (Handschuhsheim), Wohn- und Geschäftshaus zum Ritter St. Georg (Hauptstraße), Wappenfries in der Heiliggeistkirche (vgl. Karl J. Svoboda, Wappen der Kraichgauer Ritter in der Heiliggeistkirche Heidelberg, in: Kraichgau. Heimatforschung im Landkreis Sinsheim unter Berücksichtigung seiner unmittelbaren Nachbargebiete. Hg. vom Heimatverein Kraichgau. Sinsheim, Folge 2/1970, S. 180-185)

Heiliger Geist vgl. Heiliggeistkapelle, Heiliggeistkirche, Jesuitenkirche (bis 1809)

die seligen Hermann (†1326) und Otto (†1344), ein Brüderpaar aus Heidelberg, treten um 1320 in das Kloster Niederaltaich ein (Hermann als Konverse und Otto als Benediktinermönch und Priester). 1322 geht Hermann als Einsiedler in das Quellgebiet des Regen und errichtet in Frauenau bei Zwiesel eine Marienkapelle. Dort stirbt er am 28. Dezember 1326 und wird in der Vorhalle der Propsteikirche von Rinchnach begraben. Otto lebt als Einsiedler im Böhmerwald. Nach zehn Jahren übernimmt er in Frauenau das Erbe seines Bruders und wirkt hier neun Jahre lang als Seelsorger und Ratgeber. Zuletzt siedelt er mit seinem Schüler Degenhard auf den Frauenberg bei Hengersberg über, wo er 1344 stirbt. (vgl. Jaeger 1988, Nr. 768f.)

Jakob (Apostel) vgl. St. Jakobskapelle (Friesenberg); St. Jakobskirche; St. Jakobsstift (Hauptstraße/Friesenberg); Jakobspforte (Derwein 1940 Nr. 374, 937); Jacobsgasse (Altstadt); mittelalterliches Fresko in St. Vitus (Handschuhsheim)

Jesus Christus (vgl. Darstellung als Kind im Tabernakel der Bekrönung des Szepters der Universität Heidelberg von 1492; vgl. hl. Kreuz) (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556); Gutleuthofkapelle (1430, Schlierbach); Christuskirche (Weststadt), Erlöserkirche (Plöck)

Johannes der Apostel (Johanneskirche (neu), Neuenheim, 1902)

Johannes der Täufer (Schutzheiliger von Neuenheim) vgl. St. Johanneskirche (alt), Neuenheim, am 5. August 1137 erstmals erwähnt "geweiht im Namen der hl. Dreifaltigkeit und zu Ehren des hl. Johannes, des Täufers und Märtyrers..."); St. Johanneskirche (Rohrbach), Johanneskapelle (Orthopädie Schlierbach)

Johannes Nepomuk (1393 auf Befehl König Wenzels in der Moldau ertränkt, 1738 kanonisiert; vgl. Nepomukdenkmal, ursprünglich auf der 1784 zerstörten Brücke, heute nordöstlich der Brücke, 1738 errichtet; vgl. Derwein 1940, Nr. 648f.; Text der Inschrift: Jaeger 1988, Nr. 686; Alfons Beil (Hg.), Die katholische Gemeinde Heidelberg. Erolzheim 3. Aufl. 1963, S. 99. Patron der katholischen Kirche in Rohrbach, Rathausstraße, 1897 erneuert. - Statue am Haus Zwingerstraße Ecke Apothekergasse)

Katharina von Antiochien (Schutzpatronin der Artistenfakultät) vgl. Statuette in der Bekrönung des Zepters der Heidelberger Artistenfakultät von 1454 (vgl. Werner Moritz, Bei feierlichen Anlässen vorangetragen, in: Unispiegel 4/2007, S. 10); vgl. Katharinenburse, Contubernium Divae Catharina, 1401 gegründet, Augustinergasse; Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg (1410/1556). Katharinengut (Hauptstraße 29; vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32,1). Hg. vom Regierungspräsidium Stuttgart - Landesamt für Denkmalpflege. Stuttgart 2007, S. 244)

Katharina von Siena (die 1724 fertiggestellte Kirche des Dominikanerinnen-Klosters (Weißnonnen) in der Plöck wird 1732 der hl. Katharina von Siena geweiht, 1802 Kloster aufgelöst)

Konrad von Parzham (Altar in St. Vitus Handschuhsheim)

Laurentius (Schutzpatron von Schlierbach und Ziegelhausen), vgl. Laurentiuskapelle (Ziegelhausen, Friedhof), St. Laurentiuskirche (alt, Ziegelhausen, Ortsmitte), St. Laurentiuskirche (neu, Schlierbach), Laurentiuskapelle (Gutleuthofkapelle, 1430, Schlierbach)

Leonhard (Schutzpatron der Fuhrleute) vgl. St. Leonhard (mittelalterliches Heiligenhäusel beim Schnittpunkt Galgenweg/Speyerer Straße) (vgl. Derwein 1940 Nr. 531)

Lioba von Tauberbischofsheim (deutsch: Truthgeb; *um 700/710 in Wessex/England; †um 782 in Schornsheim), Missionarin, Benediktinerin und Heilige, folgt 732/735 dem hl. Bonifatius ins Frankenreich, dieser macht sie zur Äbtissin des Klosters Tauberbischofsheim) http://de.wikipedia.org/wiki/Lioba_von_Tauberbischofsheim

Margarete (Fresko in der Gutleuthofkapelle Schlierbach, 1430)

Maria vgl. Kapelle der seligen Jungfrau in der Einöde (legendär) (vgl. Derwein 1940, Nr. 115 und S. 67). 1390/1391 wird unter Kurfürst Ruprecht II. die Heidelberger Synagoge zur Marienkapelle umgewidmet (Liebfrauenkapelle, capella beatae virginis, Judengasse/Untere Straße, heute Dreikönigstraße 6); 1457 Gründung der Bruderschaft zu unserer lieben Frauen; Marienstatue (Kornmarkt) vgl. Derwein 1940, Nr. 572; Liebfrauen (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556); Gutleuthofkapelle (1430, Schlierbach); St. Marienkirche (Pfaffengrund); 14. Jahrhundert: Seitenaltar an St. Vitus Handschuhsheim. Das Franziskanerkloster (ältestes Heidelberger Kloster) war der Jungfrau Maria geweiht.

Maria Magdalena (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556)

Martin von Tours (vgl. Martinsturm, Derwein 1940 Nr. 585)

Michael (Erzengel, Dan 10,13 ff., Offb 12,7. Tag: 29. September. Seit dem Sieg König Ottos I. des Großen über die Magyaren auf dem Lechfeld bei Augsburg 10. August 955 gilt der hl. Michael als Schutzpatron des Ostfrankenreichs, später Deutschlands). St. Michaelskirche (Heiligenberg): nach einer Urkunde aus dem Jahr 1450 wurde (wahrscheinlich bis ca. 1550) alljährlich am Michaelstag auf dem Allerheiligenberg ein Fest gefeiert wurde, bei dem "Brot feil geboten" und "Wein geschencket" wurde. - Michelsberg (südliche Kuppe des Heiligenberg). - St. Michaelsweg (Heiligenberg) - Michelsberg (Südstadt, vgl. Derwein 1940, Nr. 599f.) - Michelsgasse (Südstadt, vgl. Derwein 1940, Nr. 600) - Michaelsbrunnen (östlich des Kohlhof, vgl. Derwein 1940, Nr. 597) - Michaelskreuz (Schloßberg, vgl. Derwein 1940, Nr. 598) - Fassadenfigur des hl. Michael am 1903 zerstörten Findelhaus, Neugasse 12, heute im Kurpfälzischen Museum. - St. Michaelskapelle (Totenkapelle im Kirchhof von St. Peter) - St. Michaelkirche (neu, kath., Südstadt). - Caritas-Altenheim St. Michael Handschuhsheim, Steubenstraße, 1955 eingeweiht. - Relief am Ehrentempel auf dem Ehrenfriedhof (Erweiterung für die Gefallenen des zweiten Weltkriegs, 1953).

Nazarius (774 wird im Codex Laureshamensis erstmals eine Kirche in Handschuhsheim mit diesem Patrozinium genannt; vgl. die Kirche in Seckenheim)

Nikolaus (mittelalterliche Nikolauskapelle in Kirchheim, 1496 im Wormser Synodale verzeichnet) (vgl. Denkmaltopografie II, 2013, S. 165); (14. Jahrhundert: Seitenaltar an St. Vitus Handschuhsheim; Nikolausfenster in der alten Sakristei ebenda (1984); Spätmittelalter: Seitenaltar an der St. Johanneskirche (alt, Neuenheim); Nikolaus-Bildstock und -weg, St. Nikolausschlag (Stadtwald); Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg (1410/1556); vgl. Derwein 1940, Nr. 660)

Odilia (Ottilie) (mittelalterliches Fresko in St. Vitus Handschuhsheim)

Paulus (vgl. St. Paulusheim, Stiftweg 1, 1957-2007, St. Paulkirche, Boxberg)

Petrus (Schutzheiliger des Bistums Worms, von Kirchheim und Heidelberg) vgl. St. Peterkirche (neu, Kirchheim), St. Peterskirche (alt, Heidelberg), St. Peterskapelle (Friedhofskapelle; auch Batzenkirche); St. Peterstor (vgl. Derwein 1940 Nr. 685); Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg (1410/1556); St. Petersklinge (vgl. Derwein 1940, Nr. 455), Sankt Peters Weg (vgl. Derwein 1940, Nr. 686)

Raphael (vgl. St. Raphaelskirche Neuenheim)

Salvator resurgens (Jesuitenkirche, 1759; seit 1809: Hl. Geist)

Sebastian (Altar der Heiliggeistkirche Heidelberg, 1410/1556)

Stephanus vgl. St. Stephanskirche und -kloster (Heiligenberg); 1390/1391 wird unter Kurfürst Ruprecht II. die Judengasse vorübergehend in St. Stephansgasse umbenannt (vgl. Derwein 1940, Nr. 893); Stephanuspfarrei (Pfaffengrund)

Urban (Papst 222-230, Patron der Winzer; vgl. Jaeger 1988, Nr. 861; 14. Jahrhundert: Seitenaltar an St. Vitus Handschuhsheim)

Valentin von Terni (1496 als Patron der Wieblinger Kirche bezeugt; Attribut: Hahn; vgl. Walter Petschan, Die Entwicklung des Wieblinger Ortssiegels, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt 11, 2006/07, S.11-26)

Vinzenz von Paul (Vincent de Paul, 1581-1660), französischer Priester, gilt auf Grund seines Wirkens auf dem Gebiet der Armenfürsorge und Krankenpflege als Begründer der neuzeitlichen Karitas. 1729 wird Vinzenz durch Benedikt XIII. selig- und 1737 durch Clemens XII. heiliggesprochen. 1885 ernennt Leo XIII. ihn zum Schutzpatron des Ordens der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul („Vinzentinerinnen“). - Am 7. November 1781 setzt Kurfürst Carl Theodor die Kongregation der Priester von der Mission des hl. Vinzenz von Paul (Lazaristen, Vinzentiner) in das Eigentum der Jesuiten ein. Die Lazaristen übernehmen bis 1793 die Aufgaben und Anstalten der Jesuiten. - 1860 kommen Vinzentinerinnen (Orden der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul) nach Heidelberg, um im St. Anna-Spital in der Plöck zu arbeiten (bis 1877) - 1. Mai 1915: Eröffnung des Vinzentiushauses als katholisches Heim für ledige Mütter - 1988 werden die Heidelberger Vinzentinerinnen wegen Nachwuchsmangel ins Mutterhaus nach Freiburg zurückberufen.

Vitus (Veit) (Attribut: Hahn; vgl. St. Vituskirche Handschuhsheim)

Wendelin (Schutzpatron der Hirten; mittelalterliches Fresko in St. Vitus (Handschuhsheim); Wendelinstor (Handschuhsheim); St. Wendel (1411 erwähnt), vgl. Fritz Frey, Die Flurnamen von Handschuhsheim. Heidelberg 1944, Nr. 496)

Wolfgang (vgl. St. Wolfgangkapelle (um 1200/1450), Wolfgangstraße Kirchheim)