Heidelberger Geschichtsverein

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Muhammad Iqbal (Alama Iqbal)

*9. November 1877 Sialkot, Pandschab, Britisch-Indien

†21. April 1938 Lahore, Pandschab, Britisch-Indien

indischer Dichter und Philosoph, gilt als „geistiger Vater“ Pakistans



1893-1895: Besuch des Scotch Mission College in Sialkot

1897: Bachelor of Arts in Arabisch und Philosophie am Government College in Lahore

1899: Master of Arts in Philosophie am Government College in Lahore

1901: Veröffentlichung seines ersten Buches „Illmul-Iqtasad“ (Study of economics, Wirtschaftswissenschaft), Lahore

1903: Assistent am Government College in Lahore

1905: Reise nach Europa. Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften in Cambridge

Juni 1907: lernt in Heidelberg Deutsch. Wohnt Neuenheimer Landstraße 58 (Pension Scherrer). Studium der Philosophie und Literatur in Heidelberg und München

November 1907: Promotion an der Philosophischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München bei dem Semitisten Friedrich Hommel mit: The Development of Metaphysics in Persia’

1907-1908: Professor für Arabisch an der Universität London

1908: Niederlassung als Rechtsanwalt in Lahore (-1934). Halbe Professur für Philosophie und Englische Literatur

1911: Professor für Philosophie, Government College in Lahore

1. Januar 1923: wegen seiner dichterischen Leistungen durch die britische Krone geadelt (Sir Muhammad Iqbal, Knight Bachelor)

1927: Wahl in die gesetzgebende Versammlung der Provinz Pandschab

1927/28: Vortragsreise (Universitäten Delhi, Aligarh und Madras). Gleichzeitig aktiv in der All India Muslim League, die seit 1906 besteht und die ein muslimisches Gleichgewicht zu der von Hindus dominierten Kongresspartei zu bilden sucht.

30. Dezember 1930: Präsident der Jahresversammlung der Muslim League in Allahabad, bei welcher er sich erstmals öffentlich zugunsten eines muslimischen Staatsgebildes im Nordwesten Indiens ausspricht

1931-1932: Teilnahme an der Round Table Conference in London zur Lösung der „indischen Frage“

1931: Vizepräsident des Islamischen Kongreß in Jerusalem. Reisen nach Frankreich, Spanien, Italien.

1932: Dschavidnama, Buch der Ewigkeit (dt. 1957)

1933: Ehrendoktor für Literatur an der Punjab University

Herbst 1933: zur Planung der afghanischen Universität nach Kabul eingeladen, wo er von einem Kehlkopfleiden befallen wird, dem andere Krankheiten folgen.

21. April 1938: stirbt in Lahore. Bei der Badschahi Moschee beigesetzt

14. Februar 1969: im Beisein des pakistanischen Botschafters wird das Iqbal-Ufer in Heidelberg-Bergheim benannt



>Iqbal-Ufer (Bergheim, Gedenktafel)

>Gedenktafel Neuenheimer Landstraße 58 (1966)



Veröffentlichungen:

Muhammad Iqbal, Die Wiederbelebung des religiösen Denkens im Islam. Berlin 32011



Literatur:

Annemarie Schimmel, Muhammad Iqbal - Prophetischer Poet und Philosoph. München 1989 (Auszug: „Als Anfang der sechziger Jahre eine pakistanische Hockeymannschaft nach Frankfurt kam, galt ihr erster Besuch dem Goethe-Haus; denn Goethes Name war ihnen bekannt, hatte er doch ihren verehrten Nationaldichter Muhammad Iqbal inspiriert!“)

Zum 100. Geburtstag von Sir Dr. Mohammad Iqbal, des Denkers und dichterischen Reformers des Islam. Sonderveröffentlichung der Kulturabteilung der Iranischen Botschaft, Bonn-Bad Godesberg

Ruperto Carola Band 40, 1966

Khurram Ali Shafique, Iqbal. An illustrated Biography, (Iqbal Academy) Pakistan 2006



http://www.bremen.com/~mediatent/history/iqbal.htm (Muhammad Iqbal - Prophetischer Poet und Philosoph von Annemarie Schimmel)

http://writtenencounters.blogspot.de/2010/04/allama-iqbal-in-heidelberg.html http://www.allamaiqbal.com/publications/journals/review/apr06/08.htm (IQBAL, THE POET, Dr. Thomas Stemmer)

http://www.sai.uni-heidelberg.de/saireport/2007/sai_report_2007.html (South Asia Institute, A century of Iqbal in Heidelberg, An Evening (On the banks of the river Neckar/Heidelberg))

http://www.eslam.de/begriffe/i/iqbal.htm (Enzyklopädie des Islam)

http://www.isar-arabesken.de/places/vorbild/iqbal.html (Gedenkstein für Iqbal am Habsburger Platz in München)