Heidelberger Geschichtsverein e.V.

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Max Freiherr von Waldberg

*1858 Jassy/Moldau

†6. November 1938 Heidelberg (Tod durch Krebsleiden)

Literaturhistoriker

1889: Professor an der Universität Heidelberg (Neuere deutsche Literaturgeschichte)

1903: kauft die Villa Mönchhofstraße 12 als Wohnhaus

26. Juni 1915: Enthüllung des Kreuzes in Eisen und Übergabe des Eisernen Buches im Garten der Städtischen Sammlungen. Bei der Eröffnungsfeier nehmen als Ehrengäste die Spitzen der militärischen, staatlichen und städtischen Behörden teil, darunter als Vertreter der Universität Prorektor Johannes Bauer. Es sprechen Oberbürgermeister Ernst Walz sowie Dr. iur. Eugen von Jagemann. Die Weiherede spricht Freiherr von Waldberg. siehe http://www.uni-heidelberg.de/presse/news/2110reichert.html

1922: promoviert Joseph Goebbels

1926: vermacht seine Bibliothek (ca. 5.000 Bände) als Schenkung an die Universitätsbibliothek Heidelberg

1933: Entzug der Lehrbefugnis

April 1933: verzichtet auf seine Lehrveranstaltungen "um unliebsames Aufsehen zu vermeiden"

31. Dezember 1935: Versetzung in den Ruhestand

1942: Ehefrau Violetta von Waldberg begeht Selbstmord, als Deportation nach Theresienstadt bevorsteht

Literatur:

Reinhard Düchting, Zur Erinnerung an Max von Waldberg, in: RNZ, 31. 12. 1971

Wolfgang U. Eckart, Volker Sellin, Eike Wolgast et al. (Hg.), Die Universität Heidelberg im Nationalsozialismus. Heidelberg 2006

Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Nr. V/2000, 304f.

Christa-Huberta Kemmer, in: Heidelberg. Jahrbuch des Heidelberger Geschichtvereins 18 (2014), S. 194-196

Leena Ruuskanen, Der Heidelberger Bergfriedhof. Kulturgeschichte und Grabkultur. Ausgewählte Grabstätten. Heidelberg 1992, S. 146f.

Gerhard Sauder, Positivismus und Empfindsamkeit. Erinnerung an Max von Waldberg, in: Euphorion 65/1971, S. 402-404

Gerhard Sauder, Goebbels in Heidelberg, in: Karin Buselmeier et al. (Hg.), Auch eine Geschichte der Universität Heidelberg. Mannheim 1985, S. 307-314

Verführt und verraten. Jugend im NS. Kurpf. Museum. 1995, S. 119