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Friedrich Ludwig Sckell (Clarus Friedrich Ludwig von Sckell) (seit 1808 Ritter von Sckell)

*13. September 1750 Weilburg/Lahn

†24. Februar 1823 München

Gartenarchitekt, Begründer des klassischen Landschaftsgartens in Deutschland

Vater: Johann Georg Wilhelm Sckell, in Diensten des Kurfürst Carl Theodor

Bruder: Matthias Sckell

Schwiegersohn: Carl August Sckell

1773: Studienreise nach Frankreich und England

1774: Herzog Carl II. August von Pfalz-Zweibrücken beauftragt Sckell mit der Anlage eines repräsentativen Parks beim Jagdschloß in Rohrbach bei Heidelberg

1776/77: Umgestaltung und Erweiterung des Schloßpark Schwetzingen zum Landschaftsgarten

1777: "Hof-Lust-Gärtner"

1780: Arbeiten für den Park von Schloß Karlsberg bei Homburg (Saar) und Schloß Monbijou in Dietrichingen bei Zweibrücken für Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken

1780/85: Park Schöntal und Schloßpark Schönbusch in Aschaffenburg (einer der frühesten Landschaftsgarten in Deutschland)

1783: Schloßgarten Dürkheim, Schloßgarten Grünstadt

1784: Schloßgarten Neckarhausen, Herzogsgarten Landshut

1785/88: Lustschloß Favorite (Mainz), Schloßgarten Oranienstein, Hofgut Monbijou bei Dietrichingen bei Zweibrücken

1787: Schloßgarten Wambolt (Birkenau, Odenwald), Schloßgarten Wörrstadt (Rheinhessen), Annahof und Monplaisir in Niederwürzbach

1789/1800: Ludwigspark Saarbrücken, Plan für die Umgestaltung der Mannheimer Festungsanlagen (zugleich erster Stadterweiterungsplan, nicht ausgeführt)

1788/92: Landschaftliche Gestaltung des Herrnsheimer Schlosses

ab 1789: unter anderem Englischer Garten München, Arbeiten zur Stadtplanung und diverse Grünanlagen in München, landschaftliche Umgestaltungen im Schloßpark Nymphenburg

1790: Sturmfederscher Kellergarten in Dirmstein

1790: Friedrich Ludwig Sckell legt den Schloßgarten Heidelberg an

1792: Schloßgarten in Rilchingen

1792: "wirklicher Hofgärtner"

1795: Schloßpark Weinheim und landschaftsgestalterische Bearbeitung des Karlstals bei Trippstadt (Zuschreibung)

1799: "wirklicher Gartenbaudirektor“ für die Rheinpfalz und Bayern. Umgestaltung des Englischen Garten in München zum Volksgarten

1803: landschaftliche Umgestaltung des ehemaligen Klostergartens Amorbach

1804: Hofgarten-Intendant in München

1805: Hofgarten in Innsbruck und Mirabell-Garten in Salzburg

1817: Landschaftliche Umgestaltung des Schloßparks Biebrich in Biebrich

1818: Friedrich Ludwig von Sckell veröffentlicht Beiträge zur bildenden Gartenkunst

Landschaftliche Umgestaltung des Schloßparks Oppenweiler

1824: sein Neffe Carl Rottmann (1797-1850) heiratet seine Tochter Friedericke Sckell

Veröffentlichungen:

Friedrich Ludwig von Sckell, Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler. 1818. 2. Nachdruck der 2. Auflage von 1825 (Grüne Reihe - Quellen und Forschungen zur Gartenkunst, Band 5). Worms 1998

Literatur:

Albert, Jost u.a., Gartenlust und Stadtbaukunst. Friedrich Ludwig von Sckell. 2000

Franz Hallbaum, Der Landschaftsgarten. Seine Entstehung und seine Einführung in Deutschland durch Friedrich Ludwig von Sckell (1750-1823). München 1927

Volker Hannwacker, Friedrich Ludwig von Sckell. Der Begründer des Landschaftsgartens in Deutschland. Stuttgart 1992 [92 B 1968]

Peter Lack, Die Gärtner- und Künstlerfamilie Sckell, in: Die Gartenkunst, Jg. 14, 2002, H. 2, S. 195

Iris Lauterbach (Hg.), Friedrich Ludwig von Sckell (1750-1823). Gartenkünstler und Stadtplaner. Worms 2002

Helga Reucker, Friedrich Ludwig von Sckell, in: Der Kreisausschuss (Hg.): Jahrbuch 2001 des Landkreises Limburg-Weilburg

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Ludwig_von_Sckell