Heidelberger Geschichtsverein e.V.

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Karl Pflaumer

*27. Juli 1896 Rauenberg

†3. Mai 1971 Rastatt

Polizeioffizier, SS-Brigadeführer, Innenminister des Landes Baden, Mitglied des Reichstags

Wohnung: Friedrich-Ebert-Straße 1 (1930)



1924: Polizeioberleutnant, wohnt Klingenteichstraße 6

1929: Mitglied der NSDAP

8. Dezember 1930-14. März 1933: Gemeinderat in Heidelberg

1933: badischer Innenminister

April 1945: wird beim Versuch, sich in die Schweiz abzusetzen, von der französischen Armee gefangengenommen und interniert

Mai 1948: aus der Haft entlassen. Danach im Gerichtsgefängnis in Karlsruhe

2.-12. August 1948: Internierungslager Ludwigsburg

später zeitweilig als Handelsvertreter tätig

Januar 1950: Entnazifizierungsverfahren in Karlsruhe, als Belasteter eingestuft und zu einer Geldstrafe verurteilt



Literatur:

Horst Ferdinand, in: Badische Biographien Bd. 1, hg. von B. Ottnad, Stuttgart 1994, S. 266-271

Ernst Klee, Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Aktualisierte 2. Auflage. Frankfurt am Main 2007

Norma Pralle, Zwischen Partei, Amt, und persönlichen Interessen. Karl Pflaumer, Badischer Innenminister. In: Michael Kißener, Joachim Scholtysek (Hg.), Die Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden und Württemberg. Konstanz 1997 (Emr2 Fueh), p. 539-566

Erich Stockhorst, 5000 Köpfe. Wer war was im Dritten Reich. Kiel 2000



>Die heutige Ezanvillestraße in Ziegelhausen-Peterstal und die heutige Brahmsstraße in Ziegelhausen (bisher: Kleingemünder Weg) heißen 1933-1945 Karl-Pflaumer-Straße

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Pflaumer