Heidelberger Geschichtsverein e.V.

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Karl Christian Gottfried Nadler

*19. August 1809 Heidelberg (heute Augustinergasse 7)

†26. August 1849 Heidelberg (Roßhirtsches Haus am Karlsplatz, D 21, neben dem Palais Boisserée, heute Hauptstraße 207) (auf dem Bergfriedhof, Litera D, begraben)

Advokat, Fachschriftsteller, Mundartdichter, evangelischer Kirchengemeinderat

Beiname als Mitglied der „Faustina“: Walch

Großvater: Johann Michael Nadler (1726-1799, aus Sulzbach/Oberpfalz, ab etwa 1750 lutherischer Organist an der Providenzkirche Heidelberg)

Vater: Karl Philipp Nadler (1778-1813), Lehrer, Organist der lutherischen Gemeinde/Providenzkirche

Mutter: Elisabethe Wilhelmine, geb. Barth (1788-1821)

Bruder: Dr. Heinrich Friedrich Nadler (*19. Juni 1811 Heidelberg, prakt. Arzt in Bretten, flüchtet 1848 nach Newark/USA, wo er stirbt)



1807: Heirat der Eltern

1813: Tod des Vaters

1813-1821: Wohnung: Steingasse 18

1818: Gymnasium Heidelberg (Grabengasse/Seminarstraße)

[23. März 1819: der Theologiestudent und Burschenschafter Carl Ludwig Sand ermordet in Mannheim den Schriftsteller August Kotzebue]

[20. September 1819: Karlsbader Beschlüsse nach Unruhen im Zusammenhang mit der Ermordung August Kotzebues durch Carl Ludwig Sand. Eine "Zentraluntersuchungskommission zur Untersuchung revolutionärer Umtriebe" wird angeordnet. Pressezensur, Verbot der Burschenschaften und des Turnens, Überwachung der Universitäten, Entlassung revolutionär gesinnter Lehrkräfte]

[20. Mai 1820: Carl Ludwig Sand wird in Mannheim hingerichtet]

1821: Tod der Mutter. Sein Onkel mütterlicherseits, Bäcker Christian Barth (Steingasse 18), sowie die Tante väterlicherseits, Eleonore (†1838), Frau des Bäckermeisters Stepp (†1821) nehmen sich der Knaben an. Nadler wohnt Ziegelhäuser Landstraße 21 (später Waldhorn ob der Bruck, „Scheffelhaus“, 1965 zerstört).

Oktober 1826-1831: stud. Jura in Heidelberg. Mitglied des Bundes Faustina

SS 1830: stud. in Berlin

1830: wohnt laut Adreßbuch in Heidelberg am Marktplatz (Litera D 302)

[30. März 1830-1852: Leopold Großherzog von Baden]

[27.-29. Juli 1830: Juli-Revolution in Frankreich]

15. September 1830: schreibt aus Heidelberg an seinen Freund August Reichensperger: „Wer weiß, ob wir nicht noch zu den Waffen greifen müsen; ich meine nicht   f ü r  sondern gegen die Revolutionärs; denn vor einer Pöbelherrschaft soll uns Gott bewahren.“ (Unveröffentliche Briefe Karl Gottfried Nadlers an August Reichensperger. (Hg. von Ernst Traumann). Köln 1922, S. 868)

[4. März 1831: Oberamtmann Ludwig Friedrich Eichrodt in Säckingen zum großherzoglichen Stadtdirektor zu Heidelberg ernannt (-1836)]

15. Juli 1831: erstes juristisches Examen bestanden

1831: unbesoldeter Aktuar [Schreiber] beim Oberamt Heidelberg

1832: besoldeter Aktuar [Schreiber] beim Oberamt Heidelberg

1833: Rechtsbeistand in Heidelberg

29. Oktober 1833: erhält das Schriftverfassungsrecht

1834: Heirat mit Luise Götzenberger, Schwester des Malers Jacob Götzenberger (schmückt 1844 die Trinkhalle in Baden-Baden mit Freskobildern aus den Märchen des Schwarzwaldes)

Oktober 1834: Geburt des Sohnes Heinrich, später Pfarrer in Edingen

15. September 1835: Luise Nadler stirbt

1837: übt die Advokatur gemeinsam mit Dr. Schulz aus

1838: Entzug des Schriftverfassungsrechtes

1838-1845: Mitglied des Großen Bürgerausschuß

1839: 2. Heirat mit Elisabet Josephine, geb. Kempf aus Mainz (Tochter: Marie)

1839/1844: wohnt am Marktplatz, D 302

Nadlers Tafelrunde tagt im „König von Portugal“ (Hauptstraße 146)

1840: erhält den Titel Advokat

[November 1840-1845: Erster Bürgermeister Georg Leonhard Ritzhaupt]

[25. August 1843: Studenten bringen dem Dichter August Hoffmann von Fallersleben ein Fackelständchen dar, wofür sie am nächsten Tag vor die Polizei geladen werden]

Sommer 1846?: Brand im Hutzelwald

[1846: die Auflösung der badischen Kammer und Neuwahlen zum Landtag verstärken die Konflikte zwischen Großherzog und der Bürgerschaft, die um wirtschaftliche Freiheit und politische Mitwirkungsrechte kämpfen]

[5. Dezember 1846: Jenny Lind, die "schwedische Nachtigall" gibt ein Konzert in Heidelbergs größtem Saal mit 800 Plätzen (Museumsgebäude)]

1846/1848: Wohnung und Kanzlei am Karlsplatz, D 21 (Roßhirtsches Haus, neben dem Palais Boisserée, heute Hauptstraße 207)

1847: bei Heinrich Ludwig Brönner in Frankfurt erscheint die Gedichtsammlung Fröhlich Palz; Gott erhalt's

[5. März 1848: Versammlung von Politikern in Heidelberg, die die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung beschließen. 51 „fortschrittliche“ Politiker, die meisten unter ihnen Liberale und nur wenige Radikale, tagen auf Anregung des württembergischen Liberalen Friedrich Römer, „um in diesem Augenblick der Entscheidung über die dringendsten Maßregeln für das Vaterland sich zu besprechen.“ Sie setzten einen Siebener-Ausschuß ein, der für Wahl und Einrichtung eines deutschen Parlaments Vorschläge machen und zudem "baldmöglichst eine vollständigere Versammlung von Männern des Vertrauens aller deutschen Volksstämme" - das sog. Vorparlament - zusammenberufen sollte. Dieser Kommission gehörten Heinrich von Gagern, Itzenstein, Carl Theodor Welcker und Willich sowie der Rheinländer Carl Stedmann, der Frankfurter Georg Christoph Binding und Friedrich Römer aus Stuttgart an.]

[12. März 1849: Der Staatsrechtslehrer und Ehrenbürger von Heidelberg Carl Theodor Welcker beantragt in der Frankfurter Nationalversammlung, dem König von Preußen die erbliche deutsche Kaiserwürde anzutragen]

[12. April 1848: Friedrich Hecker beginnt in Konstanz den Aufstand]

April 1848: Nadler veröffentlicht die Spottballade Guckkasten-Lied vom großen Hecker

[18. Mai 1848: Eröffnung der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt/Main. 586 Männer aus allen deutschen Ländern ziehen in die Paulskirche unter Vorsitz Heinrich von Gagerns (Heidelberger Burschenschaft) ein]

[Juli 1848: die (liberale) badische Regierung verbietet den demokratischen Studentenverein an der Universität Heidelberg]

[17. Juli 1848: 364 der insgesamt 564 immatrikulierten Studenten verlassen Heidelberg. Dem Zug wird eine deutsche Fahne vorangetragen. Arbeiter, Schneidergesellen und Mitglieder republikanischer Vereine begleiten die Studenten auf ihrem Zug nach Neustadt/Haardt ein Stück weit. 120 zurückbleibende Studenten weisen im "Heidelberger Journal" darauf hin, daß der Auszug unter falschen Voraussetzungen erfolge.]

[27. Juli 1848: die ausgezogenen Studenten kehren in aller Stille nach Heidelberg zurück]

[Dezember 1848-März 1849: der Philosoph Ludwig Feuerbach hält auf Einladung von Studenten im Rathaussaal Heidelberg 30 Vorlesungen über das Wesen der Religion. Die Universität hatte ihm für die Vorlesungen ihre Räume versagt, auf Bitten der Studenten stellt der Gemeinderat den Großen Bürgerausschußsaal zur Verfügung. Sein Publikum, etwa 250 Personen, besteht zu einem guten Drittel aus Studenten (darunter Gottfried Keller, der das Erlebnis im Grünen Heinrich verarbeitet), im übrigen aus Bürgern, Handwerkern und Arbeitern.]

[Mai 1849: Einsetzung einer badischen republikanischen Regierung. Revolution, die von preußischen Truppen niedergeschlagen wird]

21. Juni 1849: angebliches Attentat von Anhängern Heckers auf Nadler vor seinem Hause am Karlsplatz

[22. Juni 1849: Preußische Truppen besetzen Heidelberg]

[23. Juli 1849: die letzten republikanischen Aufständischen kapitulieren in der Festung Rastatt vor den preußischen Truppen. Ende der Revolution. In den anschließenden standgerichtlichen Verfahren und Hochverratsprozessen ergehen 1000 Urteile, darunter Todesurteile und langjährige Haftstrafen.]

18.-24. August 1849: Kur in Baden-Baden

26. August 1849: Nadler stirbt mit 40 Jahren in seinem Haus am Karlsplatz, D 21, heute Hauptstraße 207) an einem Lungenleiden (Brust- und Gichtleiden, Blutsturz)

28. August 1849: Nadler wird auf dem Bergfriedhof (Litera D) begraben. Trauerrede: Prälat Holzmann (Heiliggeistkirche)

27./28. November 1849: Versteigerung seiner Bibliothek

1894: die bisherige Nadlerstraße in der Weststadt, welche die östliche Fortsetzung der Zähringerstraße bildet, wird mit dieser vereinigt

11. August 1897, 11.30 Uhr: Enthüllung des (von Prof. Hermann Volz/Karlsruhe geschaffenen) Denkmals für den Dichter Karl Gottfried Nadler in der „Anlage“ vor dem Hotel Victoria. Die erforderlichen Mittel stellt die Witwe des Postkassiers Karl Ries, Luise Ries, in Karlsruhe und ihr Neffe Heinrich Vierordt (Karlsruher Dichter, 1855-1945) zur Verfügung. Auf dem Sockel steht: „Zum Andenken an Carl Ries errichtet von seiner Witwe.“ (urspr „Im Gedenken an Karl Ries von dessen Gattin 1897 gewidmet.“). 20.30 Uhr: Festbankett im Harmonie-Saal. Der südliche Teil der Neugasse zwischen Plöck und Leopoldstraße, der auf das neu errichtete Nadler-Denkmal zuführt, wird in Nadlerstraße umbenannt.

1936: der Stadtgarten und die „Anlagen“ werden modernisiert. Das Denkmal muß weichen und verschwindet im Garten von St. Anna.

1938: das Denkmal von Prof. Hermann Volz wird mit neuem Sockel und neuer Inschrift auf dem Krahnenplatz aufgestellt



Veröffentlichungen:

Guckkasten-Lied vom großen Hecker, Spottballade (April 1848)

Karl Gottfried Nadler, Der Glocken-Gießer im Bierhause. Zweiter Theil des Liedes von der Glocke; eine Parodie. (Mohr) Heidelberg 1843 [Barth 2 RES]

Karl Gottfried Nadler, Fröhlich Palz, Gott erhalts! Gedichte in Pfälzer Mundart. (Brönner) Frankfurt 1847 [G 7378-2 B]; (erweiterte Neuauflage 1851)

Karl Gottfried Nadler, Fröhlich Pfalz, Gott erhalts! Gedichte in Pfälzer Mundart. (Heinrich Ludwig Brönner). Frankfurt am Main 1851 [Mit einem Vorwort, in dem die Hinweise dieser mitgeteilten Mundart in Abgrenzung zu "einer anderen" der Pfalz folgendes Gebiet eingrenzt: Haardtgebirge, Annweiler Tal, Germersheim, Philippsburg gegen Wiesloch, Grünstadt über Worms gegen Heppenheim an der Bergstraße, südwestlicher Odenwald bis in die Gegend von Wimpfen und wieder westlich über Sinsheim gegen Wiesloch. Im Buch dann die Kapitel mit Beispiele der "Pfälzer Bauern. Christoph Hackstrumpf, Erzählungen, Gedichte, Schelmen und Lumpen und abschließend ein längeres Gedicht aus der Revolutionszeit 1848 "Struwwel-Putsch" von Johann Schmitt, zuvor bereits "Das Guckkasten-Lied vom großen Hecker".]

[Karl Gottfried Nadler], Unveröffentliche Briefe Karl Gottfried Nadlers an August Reichensperger. (Hg. von Ernst Traumann). Köln 1922 [G 7378-2-5]



Quellen: Stadtarchiv Heidelberg 79 Fasz. 9 (Denkmal 1897)

Nachlaß: Universitätsbibliothek Heidelberg (Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit, Beschreibung der Reise nach Rügen etc.) http://www.ub.uni-heidelberg.de/allg/benutzung/bereiche/pdf/HeidHs1467_Nachlass_Nadler.pdf



Literatur:

Max Barack [1832-1901], Der Brand im Hutzelwald. Schwank (nach Karl Gottfried Nadlers Erzählung). Stuttgart 1894

Max Barack, Der Brand im Hutzelwald. Schwank in 1 Akt nach Karl Gottfried Nadlers gleichnamigem Gedicht in pfälzischem Dialekt dramatisiert. (2. Aufl.). Kaiserslautern 1921

Helmut Bender, Karl Christian Gottfried Nadler. Der badische Dichter in Pfälzer Mundart, in: Badische Heimat 62 (1982), S. 317-321

Helmut Bender, Zur badischen Literatur. Weil am Rhein 1989, S. 129-138

Friedrich Brümmer, Karl Christian Gottfried Nadler, in: Allgemeine Deutsche Biographie, 23. Bd. Berlin 1886, S. 209f.

Michael Buselmeier, Literarische Führungen durch Heidelberg. Eine Stadtgeschichte im Gehen. Neuaufl. Heidelberg 2007

Chronik der Stadt Heidelberg für das Jahr 1897, V. Jahrgang. Im Auftrag des Stadtrats bearbeitet von Dr. phil. August Thorbecke. Mit 8 Abb. Heidelberg 1898, S. 69-71, 105-113 [Nadler-Denkmal]

Karl Christ, Zum 50jährigen Gedenken an den Pfälzer Dichter Nadler, in: Pfälzisches Museum, Nr. 1, XV. Jg., Januar 1898, S. 7-10

Karl Christ, Nadlers Grabschrift zu Heidelberg, in: Neue Badische Landes-Zeitung, Nr. 224, 1. Blatt, 4. Mai 1925, S. 4

Oswald Dammann, Johann Friedrich Schlosser auf Stift Neuburg und sein Kreis, in: Neue Heidelberger Jahrbücher, 1934, S. 109 [Sonderdruck: G6369/7]

Herbert Derwein, Ein Brief Nadlers aus seiner Heidelberger Studentenzeit, in: Heidelberger Fremdenblatt 16 (1956/57), 1. Januar 1957, S. 6-8

Herbert Derwein, Heidelberg im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Ein Stück badischer Bürgergeschichte. Heidelberg: Koester, 1958. -125 S., 4 Bl., Ill. (Neue Heidelberger Jahrbücher N.F.; 1955/1956), v.a. S. 37ff.

Reinhard Düchting, Ein vergnüglicher Nadler-Abend. in: Rhein-Neckar-Zeitung 140 (21. 6. 1994)

Reinhard Düchting, Der alte Nadler neu. Zur kritischen Ausgabe der »Fröhlich Palz, Gott erhalts! und anderer Gedichte« in der Pfälzischen Verlagsanstalt, in: Rhein-Neckar-Zeitung 197 (26. 8. 1994)

Walther Eggert, Franz Kugler und Heidelberg. Aus Anlaß der 100. Wiederkehr seines Todestages, in: Heidelberger Fremdenblatt Jg. 1958/59, Nr. 1, Aprilheft

Ludwig Eichrodt, Karl Christian Gottfried Nadler, in: Weech, Badische Bibliographien II, Heidelberg 1875, S. 96-98

Rudi Ewald, Heute ist Nadlers 100. Todestag, in: RNZ, 26. 8. 1949

Rudi Ewald, Das Nadler-Denkmal und seine Geschichte. Zu Karl Nadlers 100. Todestag, in: RNZ, 16. 8. 1949

Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Nr. IV/1999, S. 309

Heidelberger Denkmäler 1788-1981. Von einem Autorenkollektiv am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg, hg. v. Dietrich Schubert (Neue Hefte zur Stadtentwicklung und Stadtgeschichte 2) Heidelberg 1982, S. 36ff.

Adolf Kussmaul, Jugenderinnerungen eines alten Arztes. Stuttgart 1899, 131922

Meinrad Lurz, Seit 80 Jahren Nadler-Denkmäler, in: Heidelberger Tageblatt, 28. 12. 1976

müru, Carl Christian Gottfried Nadler (Heimat in der Literatur, 3), in: Heidelberger Tageblatt, 9. Januar 1965

Wilhelm E. Oeftering, Hermann Volz, der Schöpfer des Bunsen- und Nadlerdenkmals, in: Heidelberger Tageblatt, 28. 3. 1927

Wilhelm E. Oeftering, Geschichte der Literatur in Baden. II. Teil. Karlsruhe 1937

Wilhelm E. Oeftering, Nadler und die Fliegenden Blätter, in: Mannheimer Geschichtsblätter 38 (1937), S. 52-55

Wilhelm E. Oeftering, Karl Gottfried Nadler, der pfälzische Mundartdichter (IV. Folge Badische Köpfe), in: Mein Heimatland Heft 3 (1938), S. 365-376

Wilhelm E. Oeftering, Zu K. G. Nadlers Gedächtnis, in: Hermann Eris Busse (Hg.), Heidelberg und das Neckartal. Badische Heimat, Zeitschrift für Volkskunde, Heimat-, Natur- und Denkmalschutz, 26. Jg., Jahresband 1939, Freiburg 1939, S. 263-280

Joseph Pfaff, Zum hunnertjährige Geburtsdag vom Karl Gottfried Nadler. 1909

Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung. Heidelberg 1897, 21902, 31910. (unv. Nachdr. von 1910, Frankfurt 1978), S. 84ff.

Fritz Quoos, Unvergessen ist der Sänger der fröhlichen Pfalz (Serie Städtische Ehrengräber, 7), in: RNZ, 19. 6. 2007

Ursula Reichert, Musik in Heidelberg. Die Zeit der Romantik, in: [Susanne Himmelheber, Barbara Böckmann (Red.)], Musik in Heidelberg 1777-1885. Eine Ausstellung des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität. Heidelberg [1985], S. 87ff.

Leena Ruuskanen, Der Heidelberger Bergfriedhof. Kulturgeschichte und Grabkultur. Ausgewählte Grabstätten. Heidelberg 1992, S. 59f.

Leena Ruuskanen, Der Heidelberger Bergfriedhof im Wandel der Zeit (Schriftenreihe des Stadtarchivs Heidelberg, Sonderveröffentlichung 18, Hg. Peter Blum). Ubstadt-Weiher 2008

Werrner Schindler, Karl Gottfried Nadler zwischen „Gift“ und „Dolch“, in: Heidelberger Fremdenblatt, 5/1969, S. 2-5

Klaus Peter Schröder, Von Dickbäuchen und Großmäulern. Vergessener Poet und Advokat aus Kurpfalz: Karl Gottfried Nadler, in: RNZ, 29. 7. 1995, S. 53

Klaus-Peter Schroeder, Jurisprudenz und Poesie. Die Heidelberger Semester Joseph von Eichendorffs, Karl Gottfried Nadlers und Joseph Victor von Scheffels. Heidelberg 2018

Bernhard Sowinski, Lexikon deutschsprachiger Mundartautoren. 1997

Ernst Traumann, Von großen und kleinen Männern in Heidelberg. Aufsätze von Ernst Traumann, hg. von Herbert Levin. Heidelberg 1926 [BHGV]

Wilhelm von Waldbrühl [Zuccalmaglio], in: Neuer Nekrolog der Deutschen, 27. Jg., 1849, Teil 2. Weimar 1851, S. 1168-1174

Gustav Waltz, Zur Erinnerung an die Enthüllung des Denkmals für Karl Gottfried Nadler am 11. November 1897. (Festschrift Karl Gottfried Nadler). Heidelberg 1897 [A 2737 RES::9.1874-1900]

Sabine Wetzig, Die Denkmäler für Karl Nadler und Joseph Victor von Scheffel, in: Neue Hefte zur Stadtentwicklung und Stadtgeschichte, Heft 2/1982, S. 39-42

Wie Heidelberg zu seinem Nadlerdenkmal kam, in: RNZ?, 7. 8. 1949

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Gottfried_Nadler

https://www.deutsche-biographie.de/sfz67776.html (Deutsche Biografie)

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs1467_1 Heid. Hs. 1467,1: Karl Christian Gottfried Nadler, Notizen zu einer Lebensgeschichte. Heidelberg, 1829



Gedenken:

>Nadlerstraße (Altstadt, bis 1897 Wilhelmstraße); Nadlerstraße (Bergheim, um 1896, später Schlachthausstraße); Nadlerstraße (Weststadt, bis 1894, jetzt östliche Zähringerstraße)

>Denkmalbüste (1897, Prof. Hermann Volz, Leopoldstraße/Hotel Viktoria, seit 1938 Krahnenplatz) (Foto in: Hermann Eris Busse (Hg.), Heidelberg und das Neckartal. Badische Heimat, Zeitschrift für Volkskunde, Heimat-, Natur- und Denkmalschutz, 26. Jg., Jahresband 1939, Freiburg 1939, S. 341) (1938 mit neuem Sockel und neuer Inschrift auf dem Krahnenplatz aufgestellt)

>Relieftafel am Klingentor (Brand im Hutzelwald, Bildhauer: Helmut Waldherr, vor 1961)

>Gedenktafel am Geburtshaus Augustinergasse 7 (1949)

>Darstellung am Fries der Stadthalle (SO-Ecke, neben Scheffel)

>Grab auf dem Bergfriedhof, Inschrift von dem Archäologen Dr. Julius Braun (München, 1825-1869) (nach anderer Lesart von dem Heidelberger Maler Christian Barth) (nach anderer Lesart von Nadlers Tante Dorothea Barth, †1863) Ist ein Grab dir nach Wunsch / Du Pfälzer Dichter geworden? / Sicher, es ruht sich leicht / Hier in dem sonnichem Berg! / Schaue hinauf zu den Höhen, / Sie sind voll Wein und Kastanien / Theile die Zweige nach vorn – / Das ist die fröhliche Pfalz!

>Nadlerstube im Restaurant Hutzelwald, Gaisbergstraße 93

>Christian Friedrich Winter, Anton Friedrich Justus Thibaut, Wilhelm Posselt, Ernst Karl Kleinschmidt, Karl Philipp Kayser, Jacob Götzenberger, August Reichensperger, Wilhelm von Zuccalmaglio, Franz Kugler