Heidelberger Geschichtsverein e.V.

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Beate Barbara Juliane von Krüdener (geb. von Vietinghoff, genannt Scheel)



*11. Novemberjul./ 22. November 1764greg Riga/Livland

†13. Dezemberjul./ 25. Dezember 1824greg. Karasu-Basar/Krim

Pietistin, Beraterin des russischen Zaren, Schriftstellerin, aus deutsch-baltischem Adel

17. August 1796: Besuch bei Jean Paul in Hof

Juni 1815: Zar Alexander I. von Rußland empfängt im Pickfordschen Haus vor dem Heidelberger Karlstor („Haus mit den versunkenen Säulen“) den Besuch der Frau von Krüdener



Zitat:

Junge Huren, alte Nonnen
Hatten sonst schon viel gewonnen,
Wenn, von Pfaffen wohlberaten,
Sie, im Kloster Wunder taten.
Jetzt geht’s über Land und Leute
Durch Europens edle Weite!
Hofgemäße Löwen schranzen,
Affen, Hund und Bären tanzen –
Neue leidge Zauberflöten –
Hurenpack, zuletzt Propheten!

(Johann Wolfgang von Goethe, Werke Bd. 56, S. 88)



Veröffentlichungen:

Barbara Juliane von Krüdener, Valérie oder Briefe Gustavs von Linar an Ernst von G... : Roman ; in der Übersetzung der erweiterten Fassung der Leipziger Ausgabe von 1804. Mit einer Einl. neu hrsg. von Isolde Döbele-Carlesso. - 1. Aufl.. Brackenheim 2006 [2006 A 7206]


Barbara Juliane von Krüdener, Der Einsiedler / von der Frau von Krüdener. Hg. und mit einer Biographie dieser merkwürdigen Frau begleitet von K. S.. Leipzig 1818 [G 6256-26 RES]



Literatur:

Oswald Dammann, Johann Friedrich Schlosser auf Stift Neuburg und sein Kreis, in: Neue Heidelberger Jahrbücher, 1934, S. 110 [Sonderdruck: G6369/7]

Irma Drygalski, Juliane von Krüdener. Der Roman eines Lebens. Jena 1928

Ursula Kern, Vom Genuss `am Austausch der Gedanken´. Marianne von Willemer, Sophie Schlosser und das kulturelle Leben auf Stift Neuburg, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, Jg. 15 (2011), S. 195-214

Susanne Kraatz, Ilona Scheidle, Stift Neuburg. Vom Frauenkloster zum literarischen Treffpunkt, in: Die Vergangenheit ist die Schwester der Zukunft. Ubstadt-Weiher 1996, S. 100-113



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