Heidelberger Geschichtsverein e.V.

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Emil Henk

*17. Dezember 1893 Heidelberg

†10. Mai 1969 Heidelberg

begraben auf dem Bergfriedhof (Grab abgeräumt)

Wandervogel, Schriftsteller, Politiker, Unternehmer, Widerstandskämpfer

Inhaber einer pharmazeutischen Großhandlung, der später von seinem Sohn Richard Henk weitergeführten „Firma Emil Henk OHG“


Erster Vorsitzender des Heidelberger Bundes für Volksbildung

Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes

Wohnung: Kaiserstraße 33 (Adressbuch 1939)


Väterlicher Betrieb: Henk & Niederheiser, Güterbestätterei, Am Güterbahnhof 23 (Adressbuch 1910)



1913: Abitur am Realgymnasium (Kettengasse). Baut eine Wandervogel-Gruppe („Am Gaisberg“) auf. Studium der Nationalökonomie in München.

1914: Kontakt zu Friedrich Gundolf

Teilnahme am 1. Weltkrieg als Unteroffizier

1920: stud. Literaturwissenschaft in Heidelberg

1921: Kontakt mit der Gruppe Die Gemeinschaft (Wilhelm Fraenger, Theodor Haubach, Carl Zuckmayer). Freundschaft mit Carlo Mierendorff.

1926: Mitglied der SPD

1933: Widerstand gegen die Nazi-Diktatur unter dem Decknamen Rechberg

6. Mai 1934: Treffen mit Pfälzer Sozialisten am Asselstein bei Annweiler, um eine neue Parteiorganisation und ein Verteilernetz für antifaschistische Schriften aufzubauen ("Rechberg-Gruppe" bzw. "Asselsteiner")

4. Oktober 1934: verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt, aber wegen Mangels an Beweisen nur wegen Verstoßes gegen das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien zu einer Gefängnisstrafe von 20 Monaten verurteilt, die er in Karlsruhe verbüßt


1938: Ausschluß aus der Reichsschrifttumskammer


1939: Mitglied des Kreisauer Kreises


29. Juli 1944: Hochzeit des Sohnes Richard Henk


10. Mai-8. Juli 1945: Amtsleiter für Unterricht und Kultus im Oberregierungspräsidium Mittelrhein/Saar


1946: Geburt der Tochter Camilla Henk

1950-1952, 1956-1960: MdL (SPD)

1963: Großes Bundesverdienstkreuz

1965: Ehrenbürger der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg



Veröffentlichungen:

Hauspostille ... der Firma Emil Henk oHG, Heidelberg [erschienen: Nr. 18.1976 - 20.1979 nachgewiesen]

Emil Henk, Die Tragödie des 20. Juli 1944. Ein Beitrag zur politischen Vorgeschichte. Heidelberg 1945 (2. erw. Auflage 1946) [B 4439-257-179]



Literatur:

Norbert Giovannini, „Was wir uns damals dachten und was daraus geworden ist.“ Eine Heidelberger Rede des Schriftstellers und Politikers Carlo Mierendorff (1932), in: Heidelberg. Jahrbuch des Heidelberger Geschichtsvereins, Nr. 2 (1997), 209ff.


Henry Goverts, Emil Henk und unser Heidelberger Kreis, in: Richard Henk (Hg.), In Memoriam Emil Henk 1893-1969, Heidelberg 1970, S. 24-32

[Emil Henk], In Memoriam Emil Henk. 1893-1969. Erinnerungen seiner Freunde. 1970 [mit Beiträgen von Carl Zuckmayer, Henry Goverts, Artur Egon Bratu, Willi Brundert, Fritz Saenger, Helmut Stahl, Edith Varro-Pfaelzer, Gerhard Hinz und Fabian von Schlabrendorff]

Richard Henk, Heidelberg - "unvergeßliche Stadt". Nach Originalen von Rudo Schwarz. Text von Richard Henk. Heidelberg (Brausdruck) 1977 (Hauspostille ... der Firma Emil Henk oHG, Heidelberg; 19) [2001 D 1398]

Hans-Martin Mumm, Emil Henk. Wandervogel, Georgeaner, Widerständler, in: Gaisberg-Rundblick Nr. 4. Jg. 6, August/September 2010, S. 18

dns, Warum gibt es keine Emil-Henk-Straße?, in: RNZ, 3. 11. 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Henk

https://books.google.de/books?id=wPyjBgAAQBAJ&pg=PA33&lpg=PA33&dq=richard+henk+karl+jaspers&source=bl&ots=r5Ie-dFOz-&sig=44aSB0lFBU8CU32wwHoH2AKbZN8&hl=fr&sa=X&ved=0ahUKEwiWmYaYq4nXAhXKuBoKHfy0AOAQ6AEIQDAD#v=onepage&q=richard%20henk%20karl%20jaspers&f=false (Briefwechsel Karl Jaspers)



>Theodor Haubach, Carlo Mierendorff