Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Mühlen in Heidelberg südlich des Neckar

Bergheimer Mühle

Fehrentzstraße (ehm. Mühlgasse), etwa zwischen Vangerowstraße 2 (Turbinenhaus des Zementwerks, seit 1932 Bootshaus der Heidelberger Rudergesellschaft) und dem Neckar (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 245) (vgl. Mühlgassen, Mühlweg, Derwein 1940, Nr. 617, 619)

Bühlersche Mühle

(Wieblingen, Wundtstraße 7). Schon in der Schenkung des Erlebalt 782 an das Kloster Lorsch ist ein „Mühlenplatz“ erwähnt. Die Mühle selbst wird 1224 erstmals genannt, als sie vom Kloster Neuhausen bei Worms in den Besitz des Klosters Schönau übergeht. Durch die Reformation kommt sie an die Pfälzer Kurfürsten, die sie immer wieder weiter verleihen. 1853 wird sie von der Müllerfamilie Bühler erworben, der sie heute noch gehört. 1990 wird der Betrieb eingestellt. (vgl. Martin Krauß: Die Geschichte der Wieblinger Mühle, in: Heidelberg – Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, hg. v. Heidelberger Geschichtsverein, Band 1 (1996) S.  121-138).

Herrenmühle

(Fürstenmühle; östliche Vorstadt, Hauptstraße 241-249 und Am Hackteufel 2-10; 1370 erste Erwähnung, bis 1836 Mühle („Pfeilmühle“), dann Maschinenfabrik („Kunstmühle“), ab 1862 wieder Mühle („Herrenmühle“, Besitzer: Karl Genz; dann „Herrenmühle AG vormals C. Genz AG“), 1973 abgebrannt) (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 245)

Kirchheimer Mühle

Mahlmühle, 1711 auf Anordnung des Kurfürsten Johann Wilhelm von dem Oberjäger Johann Jakob Kaiser aus Bruchhausen am südöstlichsten Ende der Gemarkung Bruchhausens, am Ufer des Leimbachs, errichtet ("Bruchhäuser Mühle"), 1803 an das Kurfürstentum Baden und in das direkte Eigentum des Herrscherhauses gefallen, wird 1830 an Privat verkauft und wechselt über in die Gemarkung Kirchheim. Sie heißt jetzt "Kirchheimer Mühle". Bis 2004 Tierzuchtfarm der Universität Heidelberg; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013; II, S. 180


Mönchmühle, Schönauer Mönchsmühle

(Mönchgasse/Obere Neckarstraße 19-25; 1239 von Hildegund, Witwe des Markolf, dem Kloster Schönau geschenkt, Gebäude Obere Neckarstraße 21 im Jahre 2002 zerstört); vgl. Derwein 1940, Nr. 564; (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 246) vgl. Schönauer Klosterhof, Ölmühle Werle

Ölmühle Werle

(frühere >Mönchmühle, um 1880)

Pfistermühle

(Bäckermühle, Neumühle, Stadtmühle; Lauerstraße 1-7; 1471 erstmals erwähnt, 1689 durch die Franzosen zerstört, 1753 wieder aufgebaut, 1824 durch Hochwasser zerstört und abgetragen. Heute steht dort das Haus Anhegger, Lauerstraße 5) (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 246; Karl Hebert, 500 Jahre Heidelberger Bäckerzunft. Geschichtliches aus dem Zunftleben der Bäcker. Stuttgart 1923; S. 28)

Stadtmühle vgl. Pfistermühle

Tabaksmühle

(Obere Neckarstraße 7; vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 246)


Wieblinger Mühle vgl. Bühlersche Mühle