Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Flurnamen des alten Bergheim

Affenbaumgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 5)

Albertusplatz (Bergheimer Straße 108-110, Platz südlich der 1935 geweihten St. Albert-Kirche zwischen Mittermeierstraße und Bergheimer Straße). Bis 1931 diente er als Meßplatz, 1956 wurde er Albertusplatz benannt. (vgl. Alfons-Beil-Platz)

Alfons-Beil-Platz (am 16. Juni 2002 wurde der "Albertusplatz" südlich der St. Albert-Kirche in "Alfons-Beil-Platz" umbenannt)

Alte Eppelheimer Straße vgl. Eppelheimerweg, Eppelheimer Straße 1958 wurde der östliche Teil der Eppelheimer Straße (zwischen Römerstraße und Czernyring) in »Alte Eppelheimer Straße« umbenannt.

Badinsel (beim Turbinenhaus; vgl. Derwein 1940 Nr. 40a)

Baggerloch (4-5 Meter tiefer, bis zu 250 Meter breiter und fast drei Kilometer langer Einschnitt für die Gleisanlagen des neuen Hauptbahnhof, zwischen Königstuhltunnel und Ochsenkopf, 1908 begonnen)

Bandweiden (vgl. Derwein 1940, Nr. 43)

Bandweidenwörth (vgl. Derwein 1940 Nr. 836, 1051)

Bergheim (Dorf, Gründung der Merowingerzeit, 769 erstmals erwähnt. 1392 erweitert Kurfürst Ruprecht II. die Stadt Heidelberg nach Auflassung des Dorfes Bergheim und Zwangsumsiedlung seiner Bewohner zwischen der heutigen Sofienstraße und der Grabengasse. (vgl. Derwein 1940, Nr. 52; Carl Koehne (Hg./Bearb.), Oberrheinische Stadtrechte, Fränkische Rechte, 5. Heft: Heidelberg, Mosbach, Neckargemünd, Adelsheim. Heidelberg 1900, S. 478))

Bergheimer Baubezirk (1861 bis um 1900 Bezeichnung für den heutigen Stadtteil Bergheim)

*Bergheimer Fähre vgl. Derwein 1940, Nr. 168 (vgl. Neckarfahr , Überfahrt)

*Bergheimer Mühle (Fehrentzstraße, etwa zwischen Vangerowstraße 2 und dem Neckar; 1874-1895 Turbinenhaus des Zementwerks, seit 1932 Bootshaus der Heidelberger Rudergesellschaft) (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Benner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 245)

*Bergheimer Mühle (Gasthaus, Blunschlistraße 5; 2010 zerstört)

Bergheimer Straße (als weyblinger wege 1487 erstmals erwähnt, 1574 wiblinger strassen, um 1850 amtlich Bergheimer Straße) (vgl. Mannheimer Straße; vgl. Derwein 1940, Nr. 904, 1017)

Bergheimer Weg (Galgenweg, 1546 erstmals erwähnt, vgl. Derwein 1940, Nr. 1003)

Bergheimer Wögel (ein Wörth bei der Bergheimer Mühle; vgl. Derwein 1940 Nr. 1038)

Bierhelder Steige (1712: Beerheller Weg; 1840: "der neue Friedhof im Eisengrein an der Bierhelder Steige"; Die alte Bergheimer Steige (Nr. 873) innerhalb des Waldes; "Gegen die Rohrbacher Grenze zu entspricht teilweise der heutige Promenadenweg (Nr. 710) ungefähr der Bierhelter Steig Pl. 1791"; vgl. Derwein 1940, Nr. 872)

Binnß (Wörth am Neckar; vgl. Derwein 1940 Nr. 49)

Bismarckgarten (beim Bismarckplatz, mit Bismarck-Denkmal)

Bismarckplatz (vgl. Hafenplatz)

Bosseldorn (an der Grenze zu Rohrbach) (vgl. Derwein 1940, Nr. 70) (1567)

Botanische Garten (1876-1880 von der ehemaligen Sandgrube in das Geviert Bergheimer Straße/Mühlweg/Neckarstraße/Gartenstraße verlegt)

Bremeneck (vgl. Derwein 1940, Nr. 74)

Depot der Pferdebahn (Alte Bergheimer Straße 7, 1885-1902 in Betrieb)

Diebsweg (von Wieblingen (ehemalige Kirchheimer Straße) nach Süden durch die Gemarkung ziehend, den Baumschulenweg kreuzend, am Kirchheimer Zentgalgen (Speyerer Straße) vorbei; vgl. Derwein 1940, Nr. 119) (1487 erstmals erwähnt)

Eierwörth, Eierbandwörthlein, Auwörth (Wörthe am Neckar; vgl. Derwein 1940, Nr. 141)

Eisengrein (vgl. Derwein 1940, Nr. 142)

Entenpfuhl (bis ins 19. Jahrhundert Name des Gebiets etwa zwischen heutiger Bahnhofstraße, Blumenstraße, Kleinschmidtstraße, Landhausstraße; vgl. Derwein 1940, Nr. 154f.)

*Entenpfühler Weg (vgl. Derwein 1940, Nr. 155; vgl. Seelenweg)

Eppelheimerweg (1407), Eppelheimer Straße (westlich des Diebswegs: Eppelheimer Landstraße) (vgl. Derwein 1940, Nr. 906) Die heutige Alte Eppelheimer Straße hieß ursprünglich Eppelheimer Straße und war Teil der Straße zwischen den Dörfern Bergheim und Eppelheim. Der Teil westlich des Diebswegs wurde Eppelheimer Landstraße genannt. Der Übergang über die Bahnlinie Heidelberg-Mannheim hieß vor dem Bau des »Baggerlochs« (=Gleiskörper des neuen Hauptbahnhofs) »Eppelheimer Überführung«. Für kurze Zeit, um 1876/85, hieß das Straßenstück östlich der Stadtgrenze Schwetzinger Straße. 1958 wurde der östliche Teil der Eppelheimer Straße (zwischen Römerstraße und Czernyring) in »Alte Eppelheimer Straße« umbenannt.

Eppelheimerwegs Gewann (Hintere, Vordere; vgl. Derwein 1940, Nr. 156)

Eppelheimer Mühlweg (vgl. Derwein 1940, Nr. 621)

*Eppelheimer Überführung (Übergang der Eppelheimer Landstraße über die Bahnlinie Heidelberg-Mannheim bis zum Bau des »Baggerlochs« 1910)

Eselsgrund, Eselsgrundweg (vgl. Derwein 1940, Nr. 162; 1407 erstmals erwähnt)

Fähren über den Neckar (vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 203ff.; vgl. auch Neckarfahr)

*Fahrgasse (1559 erstmals erwähnt; vgl. Lindengasse; vgl. Derwein 1940, Nr. 168, 544)

*Farunge, varunge (Fähre, vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 205)

*Frauenend (Oberes, Mittleres, Unteres; am Neckarufer; vgl. Derwein 1940, Nr. 151, 196; 1607 erstmals erwähnt)

*Frauenendgasse (obere/untere, kleine/große; vgl. Derwein 1940, Nr. 196)

*Freihof Bergheim (Hof der Herren von Handschuhsheim, 1401 von König Ruprecht I. an Diether von Handschuhsheim verliehen; vom Hochwasser fortgerissen)

Fuchsloch (vgl. Derwein 1940, Nr. 205)

*Fuhrhof, städtische (Bergheimerstraße 140, östlich des Fuhrhofweg/Yorckstraße, südlich der verl. Vangerowstraße, nördlich der Wieblinger Landstraße/Bergheimer Straße, westlich der verl. Theodor-Körner-Straße/Emil-Maier-Straße; vgl. Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Verlag Otto Petters Heidelberg. (Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 21902) ; vgl. Plan der Stadt Heidelberg 1921, bearb. vom städt. Vermessungsamt) (vgl. Grubenhof)

Gaisberg (375 Meter über NN; vgl. Derwein 1940, Nr. 212; vgl. K. Christ, Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg und der rheinischen Pfalz 1, 1868, S. 192ff.)

Galgengrund (vgl. Derwein 1940, Nr. 217)

*Galgenweg (1294 erstmals erwähnt. Ursprünglich von den Römern angelegt. 1546, 1546 und 1769: "Bergheimer Weg". Nördlicher Teil ab 1877 "Römerstraße"; vgl. Derwein 1940, Nr. 218, 1003)

*Gleisenwörth (Neckarinsel zwischen Bergheimer Mühle und Wieblingen; vgl. Derwein 1940, Nr. 253; Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 304)

*Gowinberg, Gauberg (Gebirgsstock zwischen Rheinebene, Elsenztal, Heidelberg und Nußloch; vgl. Derwein 1940, Nr. 257)

*Graben, alte (Graben im Zug der heutigen Sophienstraße, ursprünglich Grenze zwischen Heidelberger und Bergheimer Gemarkung; vgl. Derwein 1940, Nr. 258)

Grenzhofer Weg (vgl. Derwein 1940, Nr. 1005; 1487 erstmals erwähnt)

*Grubenhof, städtische (Wieblinger Landstraße, Gewann „An der Neckarspitze“; heute: Wieblinger Weg 24, städtische Abfuhranstalt, vgl. Fuhrhof; vgl. Plan der Stadt Heidelberg 1921, bearb. vom städt. Vermessungsamt)


*Güterbahnhof der Nebenbahn (OEG) (ursprünglich zwischen Czernybrücke und Schlachthof gelegen, wird nordwestlich der Czernybrücke an die Gneisenaustraße verlegt und am 10. August 1913 eröffnet)

*Hafenplatz (1874 nach Zuschütten des Winterhafens entstanden, heute Bismarckplatz)

Haspelgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 296)

Hindenburgbrücke Dritte Neckarbrücke, am 14. April 1928 als Ernst-Walz-Brücke dem Verkehr übergeben, nach 1933 und 1945 umbenannt, am 27. oder 29. März 1945 gesprengt, wieder aufgebaut.

Hinterm Paradies (später von der Czernystraße durchquert, vgl. Derwein 1940, Nr. 680)

Hofacker (vgl. Derwein 1940, Nr. 335; 1484 erstmals erwähnt)

Hofhaus des Deutschen Ordens (im Mittelfeld; 1563; vgl. Derwein 1940, Nr. 338)

Hopfengarten (Gewanname auf dem Boden des St. Anna-Hospital) 1688 wird östlich der St.-Anna-Kirche, auf dem heutigen Grundstück Plöck Nr. 6, ein jüdischer Friedhof errichtet. 1689 ergeht der kurfürstliche Befehl, den Verkauf des Geländes zur Nutzung als jüdischer Begräbnisplatz rückgängig zu machen. Die Grabsteine werden abgeräumt. vgl. Derwein 1940, Nr. 355

Hospitalstraße (beginnt an der Bergheimerstraße 22 und endet an der Voßstraße) (Nr. 1: Zahnklinik, Nr. 3: Poliklinik, rechte Seite: Augenklinik (Adreßbuch 1967))

Hospitalweinberg (vgl. Derwein 1940, Nr. 361)

Hundskopf (vgl. Derwein 1940, Nr. 362)

Innere Seele (vgl. Derwein 1940, Nr. 837)

Kirchheimer Loch (vgl. Derwein 1940, Nr. 552)

Kirchheimer Weg (zieht von der Rohrbacher Straße zum Galgenweg, weiter südlich vom Galgenweg nach Kirchheim) (vgl. Derwein 1940, Nr. 1010; 1407 erstmals erwähnt)

Kirchhöfel (Garten auf dem Hochufer bei der alten Kirchgasse; vgl. Derwein 1940, Nr. 444)

Kirchstraße (die Kirch Gaß, 1570; vgl. Derwein 1940, Nr. 444)

Kissel, Kisselgasse (vgl. Derwein 1940, Nr. 449)

Klingenbühl (vgl. Derwein 1940, Nr. 454)

Knittel (vgl. Derwein 1940, Nr. 462)

Krappfabrik (Rohrbacher Chaussee Lit. A 81, heute etwa Rohrbacher Straße 57, Gebäude 1877 abgerissen). Zwischen 1784 und 1835 besaß Christian Adam Fries dort eine Krappfabrik und ein Bankhaus (Abb.: Ernst Fries: Weinlese bei der Krappfabrik an der Rohrbacher Chaussee, 1818. Kreidelithographie. in: Heidelberg. Häuser, Winkel, Gassen im 19. Jahrhundert, ausgewählt und kommentiert von Sigrid Wechssler, Kalender 1992) (vgl. Ziegelhütter Weg)

Kriegscurve, Kriegskurve (strategisches Eisenbahngleis zur Umfahrung des Hauptbahnhofs, 1864 erbaut, aus SW von der Schwetzinger Bahn (Baumschulenweg/Alleestraße) kommend, im Radius von nahezu 180º nach NW abbiegend, die Speyerer Straße kreuzend, in die Bahnlinie nach Mannheim einmündend. Im Zuge der Bahnhofsverlegung um 1910 abgebaut (eingezeichnet in Übersichts-Plan der Stadt Heidelberg und Umgebung. Officiell angefertigt durch das Tiefbauamt. Maßstab 1:7500. Beilage zu Karl Pfaff, Heidelberg und Umgebung, Heidelberg 1897, 21902)). vgl. Wirtschaft zur Kriegskurve (Wörthstraße 3; vgl. Adreßbuch 1916)

Krummes Horn (Oberes, Unteres; vgl. Derwein 1940, Nr. 356; 1487 erstmals erwähnt)

Kühruhe (Stadtwald; 260 m über NN; vgl. Derwein 1940, Nr. 599f.)

Landwörthe (bei der Bergheimer Mühle; vgl. Derwein 1940 Nr. 512)

Lange Zeil (Insel im Neckar bei der Bergheimer Mühle; vgl. Derwein 1940, Nr. 1057)

Lindengasse (vgl. Derwein 1940, Nr. 168, 544; 1376 erstmals erwähnt; bei ihr befand sich die Bergheimer Fähre; vgl Fahrgasse)

Mannheimer Straße (ab 1852 Bergheimer Straße, vgl. Derwein 1940, Nr. 912)

Markscheide (zwischen Bergheim und Rohrbach; vgl. Derwein 1940, Nr. 576)

Merzberg (Gaisberg-Nordhang; vgl. Derwein 1940, Nr. 593, 586)

Meßplatz (Bergheimer Straße 108-110, Platz südlich der 1935 geweihten St. Albert-Kirche zwischen Mittermeierstraße und Bergheimer Straße). Bis 1931 diente er als Meßplatz, 1956 wurde er Albertusplatz benannt, 2002 nach Dekan Alfons Beil (1896-1997) in „Alfons-Beil-Platz“ umbenannt. 1931 entstand bei der Verladeanlage der Kiesbaggerei Weber & Co. bei Neckar-km 22,6 ein Meßplatz, als solcher benutzt bis zur Eröffnung des neuen Meßplatzes am Czernyring 1953. (vgl. Derwein 1940, Nr. 415).

Michelsgasse ("Wgt. heißt zum Michel in Bergheimer marck", 1391) (vgl. Derwein 1940, Nr. 600)

Mittelgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 603)

Mühlgasse, große (vgl. Derwein 1940, Nr. 617)

Mühlgasse, kleine (vgl. Derwein 1940, Nr. 617)

Mühlgasse, mittlere (auch: Bäckergasse; vgl. Derwein 1940, Nr. 39, 617)

Mühlweg (vgl. Derwein 1940, Nr. 619)

Neckarfähre vgl. Derwein 1940, Nr. 172; vgl. Näh

Neckarfahr (d. h. das Übersetz-Recht als Lehen des Bischof von Worms) zwischen Neuenheim (Furchgasse) und Bergheim (vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 342; vgl. Das alte Neckarfahr, in: Archiv für die Geschichte der Stadt. Eine Vierteljahresschrift, hg. von Hermann Wirth, III, 1. Heidelberg 1870, S. 54-62; vgl. Derwein 1940, Nr. 168)

Neckargewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 638)

Neckarhof ("Barackensiedelung an der Vangerowstraße" Adressbuch 1929). Behelfsbaracken zwischen Mittermaier-, Bluntschli, Vangerow- und Unterer Neckarstraße, die lagerartig angeordnet waren, wo temporär 24 Familien und Einzelpersonen unterkommen konnten. Bau am 14. April 1919 vom Stadtrat beschlossen, ab 1919 erbaut; vgl. Plan der Stadt Heidelberg 1921, bearb. vom städt. Vermessungsamt; vgl. Stadtplan 1927). (1933-1939 hieß der Platz am Neckarufer zwischen Mittermaierstraße und Radium-Solbad Schlageterplatz) (heute Thermalbad)

Neckarspitz(e), Neckarspitzgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 642)

Neckarwörth (westlich der Bergheimer Mühle; vgl. Derwein 1940, Nr. 647)

Ochsenkopf, großer/kleiner (Gewanname, vgl. Derwein 1940, Nr. 667) (1563 erstmals erwähnt) (Die 1919-1921 entstandene Bahnarbeitersiedlung der Gemeinnützigen Bezirks-Baugenossenschaft („Ochsenkopf“) entlang des Wieblinger Weges beim Bahnbetriebswerk Heidelberg liegt in den Gewannen Großer Ochsenkopf, Oberer Rittel, Unteres und Oberes Krummes Horn. Gehört heute zu Wieblingen)

Ochsenkopfwiese (am Schwarzen Weg)

Oftersheimer Gewann (Vordere, Hintere; vgl. Derwein 1940, Nr. 675)

Paradies (vgl. Derwein 1940, Nr. 680)

Pfaffengrund (vgl. Derwein 1940, Nr. 689)

*Pflaster (vgl. Derwein 1940, Nr. 694)

Plöck (Voraltstadt ; vgl. Derwein 1940, Nr. 705; vgl. Ernst Christmann, Die rheinischen Flurnamen "Ploeck", "Pleck", "Blenk". in: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde, 2. Jg., S. 32-38. Bonn 1951)

Preussenbaum (vgl. Derwein 1940, Nr. 708)

Rabenstein (Hinrichtungsstätte, Ecke Bergheimer/Rohrbacher Straße; vgl. Derwein 1940, Nr. 114, 713; vgl. Richtstätte)

Richtstätte (vgl. Wolfgang Seidenspinner, Manfred Brenner, Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg, Bd. 32). Stuttgart 2007, S. 214; vgl. Rabenstein)


Rittel (Unterer, Mittlerer, Oberer; vgl. Derwein 1940, Nr. 727)

Rödt (vgl. Derwein 1940, Nr. 731)

*Römerübergang (Fußgänger-Überführung über die Bahngleise des Hbf zwischen nördlicher und südlicher Römerstraße, 1890-1956)

Römerplatz (Kreuzung Bergheimerstraße/Römerstraße)

Rohrbacher Baubezirk (Baugebiet zwischen Ringstraße (Eisenbahnline Heidelberg-Karlsruhe), Schwetzinger Straße (Alleestraße) und Gaisberg, Ende des 19. Jahrhunderts)

Rohrbacher Straße, Rohrbacher Weg (vgl. Derwein 1940, Nr. 915)

Sand, Sandgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 747)

Sandgrube (Raum zwischen Rohrbacher Straße, Bismarckplatz, Sophienstraße und Anlage, auf Merians Stich von 1620 ein von drei Seiten ummauerter Exerzierplatz. Nachdem die dort 1621-22 angelegten Befestigungswerke im Orléansschen Krieg zerstört waren, wurde hier Sand und Kies geschöpft. Als das Wasser vom Steigerweg und dem Klingenteich hierher geleitet worden war, entstand ein häßlicher und ungesunder Sumpf, dessen Beseitigung Ende 1829 in Angriff genommen wurde; vgl. Heidelberger Wochenblatt 1839, 59; Derwein 1940, Nr. 749)

Schiffsweg (Leinpfad am Bergheimer Neckar; vgl. Jaeger 1988, Nr. 883)

Schinderwasen (vgl. Derwein 1940, Nr. 796)

Schlageterplatz (Vangerowstraße, zwischen Mittermaierstraße und Thermalbad, heute ohne Bezeichnung) vgl. Die Feldgemarkung 1939, Plan II, Beilage zu: Derwein 1940)

Schleiche (vgl. Derwein 1940, Nr. 800)

Schlechte (vgl. Derwein 1940, Nr. 799; von mhd. slechte f.=Ebene) (1344 erstmals erwähnt; Ebene zwischen Galgenweg und Rohrbacher Straße, Kirchheimer Weg und Neckar, seit dem 14. Jahrhundert geschlossenes Rebland)

Schwarzer Weg (vgl. Wieblinger Weg, vgl. Derwein 1940, Nr. 904, 1017)

Schwetzinger Weg (vgl. Derwein 1940, Nr. 1015; 1659 erstmals erwähnt)

Schwetzinger Straße (Maulbeerbaumallee, Alleestraße; vgl. Derwein 1940, Nr. 589; 1720 erstmals erwähnt)

Seegarten (südlich des ehemaligen landwirtschaftlichen Gartens bzw. zwischen Wilhelm-Erb-Straße, Friedrich-Ebert-Anlage, Rohrbacher Straße und Gaisbergstraße, 1570 erstmals als Sehe garthen erwähnt. „Seinen Namen mag der Garten dem von Friedrich dem Siegreichen wohl im heutigen Neptungarten angelegten See (...) verdanken. (Derwein 1940, Nr. 836); vgl. Neptungarten)

Seele (Innere, Äußere), Seelengewann (Winkel zwischen Belfortstraße/Eppelheimer Straße und Römerstraße, 1822-1921 wurden hier Reihengräber des 6./7. Jahrhunderts gefunden) vgl. Derwein 1940, Nr. 837; Ernst Wahle, Die Vor- und Frühgeschichte des unteren Neckarlandes. Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg. Heidelberg 1925, S. 53)

Seelenweg (vgl. Derwein 1940, Nr. 837; vgl. Entenpfühler Weg)

Sensenried (vgl. Derwein 1940, Nr. 843; vgl. Wolfgang von Moers-Messmer, Die vordeutschen geographischen Namen des Kraichgaus und des unteren Neckarlandes. Fortsetzung, in: Kraichgau 11/1989, S. 70ff.)

Speyerer Baubezirk (Baugebiet zwischen Ringstraße (Eisenbahnline Heidelberg-Karlsruhe), Kriegskurve und Güterbahnhof, Ende des 19. Jahrhunderts; später zur Weststadt)

Speyerer Brunnen, Brunngewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 85)

Speyerer Landstraße, Speyerer Straße (vgl. Derwein 1940 Nr. 531; 1407 erstmals erwähnt)

Speyerer Schnauz (vgl. Derwein 1940, Nr. 816)

Speyerer Vorstadt (vgl. Derwein 1940, Nr. 987)

Spitzenwingertsgewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 863)

Steinerne Ruhe (vgl. Derwein 1940, Nr. 743)

Steinhof (vgl. Derwein 1940, Nr. 887)

St. Leonhard (mittelalterliches Heiligenhäusel beim Schnittpunkt Galgenweg/Speyerer Straße; vgl. Derwein 1940 Nr. 531)

Straßenbahnbetriebshof (Wagenhalle der elektrischen Straßenbahn, am Schlachthaus (Viehhof), Bergheimer Straße 155, am 5. Oktober 1902 eröffnet)

Südvicus (Bezeichnung der römischen Siedlung an der Stelle des heutigen Bergheim. Lateinischer Name nicht bekannt; vgl. Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (Hg.), Stadtkreis Heidelberg (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland, Bd. II.5). Ostfildern 2013, S. 23f.)

Thermalbad https://www.swhd.de/de/Baeder/Rechte-Seite/Historie-Thermalbad.pdf

Turbinenhaus des Zementwerks (vgl. Bergheimer Mühle)

Überfahrt (Bergheimer Fähre) vgl. Derwein 1940, Nr. 168

Vangerowplatz (Bergheim, dort am 16. November 1924 Grundsteinlegung zum Kurhaus des Radium-Solbads, Architekt: Franz Sales Kuhn, 1928 eröffnet)

Vogelstang (vgl. Derwein 1940, Nr. 983)

Walwart, Wälschenfurt, Walchenfurt, Walbron (zwischen Bergheim und Neuenheim; vgl. Derwein 1940, Nr. 996, 991; vgl. Hans-Martin Mumm, Vor der Stadtgründung. Drei Studien, in: Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein, 13/2009, S. 12)

Wasserschleichen (vgl. Derwein 1940, Nr. 1002)

Wellengewann (vgl. Derwein 1940, Nr. 1024)

Wieblinger Weg, Bergheimer Straße (vgl. Derwein 1940, Nr. 904, 1017) (als weyblinger wege 1487 erstmals erwähnt, wiblinger strassen 1574; vgl. Schwarzer Weg, Ochsenkopfwiese)

Winterhalt (Hafen, am 13. Oktober 1847 fertiggestellt, 1867-1874 zugeschüttet, heute Bismarckplatz; vgl. Derwein 1940, Nr. 1036)

Wörthe (Inseln im Neckar; vgl. Derwein 1940 Nr. 49, 141, 253, 336, 497, 512, 647, 1038, 1051)

Ziegelhütterweg (vgl. Derwein 1940, Nr. 1067; zieht von der Ziegelhütte am Rohrbacher Weg in südwestlicher Richtung zum Kirchheimer Weg. Benannt nach der Ziegelhütte, die vor 1698 auf dem Boden von Rohrbacherstraße 57 erbaut wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier eine Krappfabrik errichtet.)

*Ziegelried (oberes Ziegelried=Biersiedersteig; kleines Ziegelried=Ried in den Plättelsweg) 1369 erwähnt (Weinberge), von einer Ziegelei in der Nähe der Molkenkur??? (so bei [Karl Christ?], Zur Toponomastik und Topographie Bergheims und des Gäusberges, in: Archiv für die Geschichte der Stadt. Eine Vierteljahresschrift, hg. von Hermann Wirth. Band 1. Heidelberg 1868, S. 197) vgl. Derwein 1940, Nr. 1068, 703 [den FN Ziegelried gibt es, wie "Friesenberg", u.a. in der Schweiz]



















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