Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Adels- und Klosterhöfe nördlich des Neckar

Atzelhof vgl. Lorscher Hof

Hornecksche Hof (Handschuhsheim, Obere Kirchgasse 5, zwischen der Mittelstraße, heute Steubenstraße, und der Oberen Kirchgasse). Das Herrenhaus Ecke Pfarrgasse/Handschuhsheimer Landstraße, neben dem Kriegerdenkmal, ist noch erhalten. Bis zum Bau der Friedenskirche 1910 war das Herrenhaus evangelisches Pfarrhaus. Die Horneck aus Weinheim verkauften 1718 ihr Handschuhsheimer Gut.

Lorscher Hof, Atzelhof (Handschuhsheim, westlich der Vituskirche) Zehnthof der Reichsabtei Lorsch. Die dem Kloster zinspflichtigen Bauern mußten hier ihre Pachtabgaben und ihren Zehnten abliefern. Hier hielt auch der Probst zu Lorsch Gericht über die Zinsbauern. Nach der Reformation wurde hier das kurpfälzische Landeswaisenhaus eingerichtet. 1813 übernahm die Pflege Schönau den Atzelhof. 1818 an den Landwirt Georg Michael Lersch verkauft, 1906 Teilabbruch, 1923 völliger Abbruch. Die nach 1923 auf dem Gelände errichtete Wohnanlage übernahm den Namen Atzelhof. Die Mittelstraße, heute Steubenstraße, und die Pfarrgasse endeten am Atzelhof. Sie wurde erst nach 1909 weitergeführt.

Mainzer Domhof (Handschuhsheim, Mühltalstraße 6-8; im 17. Jahrhundert an die Grafen Sayn-Wittgenstein, 1674 von den Franzosen zerstört, nicht wieder aufgebaut. Das Grundstück ging 1682 durch Gütertausch an die Kurpfalz, 1840-1919: Gartenwirtschaft des „Roten Ochsen“)

Schönauer Klosterhof (curia monasterii Schonaugensis sita in Hentschuhesheim, Mühltalstraße 18?, 1284 erstmals genannt, mit Kelterhaus)