Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Adels- und Klosterhöfe nördlich des Neckar

Atzelhof vgl. Lorscher Hof

Handschuhsheimer Hof (Ladenburg, 1475 durch Dieter V. von Handschuhsheim erbaut, 1561-69 umgebaut, heute Rheingaustraße 32)

Helmstatter Herrenhaus (Handschuhsheim, Dossenheimer Landstraße 4, östlich der Tiefburg; um 1700 durch Georg Adam von Helmstatt erbaut, bis 1930 von den Grafen von Helmstatt bewohnt. 1935 verkauft Graf Bleickard von Helmstatt das Haus an den Milchhändler Karl Kuhn.)

Hornecksche Hof (Handschuhsheim, Obere Kirchgasse 5, zwischen der Mittelstraße, heute Steubenstraße, Dossenheimer Landstraße, und der Oberen Kirchgasse). Fenstergewände des 17. Jahrhunderts. Das Herrenhaus Ecke Pfarrgasse/Handschuhsheimer Landstraße, neben dem Kriegerdenkmal, ist noch erhalten. Bis zum Bau der Friedenskirche 1910 war das Herrenhaus evangelisches Pfarrhaus. Die Horneck aus Weinheim verkauften 1718 ihr Handschuhsheimer Gut.

Lorscher Hof, Atzelhof (Handschuhsheim, westlich der Vituskirche) Zehnthof der Reichsabtei Lorsch. Die dem Kloster zinspflichtigen Bauern mußten hier ihre Pachtabgaben und ihren Zehnten abliefern. Hier hielt auch der Lorscher Probst Gericht über die Zinsbauern. 1575 wird der ehemalige Lorscher Hof zur Unterbringung und Unterhaltung des kurfürstlichen Waisenhauses bestimmt. 1674 wird das Waisenhaus von Franzosen unter Marschall Turenne zerstört, 1685 wieder aufgebaut. 1813 übernahm die Pflege Schönau den Atzelhof. 1818 wurde er an den Landwirt Georg Michael Lersch verkauft, danach war Müllermeister Johann Peter Schröder (1809-1869) Besitzer des Atzelhofs. 1906 wurde das Hauptgebäude zerstört, um 1909 die Mittelstraße (heute: Steubenstraße), die am Atzelhof endete, nach Süden weiterzuführen. 1923 völliger Abbruch. Die 1923-1928 auf dem Gelände zwischen Steubenstraße und Rottmannstraße errichtete Wohnanlage übernahm den Namen Atzelhof.

Mainzer Domhof (Handschuhsheim, Mühltalstraße 6-8; im 17. Jahrhundert an die Grafen Sayn-Wittgenstein, 1674 von den Franzosen zerstört, nicht wieder aufgebaut. Das Grundstück ging 1682 durch Gütertausch an die Kurpfalz, 1840-1919: Gartenwirtschaft des „Roten Ochsen“)

Sayn-Wittgenstein vgl. Mainzer Domhof

Schönauer Klosterhof (curia monasterii Schonaugensis sita in Hentschuhesheim, heute: Mühltalstraße 18/Kriegstraße, 1284 erstmals genannt, mit Kelterhaus)