Heidelberger Geschichtsverein e.V. HGV

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Ortswüstungen im Raum Heidelberg

(mit Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung)

Alstat, Altstetten (?) (zwischen Kirchheim und Sandhausen; 1214 an das Kloster Schönau verkauft; vgl. Alstater Straße in Kirchheim)

Aschinbrunnen (östlich von Meckesheim, 788 erstmals urk. erwähnt)

Bergheim (bei Heidelberg, 769 erstmals urk. erwähnt, 1392 aufgelassen)

Botzheim (südöstlich von Ladenburg)

Buridal (nordöstlich von Wiesloch, 841 erstmals urk. erwähnt)

Dagersbach, Darsbach (Neuenheim, früher Gemarkung Handschuhsheim, 1261 Ausstellungsort einer Urkunde, zuletzt 1286 urkundlich bezeugt. Dagersbach lag am nördlichen Ufer des Neckars im Tal des Schweinsbachs (Dagesbach) im Bereich der heutigen Hirschgasse. Das Dorf erstreckte sich von der Kirche (mit Friedhof) am Linsenbühler Weg (Gewann Nadel) bis zur Mühle an der Mündung des Schweinsbach in den Neckar. Der Ort bestand im Wesentlichen aus einem Meierhof und einer Herberge des Klosters Lobenfeld (FLN 390, an der Stelle des heutigen Hotel Hirschgasse) und wenigen umliegenden Gehöften. - Die sog. „Engelskirche“ soll die Kirche des abgegangenen Ortes sein (vermutet an der Engelswiese bzw. an der Stelle der heutigen Hölderlin-Anlage (?)) (vgl. Otto Jaeger, Die Flurnamen von Neuenheim. Heidelberg 1988, Nr. 148ff., 187; Diether Frauenfeld und Ludwig Merz, Zwei vergessene Dörfer am Fuße des Heiligenbergs, in: Stadtteilverein Handschuhsheim e. V. Jahrbuch 1994, Heidelberg 1994, S. 13–19; Eugen Holl, Abgegangene Orte im Rhein-Neckar-Raum und im nahen Odenwald, in: Stadtteilverein Handschuhsheim e. V. Jahrbuch 2015, Heidelberg 2015, S. 32–33)

Dornheim (bei Mannheim, 1278 durch Neckarhochwasser zerstört)

Ferdinandsdorf (Ober- und Unterferdinandsdorf, Odenwald, bei Eberbach, Oberferdinandsdorf 1712 von Graf Ferdinand Andreas von Wiser gegründet, 1851 vom Großherzog von Baden aufgelöst und auf Staatskosten evakuiert)

Frauenweiler (bei Wiesloch)

Galmbach (Odenwald, 1836 aufgegeben)

Gernsheim (bei Ketsch, 1784 durch Eisgang zerstört)

Gerolsheim (Käfertaler Wald)

Glismutshausen (heute: Neckarhäuser Hof)

Grauenbrunnen (am Berghang zwischen Leimen und Nußloch)

Hermsheim (bei Neckarau)

Hillenbach (am Hellenbach zwischen Dossenheim und Handschuhsheim; 767 erstmals, 1295 letztmals erwähnt. ca. 37% der Gemarkung Handschuhsheim vor 1903 gehörten zu Hillenbach)

Hochstadt (bei Sandhofen)

Hodomaron (bei Walldorf)

Hohenöd (bei Heiligkreuzsteinach)

Kloppenheim (bei Seckenheim, um 1000 wüst)

Lochheim (zwischen Kirchheim und Sandhausen; 1131 erstmals urkundlich erwähnt. 1196/98 vom Kloster Schönau nach und nach erworben, wird es durch die Umsiedlung der Bewohner in die Nachbarorte zur Ortswüstung. 1208 wird die Kirche als letztes Gebäude abgerissen und die Flur landwirtschaftlich genutzt; vgl. Lochheimer Straße in Kirchheim; vgl. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Stuttgart 1976, S. 394f.; Ludwig Hildebrandt, Uwe Gross, Frühmittelalterliche Funde aus der Wüstung Lochheim bei Sandhausen, Rhein-Neckar-Kreis, in: Archäologische Nachrichten aus Baden, Nr. 63, 2000, S. 49-54; Uwe Gross, Ludwig H. Hildebrandt, Eine Notbergung in der mittelalterlichen Wüstung Lochheim, Gemeinde Sandhausen, Rhein-Neckar-Kreis, in: Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung 17, 2001, S. 39-41)

Karte von Lochheim

Mallau (bei Seckenheim)

Maurelheim (bei Schwetzingen)

Nordinowa (bei Seckenheim)

Rineck (Odenwald, Anfang 18. Jahrhundert gegründet, Mitte 19. Jahrhundert aufgegeben)

Roolfshusen (Gemarkung Handschuhsheim)

Steinbach (früher Gemarkung Handschuhsheim, heute Ziegelhausen)

Titilesheim (bei Handschuhsheim, am Wiesenweg)

Waldolfeshusen (zwischen Nußloch und Meckesheim, 795 erstmals urk. erwähnt)

Westheim (bei Schwetzingen)

Wostenweiler (bei Wiesloch)

Zeilsheim (nordwestlich von Ladenburg)





Ehemalige Dörfer, die von den Mönchen des Zisterzienserklosters Schönau zu Hofgütern (Grangien) reduziert worden sind